"Carrie" vereint in sich viele komplexe und hochexplosive Themen, wie religiösen Fanatismus, die zahlreichen Prozesse der Pubertät, dass Außenseitertum, Hoffnung, Liebe, Schmerz, Leid, Rache und Tod. King nimmt all diese Elemente und lässt dieses Gemisch aus Emotionen und Gesellschaftskritik, einfach seinen Lauf nehmen, ohne Rücksicht auf Verluste, völlig Zügellos und bis zur völligen Eskalation.
Das Besondere? King lässt die Leserschaft zu keinem Zeitpunkt, darüber im Unklaren, dass "Carrie" nur in einem grauenvollen, schrecklichen und alles verzehrenden Höhepunkt gipfeln kann. Das macht "Carrie" meiner Ansicht nach aber nicht weniger Spannend, NEIN eher im Gegenteil, King ist sehr geschickt darin die Leserschaft nur soweit anzufüttern, dass man nur immer mehr auf das fulminante Finale hinfiebert.
Ohne zu viel zu verraten aber es sei nur so viel gesagt, dass Versprechen eines großartigen spektakulären und packenden Endes wird mehr als nur erfüllt.
Kombiniert man diesen besonderen Stil nun noch mit den gelegentlichen gedanklichen Einschüben, mit denen King seinen Figuren noch viel mehr Tiefe verleiht, so hat man meiner Meinung nach, wahrlich ein Meisterwerk.
Und für dieses Meisterwerk benötigt der King of Horror lediglich 300 Seiten da kann und muss ich wirklich noch einmal meinen Respekt und meine Verehrung für diesen Autor hier zum Ausdruck bringen, denn Ehre wem Ehre gebührt.
"Carrie" gehört für mich jetzt schon in meine persönliche Top 10 Liste der besten Bücher und es wird für mich auf jeden Fall nicht nur bei einem einmaligen Lesen bleiben.
Aber wie immer gilt, müsst Ihr wissen, aber reinlesen tut auch niemandem weh und mir hat es auf jeden Fall gefallen.