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Meine letzte Rezension Algier. Architekturführer von Thomas Meyer-Wieser
Wer die bürokratische Mühle des Visaantrags erfolgreich überstanden hat, wird feststellen, dass die Zahl deutschsprachiger Reiseführer für Algerien gegen Null geht. Immerhin: Für die Hauptstadt gibt es einen Architekturführer, und zu bestaunen gibt es in Algier so einiges: Die Bauten aus der osmanischen Zeit in der Haute Casbah zum Beispiel. Autor Thomas Meyer-Wieser arbeitet detailliert auf, wie dieser Teil Algiers baulich und kulturell zu verstehen ist und schafft so Durchblick im Gewirr der Altstadt. Einen Großteil des Buchs nimmt natürlich die Belle Époque ein. Ihr verdankt die Stadt den Namen Alger la Blanche. Von Bab el Oued über die ikonische Hafenfassade des Front de Mer und die Grande Poste bis hinüber nach Télemly und Belcourt: Im Stadtzentrum entfaltet sich Haussmanns Fin du Siècle mit all seiner architektonischen Wucht. Ein Architekturführer hätte seinen Namen nicht verdient, wenn er nicht ausführlich darauf einginge, dass Algier ein Spielplatz der Moderne war. Le Corbusier, Fernand Pouillon oder Bernard Zehrfuss haben sich hier ausgetobt. Die Siedlung Diar el-Saada, das Aéro-Habitat oder das quartierprägende Immeuble Shell in Hydra - der Autor widmet sich auch intensiv dieser Epoche, deren Bauten allerdings inzwischen reichlich Patina angesetzt haben. Ein umfangreiches, päzises und detailverliebtes Buch, das die weithin unbekannte Pracht einer der schönsten Städte am Mittelmeer einfängt.
ab 48,00 €
Produktbild Algier. Architekturführer
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Algier. Architekturführer

Wer die bürokratische Mühle des Visaantrags erfolgreich überstanden hat, wird feststellen, dass die Zahl deutschsprachiger Reiseführer für Algerien gegen Null geht. Immerhin: Für die Hauptstadt gibt es einen Architekturführer, und zu bestaunen gibt es in Algier so einiges: Die Bauten aus der osmanischen Zeit in der Haute Casbah zum Beispiel. Autor Thomas Meyer-Wieser arbeitet detailliert auf, wie dieser Teil Algiers baulich und kulturell zu verstehen ist und schafft so Durchblick im Gewirr der Altstadt. Einen Großteil des Buchs nimmt natürlich die Belle Époque ein. Ihr verdankt die Stadt den Namen Alger la Blanche. Von Bab el Oued über die ikonische Hafenfassade des Front de Mer und die Grande Poste bis hinüber nach Télemly und Belcourt: Im Stadtzentrum entfaltet sich Haussmanns Fin du Siècle mit all seiner architektonischen Wucht. Ein Architekturführer hätte seinen Namen nicht verdient, wenn er nicht ausführlich darauf einginge, dass Algier ein Spielplatz der Moderne war. Le Corbusier, Fernand Pouillon oder Bernard Zehrfuss haben sich hier ausgetobt. Die Siedlung Diar el-Saada, das Aéro-Habitat oder das quartierprägende Immeuble Shell in Hydra - der Autor widmet sich auch intensiv dieser Epoche, deren Bauten allerdings inzwischen reichlich Patina angesetzt haben. Ein umfangreiches, päzises und detailverliebtes Buch, das die weithin unbekannte Pracht einer der schönsten Städte am Mittelmeer einfängt.

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