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Zwi Nigal

(1923–2023) kam 1939 mit der Jugendalijah von Wien nach Palästina. Mit 18 Jahren ging er als Freiwilliger in die britische Armee und kämpfte in der jüdischen Brigade in Italien. Später diente er in der israelischen Armee, die er auch in New York vertrat. Nach dem Militär arbeitete er in der Industrie, nach der Pensionierung als Reiseleiter und Zeitzeuge, wofür er 2022 mit dem Simon-Wiesenthal-Preis ausgezeichnet wurde..geboren 1952, studierte Anglistik/Amerikanistik, Gräzistik, Biologie und Chemie, promovierte in der Altphilologie über die Anfänge der Zoologie bei Aristoteles und war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Freiburg. Später beschäftigte sie sich mit der Entwicklung der hebräischen Sprache von der Bibel zum modernen Iwrit. Sie lebte und arbeitete 18 Monate in Israel, wo sie auch als Reiseleiterin tätig ist. Seit vielen Jahren engagiert sie sich in Projekten gegen das Vergessen der Naziverbrechen. Zwi Nigal lernte sie vor 25 Jahren als Tourist Guide in Israel kennen und schrieb schon bald seine Lebensgeschichte auf, die er mit ihr zusammen zehn Jahre lang bis wenige Monate vor seinem Tod als Zeitzeuge den Schülerinnen und Schülern in Freiburg und Umgebung nahebrachte.

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„Glück musste man haben“

Zwi Nigal wurde 1923 in Wien geboren. In der Geschichte seiner Familie findet sich das ganze Spektrum antisemitischer Verfolgung: Schikanen, Deportation, Ghetto, Lager, bis hin zur Abweisung illegaler Flüchtlinge, die, den NS-Konzentrationslagern entkommen, vor Haifa von den Briten abgefangen und im Indischen Ozean interniert wurden. Er selbst kam 1939 legal ins Britische Mandatsgebiet Palästina, wo arabischer Terror den Neuanfang bedrohte. Der Überlebenskampf ging weiter, auch nach der Staatsgründung. Er wirkte am Aufbau des Staates Israel mit und verteidigte ihn in zahlreichen Kriegen. Ein erfahrungsreiches Leben, von dem Zwi Nigal als Zeitzeuge an Schulen sagte: „Ich habe trotz allem immer Glück gehabt.“ In seinem persönlichen Schicksal spiegeln sich einhundert Jahre Zeitgeschichte. Er legt jedoch nicht nur ein eindrückliches Zeugnis von leidvoller Erfahrung ab, sondern auch vom Hoffen und Weitergehen, vom ständigen Kampf um das Existenzrecht, sowohl von Jüdinnen und Juden als auch des Staates Israel.
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