Einen der "wichtigsten Pianisten der Gegenwart" nennt die weltbekannte Zeitschrift The New Yorker den Indo-Amerikaner Vijay Iyer. Eine ganze Reihe von weiteren Auszeichnungen und Ehrungen für seine unwiderstehliche, vielgestaltige Vision einer Musik des 21. Jahrhunderts bestätigen diese Aussage. Sein neues, insgesamt viertes ACT-Album Accelerando bringt nach "Solo" und "Tirtha" wieder sein angestammtes Trio mit Bassist Stephan Crump und Schlagzeuger Marcus Gilmore zusammen. Es knüpft damit an das Grammy-nominierte "Historicity" an, das 2009 so oft wie kein anderes zum Album des Jahres gewählt wurde. Auf Accelerando hat Vijay Iyer eine spannende thematische Klammer gefunden - den Tanz: "Tanz ist der körperliche Weg, Musik zu hören - er ist eine universelle Reaktion. Der Impuls zu Tanzen war immer ein Herzstück des Jazz. Dieses Fundament rhythmischer Kommunikation will ich in meiner Arbeit nie vergessen. Musik ist für mich Aktion." Diese mündet hier in wahrhaft überraschenden Interpretationen sowohl traditioneller Jazz- wie taufrischer Pop- und Funkstücke: Kompositionen von Duke Ellington, Herbie Nichols, Henry Threadgull, Heatwave, Flying Lotus und Michael Jackson werden adaptiert und eingerahmt von bezwingenden Eigenkompositionen aus der Feder von Vijay Iyer.
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