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Sieke Wullkopf Buchhandlung: Thalia Werl
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Meine letzte Rezension Purple Clouds - Honeymoon von Mounia Jayawanth
Purple Clouds, das klingt im ersten Moment wie der Teufel trägt Prada meets Sex and the City nur in modern und feministisch und ja, das schafft das Buch stellenweise auch. Ich könnte mir daher vorstellen, dass gerade jüngere Fans dieser beiden Reihen wirklich Spaß an diesem Buch haben könnten. Consent ist hier schön eingearbeitet und wir haben hier einen männlichen Prota, der sich traut sanft zu sein. Die Story an sich ist witzig, unkonventionell und lässt einen nachdenken, inwieweit die Ehe wirklich gegen feministische Werte spricht oder ob es nur eine Frage der Definition ist. Etwas anstrengend fand ich, dass so vieles einfach wiederholt wurde, ich weiß gerade dieses Genre braucht diese Kniffe, da weniger Anspruch von Seiten des Lesers da ist. Aber ich muss nicht ständig auf die Nase gebunden bekommen, wie toll es ist und vor allem progressiv, dass der männliche Prota Nagellack trägt, die Protagonistin AdHs hat und allgemein jeder so edgy und anders ist. Das ist alles schön, aber manchmal ist mehr zeigen, besser als zig mal erklären. Ich denke, daher werden ältere Leser, die das Konzept durchaus mögen, schnell abspringen. Die Reihe werde ich jedenfalls weiterlesen und bin gespannt, wie sie sich weiterentwickelt.
ab 11,99 €
Produktbild Purple Clouds - Honeymoon
3/5
  • Sieke Wullkopf
  • Buchhändler/-in

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3/5

Purple Clouds - Honeymoon

Purple Clouds, das klingt im ersten Moment wie der Teufel trägt Prada meets Sex and the City nur in modern und feministisch und ja, das schafft das Buch stellenweise auch. Ich könnte mir daher vorstellen, dass gerade jüngere Fans dieser beiden Reihen wirklich Spaß an diesem Buch haben könnten. Consent ist hier schön eingearbeitet und wir haben hier einen männlichen Prota, der sich traut sanft zu sein. Die Story an sich ist witzig, unkonventionell und lässt einen nachdenken, inwieweit die Ehe wirklich gegen feministische Werte spricht oder ob es nur eine Frage der Definition ist. Etwas anstrengend fand ich, dass so vieles einfach wiederholt wurde, ich weiß gerade dieses Genre braucht diese Kniffe, da weniger Anspruch von Seiten des Lesers da ist. Aber ich muss nicht ständig auf die Nase gebunden bekommen, wie toll es ist und vor allem progressiv, dass der männliche Prota Nagellack trägt, die Protagonistin AdHs hat und allgemein jeder so edgy und anders ist. Das ist alles schön, aber manchmal ist mehr zeigen, besser als zig mal erklären. Ich denke, daher werden ältere Leser, die das Konzept durchaus mögen, schnell abspringen. Die Reihe werde ich jedenfalls weiterlesen und bin gespannt, wie sie sich weiterentwickelt.

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild NACHT
    • Sieke Wullkopf
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    5/5

    NACHT

    Yrsa Sigurdadottir schreibt Krimis, die unter die Haut gehen – und "Blut" ist da keine Ausnahme. Was mich bei ihr immer wieder fasziniert: Sie nutzt ihre Arbeit als Ingeneurin, um ihre Geschichten an realen, ungewöhnlichen Orten anzusiedeln, an denen sie selbst schon gearbeitet hat. Das macht ihre Plots authentisch und die Schauplätze lebendig. In "Nacht" beeindrucken mich besonders die Perspektivwechsel und die intensiven Naturbeschreibungen Islands – düster, atmosphärisch, fast schon hypnotisierend. Ihr Schreibstil ist präzise und spannungsgeladen, ohne dabei in billige Effekte zu verfallen. (Fun Fact: Sie schaut beim Schreiben Horrorfilme – das merkt man!) Es ist eines dieser Bücher, die man Abends anfängt und Nachts erst nach der letzten Seite zuklappt. Bis zum Schluss weiß man nicht wer der Täter ist und warum er gemordet hat. Ihre Bücher sind wie düstere Puzzel, die man ohne die Ermittler nur schwer lösen kann und erst beim letzten Stein vollkommen versteht. Klare Empfehlung für: Alle Nordlichter und Krimileser:innen, die auch vor düsteren Szenen nicht zurückschrecken - ihr kommt 100% auf eure Kosten! Wer ihre anderen Werke liebt, wird auch hier fündig.

  • Produktbild Binding 13
    • Sieke Wullkopf
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    5/5

    Binding 13

    Ich gebe zu – anfangs war ich skeptisch. YA-Literatur ist nicht unbedingt mein Ding, und ich dachte, das Buch könnte an mir vorbeigehen. Aber ich wurde positiv überrascht. "Binding 13" hat mich mit seiner emotionalen Tiefe gepackt. Die Freundesgruppe ist so lebendig gezeichnet, ihr Banter so authentisch, dass ich trotz fünf Jahren nach meiner eigenen Schulzeit völlig darin aufgegangen bin. Das Setting fühlt sich persönlich und real an – man merkt, dass Chloe Walsh diese Geschichte aus dem Herzen geschrieben hat. Ein wichtiger Hinweis: Lest das Buch im englischen Original, wenn ihr könnt. Die persönliche Note der Autorin kommt dort unmittelbar durch und verliert in der Übersetzung an Kraft. Das Buch ist nicht nur für Teenager geeignet. Auch als ältere Leserin, die die unbeholfene Schulzeit längst hinter sich hat, habe ich gelacht, bin gerührt worden und konnte mich in den Charakteren wiedererkennen. Der BookTok-Hype ist vollkommen berechtigt – das ist ein Buch, das bleibt.

  • Produktbild Der Astronaut
    • Sieke Wullkopf
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    5/5

    Der Astronaut

    Das perfekte Buch für alle, die Interstellar liebten, bei Der Marsianer mitfieberten oder dem Entdeckergeist von Gene Rodenberrys Star Trek nacheifern. Ryland Grace ist ein „Astronaut wider Willen“. Er stolpert förmlich in die Mission Hail Mary Richtung Tau Ceti und findet sich plötzlich als einziger Überlebender in den Weiten des Alls wieder. Was zunächst nach einem beklemmenden, einsamen Trip klingt, entwickelt sich schnell zu einer herzerwärmenden Geschichte voller Situationskomik und unerwarteter Tiefe. Man muss kein Astrophysiker sein, um dieses Buch zu lieben. Andy Weir schafft es, wissenschaftliche Probleme so packend zu vermitteln, dass Neugierde und Entdeckerdrang als Lesemotivation völlig ausreichen. Ryland Grace ist ein unheimlich sympathischer Protagonist, in den man sich sofort einfühlen kann. Besonders faszinierend ist sein Hintergrund: Als ehemaliger Wissenschaftler, der sich mit einer unkonventionellen These ins Abseits manövriert hat, arbeitet er als Highschool-Lehrer – bis das Schicksal ihn zurück in die Forschung (und darüber hinaus) katapultiert. Dass er sein letztes wissenschaftliches Paper quasi mit einem „gestreckten Mittelfinger“ an die Fachwelt verfasst hat, macht ihn herrlich menschlich und nahbar. Ich verneige mich vor diesem Mut und dem Einfallsreichtum, den Weir seinem Charakter auf den Leib geschrieben hat. „Der Astronaut“ ist ein intelligentes Buch mit einer starken Message. Da die Geschichte massiv vom Innenleben des Protagonisten lebt, ist es ein Werk, das man unbedingt gelesen haben muss – denn kein Film könnte diese Gedankenwelt so präzise einfangen. Ein absolutes Muss für alle, die kluge Unterhaltung mit einer ordentlichen Portion Menschlichkeit suchen!

  • Produktbild In the Likely Event - Bis wir uns wiedersehen
    • Sieke Wullkopf
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    5/5

    In the Likely Event - Bis wir uns wiedersehen

    Für mich das klassische Buch bei dem man am liebsten die Protagonisten anschreien will. Sie gehören zusammen. Das ist einfach so, aber sie verpassen sich in einer Tour. Mal ist es das Leben, dann äußere Umstände und man will einfach dass es funktioniert. Für mich Second-Chance par exellance!

    • In the Likely Event - Bis wir uns wiedersehen
    • Rebecca Yarros
    • ab 12,99 €
  • Produktbild Weavingshaw
    • Sieke Wullkopf
    • Buchhändler/-in

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    4/5

    Weavingshaw

    Dieses Buch hat mich überrascht! Der Anfang war vielversprechend: mitten in die Handlung hinein, mitten ins Herz der Geschichte und in diese grausam-faszinierende Welt aus grauer Asche und Dreck. Das Gothic-Thema kommt wunderbar zur Geltung, und für mich gehört dieses Buch direkt neben Alchemised. Das hat vor allem zwei Gründe: A: Religion ist auch hier ein zentrales Thema, das eher zwiegespalten dargestellt wird. B: Es liest sich ähnlich flüssig, wenn auch deutlich weniger brutal. Aber auch Wuthering Heights gehört für mich daneben, denn Weavingshaw hat zwar keinen Heathcliff, lebt aber ebenso von der rauen Landschaft rund um das Anwesen. Mit Weavingshaw ist der Autorin etwas gelungen, was oft versucht, aber selten geschafft wird: Das Gothic-Genre hat ein Revival erfahren – ganz ohne Kitsch, ohne Zuckerguss und ohne unnötige Erotik. Die Welt ist schamlos und rücksichtslos, bietet aber dennoch Lichtblicke. Auch wenn die Story ab und an vorhersehbar war, fehlte ihr nie der Reiz – na ja, bis zum letzten Kapitel. Dieses hat mich persönlich sehr enttäuscht zurückgelassen; ich hatte auf einen besseren Cliffhanger gehofft. Vergebens, wie es scheint! Daher auch nur vier Sterne.

  • Produktbild Alles, was ich geben kann - The Last Letter
    • Sieke Wullkopf
    • Buchhändler/-in

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    5/5

    Alles, was ich geben kann - The Last Letter

    Dieses Buch ist ein emotionales Wechselbad – und genau das macht es so wertvoll. Der Einstieg ist tückisch. Man braucht Zeit, um in die Geschichte hineinzufinden, die Charaktere zu verstehen und sich für ihr Schicksal zu interessieren. Aber wer durchhält, wird belohnt: Irgendwann schlägt das Buch um und wird zur absoluten Seite-um-Seite-Lektüre. Die Spannung zieht dich rein, die Gefühle werden intensiv, und plötzlich kannst du nicht mehr aufhören zu lesen. Das Ende ist nicht das, das man sich erhofft – und das ist die größte Stärke des Romans. Yarros traut sich, ihre Charaktere wirklich leiden zu lassen. Es ist bitter, es ist traurig, aber es fühlt sich echt an. Nicht alles geht gut aus, und genau das macht die Geschichte so kraftvoll. Für wen? Perfekt für Leser:innen, die sich nach Hoffnung und Licht sehnen, aber auch bereit sind, dafür emotional zu zahlen. Für alle, die Liebesromane lieben, in denen es nicht nur um das Happy End geht, sondern um die menschliche Tiefe dahinter. Ein Buch, das nachwirkt. Lesenswert.

    • Alles, was ich geben kann - The Last Letter
    • Rebecca Yarros
    • ab 12,99 €

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