The Lie von Kosmos ist ein Stichspiel, das vieles anders macht als die Genrevertreter. Bereits das Zusammenstellen der eigenen Handkarten sorgt für einen ungewöhnlichen Einstieg.
Anstatt Karten klassisch auszuteilen, stellt sich jeder Spieler sein 14 Karten umfassendes Deck selbst zusammen. Dafür liegen alle Karten verdeckt als Stapel in der Tischmitte. Anhand der Kartenrückseiten lässt sich lediglich erahnen, um welchen Kartentyp es sich handeln könnte. So könnte beispielsweise eine grüne „4“ entweder eine eine Vier in Blau, Pink oder Gelb sein oder auch eine grüne Karte mit einem Wert zwischen 1 und 3. Ganz sicher weiß man es jedoch nie.
Ist diese Phase abgeschlossen, beginnt das eigentliche Spiel. Ziel ist es, als Erster alle Handkarten loszuwerden. Der Clou: Die Reihenfolge der Karten auf der Hand darf dabei nicht verändert werden. Die Spieler versuchen nun, bereits ausgespielte Karten einer Farbe mit höheren Zahlenkombinationen derselben Farbe zu überbieten.
Wer zuerst alle Karten ausgespielt hat, wird belohnt und darf zusätzliche Karten aus dem Kartenhaufen nehmen. Doch auch hier gilt: Man weiß nie genau, was man bekommt.
The Lie ist ein schnelles, leicht zugängliches Kartenspiel, das besonders in größeren Runden sein volles Potenzial entfaltet. Eine gesunde Portion Schadenfreude und Ärgerfaktor gehören ebenso dazu wie überraschende Wendungen. Bei einer Partie bleibt es deshalb nur selten.