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Tatjana Rang Buchhandlung: Thalia Berlin – Alexa
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Meine letzte Rezension Von Norden rollt ein Donner von Markus Thielemann
Das Schreckgespenst des Landes. Landgeschichte, Erzählung einer Provinz. Vielleicht ist die Aktualität, die hier so treffend beschrieben wird, die Spaltung zwischen Land-und Stadtbevölkerung. In ihrer jeweiligen Perspektive. Lüneburger Heide, der tiefste Nordwesten. Plattes Land, Moor und Heide. Weit ab von dem Leben und Erleben der Großstädte. Da ist diese Schäferfamilie, die schon seit mehreren Generationen von der Landwirtschaft lebt, die Wiederansiedelung des Wolfes und die Angst vor dem Fremden, dem vermeintlichen Verlust der eigenen Existenz. Sich kanalisierend in politischen Überzeugungen weit rechts vom konservativen Dasein. Einer völkischen Siedlerfamilie, die von außerhalb schon bald als neue "Nachbarn" den Ton angeben wird und eine vermeintliche "Gemeinschaft" stiftet. Aber auch die Schatten der Vergangenheit, Zwangsarbeit und Verfolgung. Gerade diese "Reise" in die Vergangenheit erlebt der jüngste Sohn dieser Familie auf einer metaphysischen Ebene, die sich durch psychische Ausnahmesituationen zeigt. Wie fremdbestimmt zieht es ihn immer wieder in den Wald, zu jenen Orten, an denen Mord und Unmenschlichkeit ihr niederträchtiges Spielfeld auslebten. Er erlebt die Freundschaft zwischen seiner Oma und einer Zwangsarbeiterin, das Grauen ihres Todes und am Ende das große Schweigen. Vielleicht ist der ganze Plot in seiner Vielschichtigkeit genau deswegen eine Parabel auf die aktuelle Zeit, auf das Wiederkehren einer Suche nach vermeintlich einfachen Antworten auf komplexe Fragen. Beim Lesen entsteht der Eindruck, dass sich hier ein Kreis schließt, in Bitternis und Sprachlosigkeit.
ab 23,00 €
Produktbild Von Norden rollt ein Donner
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Von Norden rollt ein Donner

Das Schreckgespenst des Landes. Landgeschichte, Erzählung einer Provinz. Vielleicht ist die Aktualität, die hier so treffend beschrieben wird, die Spaltung zwischen Land-und Stadtbevölkerung. In ihrer jeweiligen Perspektive. Lüneburger Heide, der tiefste Nordwesten. Plattes Land, Moor und Heide. Weit ab von dem Leben und Erleben der Großstädte. Da ist diese Schäferfamilie, die schon seit mehreren Generationen von der Landwirtschaft lebt, die Wiederansiedelung des Wolfes und die Angst vor dem Fremden, dem vermeintlichen Verlust der eigenen Existenz. Sich kanalisierend in politischen Überzeugungen weit rechts vom konservativen Dasein. Einer völkischen Siedlerfamilie, die von außerhalb schon bald als neue "Nachbarn" den Ton angeben wird und eine vermeintliche "Gemeinschaft" stiftet. Aber auch die Schatten der Vergangenheit, Zwangsarbeit und Verfolgung. Gerade diese "Reise" in die Vergangenheit erlebt der jüngste Sohn dieser Familie auf einer metaphysischen Ebene, die sich durch psychische Ausnahmesituationen zeigt. Wie fremdbestimmt zieht es ihn immer wieder in den Wald, zu jenen Orten, an denen Mord und Unmenschlichkeit ihr niederträchtiges Spielfeld auslebten. Er erlebt die Freundschaft zwischen seiner Oma und einer Zwangsarbeiterin, das Grauen ihres Todes und am Ende das große Schweigen. Vielleicht ist der ganze Plot in seiner Vielschichtigkeit genau deswegen eine Parabel auf die aktuelle Zeit, auf das Wiederkehren einer Suche nach vermeintlich einfachen Antworten auf komplexe Fragen. Beim Lesen entsteht der Eindruck, dass sich hier ein Kreis schließt, in Bitternis und Sprachlosigkeit.

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