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Ulrike Bail

Ulrike Bail, geboren in Metzingen (Deutschland), studierte evangelische Theologie und Germanistik. Sie promovierte und habilitierte sich an der Ruhr-Universität Bochum.
Seit 2005 lebt sie in Luxemburg und arbeitet als Schriftstellerin. Sie verfasste mehrere Lyrikbände, zuletzt »wie viele faden tief«, inspiriert von der Kunst des Nähens, und »statt einer ankunft«, in dem es um die Bus- und Tramhaltestellen der Stadt Luxemburg geht. Ihre Lyrik wurde mehrfach ausgezeichnet. 2021 wurde ihr der renommierte Prix Servais, der für das bedeutendste literarische Werk des Vorjahres vergeben wird, überreicht. Einige ihrer Gedichte wurden ins Französische, Englische, Niederländische, Russische und Arabische übersetzt.

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im halblichten geäst deines atems Produktbild: im halblichten geäst deines atems

im halblichten geäst deines atems

wie sähen wir aus
wären wir zu lange im wald geblieben
hätten zu lange im moos geschlafen uns
rinden über die blößen gezogen ins bemoost
verwachsen wie moder wie tanz in kopflosen
windwürfen die jahre beringt auf richtung
und lichtung verzichtet auf ziehen und
mahnen wir spürten den wald bis ins mark
gekrochen bäuchlings in rinde und schorf

Auf den täglichen Spaziergängen mit ihrem Hund entdeckt Ulrike Bail kulturelle Vernetzungen im Moos, symbolische Prozesse zwischen Orchideen und Pilzen und findet überraschende Wörter. Ihre Gedichte erkunden die vielfältigen Beziehungen zwischen Kultur und Natur – filigran und klangvoll.
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Buch (Paperback)

19,00€

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