Meine letzte RezensionGrim & Oro: Lightlark - Duell um Islas Herzvon Alex Aster
Es ist schön zu sehen, wie Oro alle seine Freunde und auch Grim kennenlernt, weil dadurch die Verbindungen und seine Emotionen ihnen gegenüber verständlicher werden.
An Oros Teil hat mir besonders seine eigene Vorgeschichte gefallen. Zu lernen wie er seine Freunde gefunden und seine Familie verloren hat, trägt viel dazu bei sein Handeln und seine Gefühle zu verstehen. Während des Centennial bin ich ehrlicherweise kein Fan von ihm und finde ihn eher langweilig. Seine Liebe zu Isla wirkt auf mich eher wie eine unterdrückte Obsession und ihre ganze Beziehung eher zweckmäßig als emotional. Er wirft Grim am Ende vor Entscheidungen getroffen zu haben für Isla ohne zu einzuweihen, obwohl er kurz zuvor noch das gleiche getan hat um seine Pläne umzusetzen. Er und Grim sind sich eben doch sehr ähnlich. Nur hat - zumindest nach meinem Gefühl nach Oros Teil - Oro seine dunkle Seite nie akzeptiert und hält die sonnige Maske des Herrschers aufrecht. Er steht für die guten Entscheidungen, während Grim die Fehler repräsentiert.
Grims erstes Kapitel ist so sweet. Aus den ersten Bänden konnte ich mir nicht vorstellen, dass er als Kind unwichtig und ängstlich war und schon damit abgeschlossen hatte zu sterben als er noch ein kleiner Junge war.
Nach wenigen Kapiteln ist seine eigene Vorgeschichte auch schon vorbei und er trifft das erste mal auf Isla. Dadurch kenne ich viele Szenen schon, aber so wird Grim als Person und seine Gefühle mehr in der Vordergrund gerückt. Er glaubt gar nicht daran lieben zu können und hält es nicht für möglich andere Lösungen zu finden, die auf Liebe basieren. Das erklärt auch einige seiner Entscheidungen, die man nicht wirklich gut heißen kann, aber aus seiner Sicht zumindest besser nachvollziehen.
Ich hätte mir mehr Einblicke in Szenen gewünscht, die ich nicht schon von Isla kannte. Da gab es bei Grim sehr wenige und vor allem nichts zu den Plänen während des Centennial. Dazu hat es in diesem Teil leider keiner weiteren Erkenntnisse gegeben und die Timeline von Grims Version endet bevor das Centennial überhaupt beginnt. Für die Länge des Buches ist es angemessen, aber ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass vor allem Islas Erinnerungen aus “Nightbane” nochmal aus Grims Sich verfasst wurden.
Allgemein erfährt man über beide Herrscher einige Gedanken und Gefühle und die Hintergründe ihres Charakters bevor sie ihre Reiche übernommen haben. Die Geschichte ihrer Pläne während “Lightlark” werden nicht offengelegt. Besonders bei Grim fand ich das sehr schade, weil ich seine Motive für die Zusammenarbeit gerne besser verstanden hätte.