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Werner Pfeiffer

Prof. Dr. Werner Pfeiffer, Dipl. Kfm., ist emeritierter Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Industriebetriebslehre mit den Lehr- und Forschungsschwerpunkten (1) Lean Management und Systemrationalisierung sowie (2) Technologie- und Innovationsmanagement. Er übernahm nach seiner Habilitation in 1971 das Ordinariat für Industriebetriebslehre an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wo er auch in 1998 emeritierte.
Er ist Autor einer Vielzahl von Veröffentlichungen zum Innovations-, Lean- und Strategischen Management und Herausgeber der Schriftenreihe zur „Innovativen Unternehmensführung“ (über 30 Bände).
Besonders große Resonanz erfuhren seine Monografien Technologie-Portfolio zum Management strategischer Zukunftsgeschäftsfelder, 6. Auflage Göttingen 1991 (mit R. Amler, G. Metze und W. Schneider); Lean Management, Grundlagen der Führung und Organisation lernender Unternehmen, 2. Auflage Berlin 1994 (mit E. Weiß); Systemwirtschaftlichkeit, 2. Auflage Göttingen 1999 (mit M. Küßner, C. Strubl und E. Weiß); Funktionalmarkt-Konzept zum strategischen Management prinzipieller technologischer Innovationen, Göttingen 1997 (mit T. Volz, E. Weiß und S. Wettengl)..
Dr. Dr. habil. Enno Weiß, Dipl.-Kfm.; Ing. (grad.) ist apl. Professor an der Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg und selbständiger Unternehmensberater.
Nach Gymnasium, technischer Lehre, Ingenieur- und BWL-Studium promovierte und habilitierte er sich an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bei Prof. Dr. Werner Pfeiffer. Er fungiert darüber hinaus seit 2 Jahrzehnten in verschiedenen Aufsichtsgremien verschiedener Unternehmen und ist (Ko-)Autor einer Vielzahl von Veröffentlichungen zum Innovations-, Lean- und Strategischen Management.

Allgemeine Theorie der technischen Entwicklung von Werner Pfeiffer

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Allgemeine Theorie der technischen Entwicklung

Allgemeine Theorie der technischen Entwicklung

Buch (Gebundene Ausgabe)

ab 10,99€

Die vorliegende Arbeit ist eine redaktionell überarbeitete Fassung der Habilitationsschrift „Allgemeine Theorie der technischen Entwicklung“ von Werner Pfeiffer, die bereits 1971 veröffentlicht wurde. Der Autor beschreibt darin die theoretischen Grundlagen der technischen Entwicklung, indem er sie als einen Prozess der Informationsgewinnung bzw. -übertragung und als einen sozialen Prozess konzipiert. Er gibt dabei Einsichten in die historisch entstandenen Strukturelemente verschiedener Erkenntnisprogramme für die Hervorbringung neuer Technologien bzw. Produkte und in die wesentlichen Bewegungsgesetze der Technik. Auch lotet er aus, unter welchen Bedingungen und mit welcher Belastbarkeit man zur Voraussicht über die technische Entwicklung gelangen kann.
Der Autor arbeitet konsequent interdisziplinär, indem er auf wissenschaftslogische, anthropologische Arbeiten und auf Forschungen zur Modelltheorie und kybernetischen Lerntheorie zurückgreift und damit wichtige Grundlagen für das Management von Technologien im Sinne eines Managements von Gewinnung und Anwendung von technischem und sozialem Know-how schafft. Pfeiffer gibt nicht zuletzt dem, was man heute unter Zukunftsforschung versteht, eine fundierte theoretische Grundlage. Nicht zuletzt gilt er vielen als Nestor der betriebswirtschaftlichen Forschung zum Innovations- und Technologiemanagement.
Trotz der Fülle des Materials gelingt es dem Verfasser die Vielzahl von Forschungsbefunden in eine gedankenstrenge, hochverdichtet geschriebene Arbeit zu fassen, die zahlreiche Erscheinungen erklären, wie sie aktuell intensiv diskutiert werden: die Wahrscheinlichkeit von Mehrfacherfindungen; die Anwendung abstrakt-funktionalen Denkens zur Aufdeckung technologische Verwandtschaften zur frühzeitigen Identifizierung der möglichen Substitutionsgefahren neuer für bestehende Technologien; die durch neue Technologien ausgelöste Stärke der Richtungsänderung des technischen Fortschritts, der maßgeblich vom Vorhandensein komplementärer Technologien abhängig ist und die verschiedenen möglichen Pfadentwicklungen in die Zukunft erklärt. Auch zeigt er auf, dass letztlich jede Neuerung disruptiv wirkt und sich nur im Ausmaß ihrer „schöpferischen Zerstörung“ auf bestehende Strukturen einen Unterschied macht.
Die „Allgemeine Theorie der technischen Entwicklung“ ist noch heute eine inspirative, höchst relevante Quelle für jene, die an technischem Fortschritt und neuen Technologien bzw. Innovationen interessiert sind. Daher möchte der Herausgeber mit der Wiederauflage diese, bis heute noch herausragende, un- und außergewöhnliche Arbeit der heutigen Diskussion in Wissenschaft und Praxis wieder zugänglich machen. Abgesehen von kleineren redaktionellen Änderungen, die den Anforderungen heutigen Publizierens Rechnung tragen sollen, ist der Ursprungstext weitgehend belassen.
Ergänzt wird die Arbeit durch eine Nachbetrachtung des Herausgebers, die aufzeigen soll, dass Pfeiffers Arbeit auch kräftige Spuren in Wissenschaft und Wirtschaftspraxis hinterlassen hat.

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