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Ursula Schuster

Ursula Schuster, 1944 in Bad Urach geboren, hat sich aufgrund der Erkrankung ihres Sohnes über 20 Jahre ehrenamtlich in der Öffentlichkeits- und Aufklärungs-arbeit für epilepsiekranke Menschen eingesetzt. 18 Jahre lehrte sie an der Zivildienstschule in Bodelshausen und unterrichtete an Fachschulen für Sozialarbeit in Baden-Württemberg.

1990 veröffentlichte sie das Buch Michaels Fall (2. Aufl. 1999). 1996 erschien das zweite Buch Lauter Stolpersteine (2. Aufl. 2002), 2008 das dritte Buch Stolpersteine - na und ? 2014 das vierte Buch Ich bin doch nicht krank, 2016 das fünfte Buch Mein taktloses Herz.
2005 erhielt sie für ihre ehrenamtliche Arbeit das Bundesverdienstkreuz. 

Herzerkrankung -- und dann? von Ursula Schuster

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Herzerkrankung -- und dann?

Herzerkrankung -- und dann?

Buch (Taschenbuch)

ab 7,99€

Am Herzen zu erkranken bedeutet eine große Veränderung im täglichen Leben. Es liegt aber an uns Patienten, was wir daraus machen. Aufgrund der medizinischen Fortschritte im kardiologischen Bereich haben die Patienten die Chance ihr Leben weiter zu gestalten und ein höheres Lebensalter zu erreichen.
Natürlich ist meine Krankengeschichte ziemlich extrem ausgefallen und kann bei manchen Patienten Angst erzeugen. Es gibt aber auch Herzerkrankungen, die weniger spektakulär auftreten. Außerdem ist der Umgang mit Patienten an den Universitätskliniken, den ich erfahren musste, nicht mehr mit früheren Zeiten vergleichbar. Wichtig aber sind die behandelnden Ärzte, die große Erfahrungen mit Herzoperationen vorweisen können. Nur mit gelungenen Operationen haben wir Patienten eine Chance, am Leben teilzunehmen, auch wenn es ein verändertes Leben ist.
Leider habe ich nach Herzinfarkt und zwei Ablationen nicht mehr den gleichen Elan und die Kraft und betrachte inzwischen viele Dinge im täglichen Leben mit ganz anderen Augen. Man wird sensibilisierter und wenn ich an meine Vorfahren denke, die alle in meinem Alter schon lange nicht mehr am Leben waren, kann ich nur dankbar sein, dass es heute die medizinischen Fortschritte bei Herzerkrankungen gibt.
Auch können die täglichen Medikamente belastend sein und Nebenwirkungen haben. Trotzdem sind sie das kleinere Übel und lassen uns am Leben bleiben. Jeder Patient sollte auf alle Fälle selbst entscheiden und auch die Verantwortung für sich selbst übernehmen dürfen. Manchmal hilft es eine zweite Meinung einzuholen. Am wichtigsten bleibt die Kooperation mit den Kardiologen, denn nur zusammen können wir erfolgreich Herzerkrankungen in den Griff bekommen.

Alles von Ursula Schuster