Mr. Lee? Wer ist dieser Mr. Lee? Der schweigsame Reisende, der sich vor den Seelen der Geschundenen im S21, dem Folterkerker, verneigt, den die barfüßigen Kinder in den Slums von Phnom Penh lieben, weil er ihnen ihre Postkarten oder Zigaretten abkauft, wer ist der stille Europäer, den sie der weiße Elefant nennen? Reinhard Mey wahrt sein Geheimnis, aber er legt musikalische Kieselsteine für die Fährtenleser aus, sie werden Mr. Lee finden.Diese Spurensuche zieht sich wie ein Leitmotiv durch das neue Album. Es ist sein 27. Studio-Album, fast genau 50 Jahre nach Ich wollte wie Orpheus singen entstanden. Die alte Begeisterung ist zu spüren, mehr denn je, sie hat sich von Album zu Album gesteigert, diese Lust zu erzählen, das Leben in all seinen Facetten zu leben, zu beobachten und es dann in liebevollen Miniaturen und großflächigen Bildern festzuhalten. Mit 15 Liedern ist das Album erfüllt von diesen verblüffenden Augenblicken des Erkennens: Ja, das ist genau meine Geschichte, das ist mir genau so widerfahren, das ist mein Leben, von dem er da singt! Hier kommen mit Mr. Lee 15 Lieder für helle und dunkle Tage.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Saitenzupfer
aus Giesen
5/5
25.09.2016
Musik (CD)
Ein super tolles neues Album.…
Ein super tolles neues Album. Für alle Mey Fans, finde ich, ein absolutes Muss. Die Lieder fließen förmlich ins Ohr. Sehr gut - Daumen hoch! Hoffentlich folgen noch ein paar solcher Alben. Vielen Dank, Reinhard.
Bewertung
aus Wiesbaden
5/5
05.07.2016
Musik (CD)
Wunderschönes Album
Tolles Album mit wunderschönen Melodien und guten Texten, die aus dem Leben entstanden sind. Die Melodien sind eingängig und immer wieder zu hören. Mein derzeitiger Begleiter beim Autofahren.
Bewertung
aus Klagenfurt am Wörthersee
5/5
15.05.2016
Musik (CD)
Keine schwache Nummer
Selbst wenn man der Meinung ist, dass es so etwas wie ein schlechtes Mey
Album eigentlich nicht gibt, stellt man beim Blick in den Plattenschrank fest,
dass einige Platten/CDs im Laufe der Jahre ziemlich Staub angesetzt haben.
Der Wunsch sie (wieder-)zuhören war offensichtlich - vor allem bei LPs/CDs
aus den ersten Hälften der 80-er und 2000-er Jahre, trotz einzelner
hervorragender Titel, doch begrenzt. Ähnliches galt auch für dann
mach´s gut von 2013.
Nicht so jedoch bei Mr. Lee, das ich mir in der ersten Woche seit seinem Erscheinen sicher schon öfter angehört habe als das Vorgängeralbum in den letzten 3 Jahren. Das liegt nicht nur daran, dass die beiden ersten Titel ("So viele Sommer", " Im Goldenen Hahn") sofort ins Ohr gehen (und bei allem inhaltlichen Anspruch musikalisch eine zuletzt oft vermisste Leichtigkeit zeigen), auch die übrigen gewinnen bei wiederholtem Hören mehr und mehr dazu.
Da wird der schwere Schicksalsschlag, der die Familie Mey getroffen hat, mit derartiger poetischer Kraft und Sensibilität thematisiert (Mr. Lee, So lange schon ) dass es mehr als nur berührt, gewinnen auf den ersten Blick weniger "anspruchsvolle" Lieder wie "Dr. Brand, "Wenn Hannah lacht"oder"Herr Fellmann Bonsai und ich" durch überraschende Wendungen bzw. durch Mey´s Alter (er wird kommendes Jahr 75) eine unerwartete emotionale Tiefe, erweisen sich die fast schon obligatorischen Tier- und Berlin Lieder als ausgesprochen charmant und zeigt sich beim Beziehungskrisen Lied "Wenningstedt Mitte" die scharfe Beobachtungsgabe, die schon den jungen Mey ausgezeichnet hat.
Auch die übrigen Titel gewinnen schon allein dadurch, dass ihnen der erhobene Zeigefinger fehlt, der mir bei manchen Liedern, vor allem aus den 90-er Jahren, eher unangenehm in Erinnerung ist. Das Klaus Hoffmann Cover ("Zeit zu leben") passt absolut zur Gesamtatmosphäre der CD und übertrifft das Original deutlich. Das Vater - Tochter Duett am Schluss mag manchem überflüssig erscheinen, ist aber erstens wunderschön und beweist zweitens,dass Musikalität in der Tat vererbbar ist.
Man kann es auch kurz machen: "Mr.Lee" enthält keine schwache Nummer, ist ganz
klar das beste Mey Album seit langer, langer Zeit (sicher seit der
Jahrtausendwende) und gehört insgesamt meiner Meinung nach eindeutig zum
oberen Drittel der bisher insgesamt 27 Studio Alben. Was ja auch einigen heißt,
denn wie gesagt: Es gibt keine wirklich schlechte Reinhard Mey Platte.
Joschne
aus Sittensen
3/5
23.05.2016
Musik (CD)
+++Solides Handwerk, aber…
+++Solides Handwerk, aber etwas langweilig+++ Produktinfo: Reinhard Mey, der wohl bekannteste Liedermacher Deutschlands, meldet sich mit einem neuen Album zurück. »Mr. Lee« heißt der sage und schreibe 27. Longplayer des gebürtigen Berliners im 49. Jahr nach seinem Debüt. Ob die Welt trotzdem noch ein weiteres Mey-Album braucht? Es spricht einiges dafür. Zunächst einmal hat der Sänger bereits vor gut drei Jahren mit seinem Vorgänger bewiesen, dass er immer noch ganz oben mitspielt. »Dann mach’s gut« landete in den deutschen Albumcharts auf Platz eins. Top-10-Platzierungen erreichte er sogar mit seinen letzten sieben Alben. Das wohl wichtigste Argument für ein neues Reinhard-Mey-Album sind aber ganz klar seine einzigartigen Songs. Von denen gibt es auf »Mr. Lee« insgesamt 15. Zwischen Freude und Melancholie, zwischen Alltag und Fantasie – Mey hat wie immer viel zu erzählen. So gibt es Geschichten, die amüsieren, wie der Song »Herr Fellmann, Bonsai und ich«, solche die berühren, wie »So viel Sommer«, und wiederum solche, die zum Nachdenken anregen, wie »Wenn’s Wackersteine auf dich regnet«. Am Ende des Albums gibt es noch zwei ganz spezielle Bonustracks. »Zeit zu Leben« ist die Coverversion eines Songs von seinem Liedermacherkollegen Klaus Hoffmann. Bei »Lavender’s Blues« handelt es sich um ein englisches Wiegenlied aus dem 17. Jahrhundert. Unterstützt wird Mey in beiden Liedern von seiner Tochter Victoria-Luise. Alles in allem zeigt der deutsche Singer-Songwriter auf »Mr. Lee« also wieder einmal das gesamte Spektrum seiner Kreativität. Aber wer ist eigentlich dieser »Mr. Lee«, dem das neue Album seinen Namen zu verdanken hat? Hinweise gibt es im Titeltrack und in 14 weiteren neuen Songs von Reinhard Mey. Freuen Sie sich darauf, es selbst herauszufinden. Rezensionen: »So wie die 15 neuen Lieder von Mr. Lee, in denen es um späte Reue geht (wer kennt das nicht!), um Abenteuer, die beinahe schiefgegangen wären, und um die Erkenntnis, dass es besser ist, die Geschenke des Lebens zu zählen als seine Kümmernisse.« (Good Times, Juni / Juli 2016) Meine Meinung: Wie immer bei Reinhard Mey handwerklich solide gemacht, aber ein kleines bisschen langweilig. Das hat man so oder ähnlich von dem Sänger schon 1000mal gehört...
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