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Profilbild von Susanne Trübestein Susanne Trübestein Buchhandlung: Thalia Bad Godesberg
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Meine letzte Rezension Das Wiedersehen von Jhumpa Lahiri
Rom, die Ewige Stadt, ist Schauplatz für neun Erzählungen, in denen sich die US-amerikanische Autorin Jhumpa Lahiri dem Phänomen Rassismus und dem Gefühl des Fremdseins, zuwendet. Selbst indischer Herkunft, erzählt sie überzeugend und ungeschminkt von Menschen, die fremd sind im Land, fremd in der Stadt und deswegen Anfeindung und Ausgrenzung erleben. Da ist das Mädchen, das aus einem anderen Land stammt und ihren Eltern hilft, das Ferienanwesen eines reichen Städters in Schuss zu halten und sich um die Gäste zu kümmern. Verstohlen und aus der Ferne beobachtet es die Familie, die dort frei und sorglos in den Tag lebt, ganz anders als sie selbst und ihre Eltern. Oder der Mann, der mit seiner verschleierten Frau auf ein friedliches Leben für sich und seine Kinder hofft und nur Ablehnung erfährt, was letztlich sein Leben zerstört. Neben diesen Erzählungen, die den alltäglichen Rassismus in einer Stadt wie Rom klar benennen, schreibt Lahiri aber auch vom Fremdsein im eigenen Leben. Ihre Protagonisten bleiben namenlos, sind austauschbar und stehen damit für die vielen, denen es ebenso ergeht. Tiefgründig und schnörkellos besticht ihre Erzählkunst durch all das, was hinter den Worten steht. Was klein und unscheinbar daherkommt, beeindruckt nachträglich und lädt zum Nachdenken ein.
ab 24,00 €
Das Wiedersehen
4/5
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Das Wiedersehen

Rom, die Ewige Stadt, ist Schauplatz für neun Erzählungen, in denen sich die US-amerikanische Autorin Jhumpa Lahiri dem Phänomen Rassismus und dem Gefühl des Fremdseins, zuwendet. Selbst indischer Herkunft, erzählt sie überzeugend und ungeschminkt von Menschen, die fremd sind im Land, fremd in der Stadt und deswegen Anfeindung und Ausgrenzung erleben. Da ist das Mädchen, das aus einem anderen Land stammt und ihren Eltern hilft, das Ferienanwesen eines reichen Städters in Schuss zu halten und sich um die Gäste zu kümmern. Verstohlen und aus der Ferne beobachtet es die Familie, die dort frei und sorglos in den Tag lebt, ganz anders als sie selbst und ihre Eltern. Oder der Mann, der mit seiner verschleierten Frau auf ein friedliches Leben für sich und seine Kinder hofft und nur Ablehnung erfährt, was letztlich sein Leben zerstört. Neben diesen Erzählungen, die den alltäglichen Rassismus in einer Stadt wie Rom klar benennen, schreibt Lahiri aber auch vom Fremdsein im eigenen Leben. Ihre Protagonisten bleiben namenlos, sind austauschbar und stehen damit für die vielen, denen es ebenso ergeht. Tiefgründig und schnörkellos besticht ihre Erzählkunst durch all das, was hinter den Worten steht. Was klein und unscheinbar daherkommt, beeindruckt nachträglich und lädt zum Nachdenken ein.

Susanne Trübestein
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