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Yu Hua

Yu Hua ist während der Kulturrevolution aufgewachsen und hat fünf Jahre als Zahnarzt praktiziert, bevor er Schriftsteller wurde. Die Darstellung der gesellschaftlichen Wirklichkeit in ›Schreie im Regen‹, Yu Huas ersten Roman, brach alle Tabus und war bei seinem Erscheinen in China eine Sensation. Seitdem ist er einer der wichtigsten Gegenwartsautoren Chinas. Auf Deutsch sind von ihm erschienen ›Leben‹ (1998), der von Zhang Yimou verfilmt wurde, ›Der Mann, der sein Blut verkaufte‹ (2000), der Welterfolg ›Brüder‹ (2009), der Essayband ›China in zehn Wörtern‹ (2012) und zuletzt ›Die sieben letzten Tage‹ (2017). Yu Hua wurde 1960 in der ostchinesischen Provinz Zhejiang geboren und lebt in Peking..
Ulrich Kautz, Jahrgang 1939, arbeitet als Übersetzer zeitgenössischer chinesischer Belletristik. Von ihm liegen zahlreiche Übersetzungen vor, u.a. von Deng Youmei, Lu Wenfu, Wang Meng und Yu Hua (›Leben!‹, ›Der Mann, der sein Blut verkaufte‹, ›Brüder‹).

Schreie im Regen von Yu Hua

Neuerscheinung

Schreie im Regen
  • Schreie im Regen
  • (2)

»Schreie im Regen« zeichnet ein meisterhaftes Porträt eines vergessenen, verdrängten Chinas vor dem großen Aufschwung.

Sun Guanglin wächst auf in einem kleinen chinesischen Bauerndorf. Es sind die 60er-Jahre, vom Aufschwung ist noch nichts zu spüren. Er ist ein Außenseiter, wird von der Dorfgemeinschaft wie von der Familie misstrauisch beäugt, und so verlegt er sich auf das Beobachten. Von seinem Lieblingsplatz am Teich aus sieht er, wie sein großer Bruder den Mädchen nachstellt und sein roher Bauernvater die Mutter schikaniert. Doch selbst im alltäglichen Elend Sun Guanglins blitzen Glanzlichter kindlichen Glücks und erstaunlicher Komik auf. Auf der Schwelle zur chinesischen Moderne finden sich zwischen Stadt und Land überraschende, flüchtige Momente der Geborgenheit.

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