Koi ist ein wunderschönes Plättchenlegespiel, in dem die Spieler jeweils ihren eigenen Gartenteich gestalten. Dafür sammeln sie Wasserplättchen, Kois in unterschiedlichen Größen, Seerosen und verschiedene Verzierungen, um am Ende den punktreichsten Teich zu erschaffen.
In jeder Runde haben die Spieler die Wahl zwischen zwei Optionen: Entweder sie nehmen eine der fünf ausliegenden Karten aus der Mitte, das sogenannte „meditieren“ oder sie „arbeiten“. Beim Arbeiten dürfen sie ihre gesammelten Plättchen und Fische ausspielen.
Durch die wenigen Regeln ist das Spiel schnell erklärt und sehr zugänglich. Dennoch bietet es eine beachtliche strategische Tiefe. Bei der Kartenauswahl müssen clevere Entscheidungen getroffen werden. Investiert man zunächst in Helferkarten, die mehr Lagerplatz oder zusätzliche Möglichkeiten beim Ausspielen bieten, oder entscheidet man sich für Vorteilskarten, die direkt Materialien oder Endspielpunkte bringen?
Ein besonderes Highlight sind die zahlreichen Aufgabenkarten. In jeder Partie kommen drei unterschiedliche davon ins Spiel. Sie bringen Varianz und sorgen dafür, dass sich jede Partie anders anfühlt. Diese Karten geben Ziele vor, die durch bestimmte Anforderungen erfüllt werden können. Die dadurch gewonnenen, lukrativen Teichverzierungen sind jedoch begrenzt, wodurch ein spannender Wettstreit zwischen den Spielern entsteht.
Koi ist meiner Meinung nach ein rundum gelungenes und stimmungsvolles Familienspiel, bei dem jeder Spieler am Ende mit einem wunderschönen eigenen Teich belohnt wird. Gäbe es einen Preis für das schönste Brettspiel, wäre Koi für mich definitiv ein heißer Anwärter.