Wo soll ich anfangen? Menners ist ein Buch mit unheimlich viel Charme und Charisma, welches sich mit den Themen Freundschaft, Beziehung, Strukturen des Patriarchats und dessen Problemen, die sich bis heute auf Frauen und Männer auswirken, beschäftigt. Mit Menners sind in diesem Buch nicht alle Männer gemeint, sondern eine spezifische Gruppe, die sich durch bestimmtes Verhalten herauskristallisiert. Wie dieses Verhalten entsteht und wieso es so schwer ist, aus dem Männlichkeits-Zyklus auszubrechen, wird hier mit einer Menge Ironie und Metaphern erklärt.
Insgesamt finde ich, ist dieses Buch ein Must-read. Das Thema von Frauen, die im Patriarchat aufgewachsen sind und jeden Tag mit diesem konfrontiert werden, wird hier aus der Sicht eines Schwulen erzählt. Ich musste viel schmunzeln und war regelrecht begeistert, wie liebevoll Meik von Freundschaft und der möglichen Ungezwungenheit des Lebens erzählt. Auch über die Probleme beim Dating in der Schwulenszene wird kein Halt gemacht. Schließlich wird hier keiner vor den Menners und den daraus folgenden Lebenserfahrungen bewahrt. Besonders gefallen hat mir aber, dass die Themen und Aspekte, die nur Frauen betreffen und eigentlich auch nur von einer Frau beurteilt werden können, auch von einer Frau kommentiert werden. In diesem Fall zieht Meik seine beste Freundin zurate und gemeinsam kritisiert und kommentiert das lebhafte Duo gesellschaftliche Strukturen und Vorurteile.
Im Fazit: Ein wundervolles Buch, welches definitiv mehr Aufmerksamkeit bedarf.