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Wilhelm Speyer

Wilhelm Speyer wurde am 21. Februar 1887 in Berlin in die Familie der Militäreffektenhandlung Mohr & Speyer hineingeboren. Nach Gymnasium, Landerziehungsheim Haubinda, Abitur, "falscher Studienwahl" (Jura, nicht abgeschlossen), ersten Veröffentlichungen vor 1914 und Dienst als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg wurde er in den zwanziger und dreißiger Jahren schließlich zu einem bekannten Autor von beliebten Jugendbüchern, Romanen und auch Komödien, die er zum Teil zusammen mit Walter Benjamin verfasste. 1933 ging er ins Exil, zunächst in die Schweiz, nach Österreich, dann nach Frankreich und schließlich 1941 mit einem Einjahresvertrag als Drehbuchschreiber für MGM in die USA. 1949 kehrte er nach Deutschland zurück. Am 1. Dezember 1952 starb er in Riehen bei Basel.
Das Glück der Andernachs von Wilhelm Speyer

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Das Glück der Andernachs

Das Glück der Andernachs

Buch (Gebundene Ausgabe)

ab 28,00€

Für die jüdische Familie hinter der erfolgreichen Berliner Militäreffektenhandlung Trier-Andernach wird 1887 privat zu einem besonderen Jahr: Als am Neujahrstag bekannt wird, dass sich die junge Lotte Andernach mit ihrem Jugendfreund Ferdinand Rauch verloben möchte, wird ihrem Großvater mulmig bei dem Gedanken an diese jüdisch-christliche Verbindung. Alle halten seine Bedenken für unsinnig, aber Lotte und Ferdinand gehen trotzdem probeweise auseinander – wer weiß, ob es nicht verlockende andere Möglichkeiten gibt? –, während hinter der restlichen Familienfassade Verbindungen existieren und entstehen, die gelinde gesagt etwas überraschend sind.
Politisch ist das Jahr 1887 das Jahr davor, in dem es noch so scheint, als würde sich alles in liberalen Formen weiterentwickeln. Im Folgejahr aber wird Wilhelm II. zum Kaiser, und Deutschland geht weiter auf einem anderen Weg.
Wilhelm Speyers opulenter im Exil entstandener Roman ist das wohl humorvollste und ergreifendste Porträt dieser Zeit und ihrer Menschen, ein äußerst lebensvolles und facettenreiches Gesellschaftsbild, in dem auch schon die politische Zukunft und der aufkeimende Antisemitismus ihre Schatten werfen.

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