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Thomas Kaufmann

Prof. Dr. Dr. theol. h.c. Dr. phil. h.c. Thomas Kaufmann, geb. 1962, Inhaber des Lehrstuhls für Kirchengeschichte an der Universität Göttingen. 2020 erhielt er den Leibniz-Preis.

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Anfang, Mitte und Ende der Reformation

Anfang, Mitte und Ende der Reformation

Die Diskussionen um Kontinuitäten und Umbrüche zwischen dem späten Mittelalter und der Reformationszeit nötigen zu einer Klärung der historiographischen Stellung der Reformation. Im Zentrum der einzelnen Studien des ersten Buches steht die Frage nach dem „Anfang“ der Reformation als eines in sich komplexen Ereignisses. Dabei zeigt sich, dass die literarischen Akteure der reformatorischen Bewegung, allen voran Luther, Traditionen konstruierten, in denen sie ihre Anliegen legitimierten und plausibilisierten. Dem Verfasser geht es im Kern darum, Luther und die unterschiedlichen Rezeptionen, die ihm zuteilwurden, aufeinander zu beziehen. Dies wird vornehmlich an Texten und Sachverhalten der frühen 1520er Jahre aufgezeigt.
Im zweiten Buch setzt Thomas Kaufmann bei der Bedeutung des Buchdrucks für Verlauf und Gestalt der Reformation an. Er rekonstruiert zunächst, inwiefern die Reformatoren als „Printing Natives“ frühzeitig Kontakte zu Buchdruckern unterhielten, Verfahren beschleunigter Buchherstellung entwickelten und die Strukturen des Buchmarkts genauestens kannten. Sodann betrachtet der Verfasser die Rolle der Buchdrucker und ihrer Familien. In einem letzten Schritt arbeitet der Autor anhand von Schlüsselgattungen und -texten der frühen Reformation heraus, dass die reformatorischen Publizisten innerhalb kürzester Zeit traditionelle akademische Diskursformen vermittels des Buchdrucks radikal veränderten und neue, ihren Bedürfnissen entsprechende Gattungen schufen. Nach Auffassung des Verfassers bildete die Interaktion zwischen den reformatorischen Inhalten und ihrer typographischen Reproduktion die Mitte der Reformation.
Im dritten Buch untersucht Thomas Kaufmann die Publikationen der sogenannten „Herrgotts Kanzlei“, die in der Zeit der Interimskrise in Magdeburg über 400 Drucke produzierte und so den einzigen wirksamen Widerstand gegen die Religionspolitik Karls V. artikulierte. Ausgehend von einer Rekonstruktion des protestantischen 'Erinnerungsortes' „Herrgotts Kanzlei“, der insbesondere durch Wilhelm Raabes gleichnamigen Roman große Popularität erlangte, werden die infrastrukturellen Voraussetzungen, vor allem die Drucker, vorgestellt, das Material kategorisiert und in literarischer, publikationsstrategischer und theologischer Perspektive quantitativ und qualitativ analysiert. Von hier aus fällt ein neues Licht auf den Vorgang der Reformation als Ganzen.
Hier sind alle drei Bände im Paket zum Sonderpreis erhältlich.
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