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Meine letzte Rezension Kaiserwald von Anja Jonuleit
Anja Jonuleit versteht es sehr gut, zeitgeschichtliche Themen mit einer fiktiven Romanhandlung zu verknüpfen. Auch im vorliegenden Roman gelingt es ihr perfekt, die Geschichte einer jungen Frau, deren Mutter spurlos verschwand, als sie 8 Jahre alt war, zu erzählen und auf einer zweiten Erzählebene 25 Jahre später anzusetzen, als eine ehemalige Gebirgsjägerin Mathilda mit falscher Identität den Kontakt zu einer angesehenen Diplomatenfamilie sucht und dort einem gut gehüteten Familiengeheimnis gefährlich nah kommt. Nicht nur Mathilda verbirgt ihre wahre Identität, sondern auch die von Prokhoffs setzen alles daran, den äußeren Schein zu wahren. Was aber steckt tatsächlich hinter der glamourösen Familienstiftung „Drei Linden“ und den unter deren Trägerschaft geführten Ökodörfern? Indem sie immer wieder die Erzählperspektive wechselt und die Protagonistinnen, über deren Identität man als Lesender sogar spekulieren mag, gar in ein gedankliches Zwiegespräch versetzt, hält die Autorin den Spannungsbogen durchgängig aufrecht, wobei die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Mathilda und ihrem Widersacher Falk von Prokhoff fast ein bisschen klischeehaft wirkt. Beeinträchtigt wird die spannende und kluge Lektüre dadurch keineswegs, so dass „Kaiserwald“ eine tolle Empfehlung für Fans von zum Beispiel Mechthild Borrmann oder Elisabeth Herrmann gelten kann.
ab 18,00 €
Kaiserwald
5/5
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Kaiserwald

Anja Jonuleit versteht es sehr gut, zeitgeschichtliche Themen mit einer fiktiven Romanhandlung zu verknüpfen. Auch im vorliegenden Roman gelingt es ihr perfekt, die Geschichte einer jungen Frau, deren Mutter spurlos verschwand, als sie 8 Jahre alt war, zu erzählen und auf einer zweiten Erzählebene 25 Jahre später anzusetzen, als eine ehemalige Gebirgsjägerin Mathilda mit falscher Identität den Kontakt zu einer angesehenen Diplomatenfamilie sucht und dort einem gut gehüteten Familiengeheimnis gefährlich nah kommt. Nicht nur Mathilda verbirgt ihre wahre Identität, sondern auch die von Prokhoffs setzen alles daran, den äußeren Schein zu wahren. Was aber steckt tatsächlich hinter der glamourösen Familienstiftung „Drei Linden“ und den unter deren Trägerschaft geführten Ökodörfern? Indem sie immer wieder die Erzählperspektive wechselt und die Protagonistinnen, über deren Identität man als Lesender sogar spekulieren mag, gar in ein gedankliches Zwiegespräch versetzt, hält die Autorin den Spannungsbogen durchgängig aufrecht, wobei die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Mathilda und ihrem Widersacher Falk von Prokhoff fast ein bisschen klischeehaft wirkt. Beeinträchtigt wird die spannende und kluge Lektüre dadurch keineswegs, so dass „Kaiserwald“ eine tolle Empfehlung für Fans von zum Beispiel Mechthild Borrmann oder Elisabeth Herrmann gelten kann.

Kristina Oberlinger
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Kaiserwald von Anja Jonuleit

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