Uwe Britten, geb. 1961 in Werl (Westfalen), 1983 Abitur im 2. Bildungsweg, Studium der Germanistik und Philosophie, Autor mehrerer Jugendromane und sozialer Studien.
Intensive Beschäftigung mit Leben und Werk Honoré de Balzacs..
Angelika Fischer, geboren 1947 in Berlin, absolvierte eine Fotografenlehre im traditionsreichen Atelier E. Bieber in Berlin-Steglitz. Danach war sie Industrie- und Pressefotografin. Seit 1983 arbeitet sie als freischaffende Fotografin. Ihre Bilder erschienen in diversen Publikationen im In-und Ausland, parallel dazu schuf sie freie künstlerische Serien in SW zu verschiedenen Themen.
Angelika Fischer ist Autorin zahlreicher eigener Buchveröffentlichungen, u.a. „Bastionen des Lichts“ – 1997 von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet – sowie die kulturgeschichtlichen Reihen „Spurensuche“ und „Zwischen den Zeiten“.
Seit 2002 ist sie Bildautorin und Co-Verlegerin in der Edition A·B·Fischer. Ihre Bilder bestimmen das ästhetische Bild der Publikationsreihen „Menschen und Orte“ und „wegmarken“ sowie der Bände der „Literarischen Zeitreise“ über Venedig, Zürich und Petersburg. Ihr Buch „Coco de Mer“ erschien 2008 in einer deutschen und einer englischen Ausgabe, 2010 auch auf Französisch.
Außerdem zeigte sie zahlreiche Einzelausstellungen, seit 2009 die Wanderausstellung „Menschen und Orte“, die in Museen in ganz Deutschland gezeigt wird und nahm an Gruppenausstellungen teil.
Als einzigartiger literarischer Zyklus steht die Menschliche Komödie von Honoré de Balzac monumental am Beginn der Moderne, von ihm selbst seine »Kathedrale« genannt. Wie in keinem anderen literarischen Gesamtwerk sind in ihr die Geburtswehen des modernen Individuums ausgedrückt. Jeder zunehmend ›vereinzelnde Einzelne‹ musste in diesem Transformationsprozess überleben lernen. Das moderne Subjekt wird zu seines eigenen Glückes Schmied und immer wieder neu auf sich selbst zurückgeworfen. Es muss flexibel in neuen sozialen Dynamiken handlungsfähig bleiben und dabei unter hohem Erfolgsdruck für sein psychisches Gleichgewicht sorgen.
Uwe Britten zeigt in diesem Buch, wie scharfsinnig Balzac diesen Prozess der beginnenden Moderne beobachtet, in seinen psychodynamischen und psychosozialen Funktionen durchschaut und wie gekonnt er seine Figuren in Szene zu setzen gewusst hat, um all dies sichtbar werden zu lassen – Jahrzehnte bevor die Psychoanalyse ein Instrumentarium für diese Dynamiken entwickelte. Balzac ist ein Autor der Moderne durch und durch, der mit seinen verblüffenden Entdeckungen im 21. Jahrhundert wiederzuentdecken ist.