Mit den Vorgängeralben "Ascendancy" und "Ember To Inferno" geritten die 4 Jungs auf die Metalcore-Schiene und überzeugten durch gute Riffs und eher wenig durch Gesang. Mit "The Crusade" geht es in eine ganz andere Richtung. Vorbei sind die Zeiten von Shouts und Brüllerei, jetzt wird richtig gethrasht. Matt Heafy (Sänger/Gitarrist/Lyrics) sagte in einem Interview:" Das ist die Musik, die wir eigentlich machen wollen". Und diese Musik hat´s in sich. Der Opener "Ignition" zündet scho und Gitarrenriffs überschütten den Hörer. "Detonation" glänzt mit einem super Tempowechsel und errinert stark an Metallica. Mit Song 6 und 7 folgen die Highlights des Albums. "And Sadness will Sear" ist eher langsam und so ruhig wie es das Genre zulässt. "Becoming the Dragon" hat hohen Wiedererkennungswert und hier fallen zum ersten Mal die Shouts der vorherigen Alben auf. Doch diese stören nicht wirklich, weil das Lied nicht von ihnen dominiert wird. Es folgen weitere sehr gut gelungen Songs. Ich möchte noch einen Track herauswählen; und das wäre der Titeltrack. Ein Instrumentalwerk mit dem Thema "Was-kann-die-Gruppe-wirklich" und "Wie-klingt-das-ohne-Gesang". Wirklich sehr gut gelungen und die 8 Minuten Laufzeit vergehen im Fluge.
Trivium haben den Genrewechsel ohne große Hänger, sprich Songs, die nicht gut sind, überstanden. Wenn die Band in diese Richtung weiter macht, werden sie sicher zu einer der bekannten Metal-Größen, wie Iron Maiden und Metallica, aufsteigen. Ebenfalls schaffen sie den Spagat zwischen 80er Thrash und Neuzeit-Metal. "The Crusade" überzeugt und ich wünsche mir weitere Alben nach diesem Kaliber. Trivium hat die Latte für Genrekollegen sehr hoch gelegt.
Bewertung
1/5
15.01.2021
Musik (CD)
Totalabsturz nach Höhenflug!
Nach den ersten beiden Klassikern ist dieser gewagte Schritt der Stiländerung gewaltig nach hinten losgegangen! Anfänglich als die Neuentdeckung und Newcomer des letzten Jahres gehandelt werden Trivium mit diesem Album wieder in der tristen Masse der Metal-Landschaft verschwinden... Rest in Peace...
Arne Weigel
aus Benningen am Neckar
1/5
15.01.2021
Musik (CD)
enttäuschend
Nachdem die ersten beiden Scheiben absolute Kracher waren, enttäuscht dieses Album sehr. Aus einer sehr guten Core-Metal-Band wurde eine Kommerz-Combo, die mit langweiligem Gesang und einer stupiden Melodlieführung zu überzeugen versucht, was allerdings nicht gelingt. Wem die letzten 2 Metallica-Scheiben gefallen haben, der sollte zuschlagen. Allen Core-Metal-Liebhabern rate ich die Finger davon zu lassen. Sehr schade.
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