Mit fast sakraler Ehrfurcht steigt Magnus Öström ein in sein Solowerk, das charakteristische Züge seiner früheren Arbeit für das Esbjörn-Svensson-Trio e.s.t. trägt - und doch so ganz anders ist. Dramaturgisch leben Kompositionen wie der Piano Break Song eindeutig vom genretypischen Fluss treibender Schleifen, der nur durch sparsam gesetzte Breaks unterbrochen wird und eine dafür umso reicherere Orchestrierung erfährt. Kein Wunder, dass Pat Metheny sich für Öströms Sounddenken interessierte und die zum Heulen schöne Ballad for E(sbjörn) als klingenden Grabschmuck ablieferte. Darüber hinaus bedient der eher artrockaffine Andreas Hourdakis die Gitarre - und trägt Öströms Bandsound gemeinsam mit Keyboarder Gustaf Karlöf nicht selten in die Nähe früher Genesis-Aufnahmen. Wer Afilia Mi oder Weight of Death anspielt, landet wiederum bei Methenys Hymnenmentalität. Thread of Life wird nicht das letzte Album sein, das umflort ist mit der Aura des tödlich verunglückten Masterminds Svensson. (ron)
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