Produktbild: Unser kreatives Gehirn

Unser kreatives Gehirn Wie wir leben, lernen und arbeiten

3

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

26.10.2017

Verlag

Droemer eBook

Seitenzahl

640 (Printausgabe)

Dateigröße

23108 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Bärbel Jänicke

Sprache

Deutsch

EAN

9783426442616

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

26.10.2017

Verlag

Droemer eBook

Seitenzahl

640 (Printausgabe)

Dateigröße

23108 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Bärbel Jänicke

Sprache

Deutsch

EAN

9783426442616

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  • Wedma

    4/5

    26.01.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Boulevard trifft Sachbuch.

    Das Buch ist recht gut, leserfreundlich gestaltet, eher etwas für Einsteiger, die sich für das Thema begeistern wollen, um evtl. später auf seriösere Ausführungen umzusteigen. Die 536 Seiten des reinen Textes sind in 28 Kapitel gegliedert. Diese sind nach 7 Themengebieten zusammengefasst worden: „Die Entwicklung unseres Gehirns im kulturellen Umfeld“, „Die Kunst und das Gehirn“, „Die Musik und das Gehirn“, „Gehirn, Beruf und Autonomie“, „Die Umgebung und das Geschädigte Gehirn“, „Das Denken über das Gehirn und uns selbst“, „Neue Entwicklungen und Gesellschaftlichen Konsequenzen“. Die Kapitel sind in kleinere Unterkapitel von 1-6 Seiten unterteilt. Darin gibt es sehr oft Bilder, Zeichnungen, sodass man insg. nicht allzu viel Text pro Seite hat und sich eher in einem Unterhaltungs- als Lehrbuch fühlt. Gleich zu Anfang gibt es „Schematische Darstellung des Gehirns im Längsschnitt“ und weitere Zeichnungen, die verschiedene Teile der Hirnrinde dem Leser erklären und das Verstehen der Ausführungen erleichtern. Vor kleineren Kapiteln gibt es gute Zitate: „Spazieren geht man nicht für den Körper, sondern für den Geist.“ S. 367 „Unser Leben spielt sich zwischen dem ersten und dem letzten Lächeln ab.“ S. 351, uvm. Man sieht den Ausführungen an, dass der Autor es versteht, sein Fachwissen in den Dienst der Unterhaltung der breiten Masse zu stellen. Er bespricht die Themen so, dass es den Anfänger für dieses Themengebiet begeistern könnte. Die Themenauswahl fällt auch entsprechend aus: Sexualität und Homosexualität wurden ganz am Anfang besprochen. „Ein hoher IQ“, „Gehirnerkrankungen bei Künstlern“, wie Hieronymus Bosch zu seinen sonderbaren Visionen kam, die er in seinen Bildern zeigte und unsterblich wurde, auch „Die Alzheimer- Krankheit und andere Formen der Demenz“ uvm. sind dabei. Die Vielfalt an Themen ist schon beachtlich. Manches ist aber zu flach, zu vereinfacht dargestellt worden. Neues ist rar, es gibt recht viele Allgemeinplätze. Manche These erschien mir zu steil und wenig begründet, manches auf Missverständnissen basiert, in etwa, auf welcher Grundlage die Russen ein Gesetz bezüglich der Verbreitung der Homosexualität verabschiedet hatten. Hier erschien mir die Integrität des werten Autors doch eher angeknackst. Erst brüstet er sich damit, welch enormes Interesse und großen Erfolg er in Moskau mit seinem Buch zelebrieren konnte, um dann zu erklären, wie verkehrt und rückständig er die Russen doch findet, a lá: Das viele Geld nehme ich schön mit, in der Heimat sind die Leute ja nicht so leicht zu begeistern, und hinterrücks lästere ich über euch. Es ist nichts Neues. Solch chauvinistische Handhabe hat eine lange Tradition, gehört in Europa nach wie vor „zum guten Ton“. Aber dass man sich selbst dabei nicht seltsam vorkommt und damit noch prahlt! Kopfschüttel. Auch Swaabs Umgang mit Quellen rief bei mir ähnliche Reaktion, denn sie fehlten komplett. Hinten im Buch gibt es nach Glossar von 9 S. „Literatur“ erst allgemein, paar Titel, dann nach Kapiteln sortiert, aber ohne jede Referenz zur jeweiligen Seite. Man kann sich also kaum zusammenreimen, wo genau er manche steile These herhat und worauf sich seine Ausführungen insg. stützen. Das Buch ist sonst schön gestaltet: Festeinband in Türkis, Umschlagblatt. Es ist normal groß, wiegt 1440gr. Kommt durchaus als Geschenk infrage. Fazit: Für Laien, die primär Unterhaltung suchen und doch noch etwas über das Gehirn und seine Funktionsweise erfahren möchten, um damit in etwa auf einer Party aufzutrumpfen, ist dieses Buch prima geeignet. Die vielen bunten Bilder, kurze Unterkapitel, v.a. die Art der Stoffdarbietung sprechen dafür. Auch die Anfänger, die einen leichteren Einstieg ins komplexe Thema Gehirn suchen, werden hier gut bedient. Trotz mancher Schwächen vergebe ich mit viel Wohlwollen 4 Sterne.

  • Wedma

    4/5

    26.01.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Buch ist recht gut,…

    Das Buch ist recht gut, leserfreundlich gestaltet, eher etwas für Einsteiger, die sich für das Thema begeistern wollen, um evtl. später auf seriösere Ausführungen umzusteigen. Die 536 Seiten des reinen Textes sind in 28 Kapitel gegliedert. Diese sind nach 7 Themengebieten zusammengefasst worden: „Die Entwicklung unseres Gehirns im kulturellen Umfeld“, „Die Kunst und das Gehirn“, „Die Musik und das Gehirn“, „Gehirn, Beruf und Autonomie“, „Die Umgebung und das Geschädigte Gehirn“, „Das Denken über das Gehirn und uns selbst“, „Neue Entwicklungen und Gesellschaftlichen Konsequenzen“. Die Kapitel sind in kleinere Unterkapitel von 1-6 Seiten unterteilt. Darin gibt es sehr oft Bilder, Zeichnungen, sodass man insg. nicht allzu viel Text pro Seite hat und sich eher in einem Unterhaltungs- als Lehrbuch fühlt. Gleich zu Anfang gibt es „Schematische Darstellung des Gehirns im Längsschnitt“ und weitere Zeichnungen, die verschiedene Teile der Hirnrinde dem Leser erklären und das Verstehen der Ausführungen erleichtern. Vor kleineren Kapiteln gibt es gute Zitate: „Spazieren geht man nicht für den Körper, sondern für den Geist.“ S. 367 „Unser Leben spielt sich zwischen dem ersten und dem letzten Lächeln ab.“ S. 351, uvm. Man sieht den Ausführungen an, dass der Autor es versteht, sein Fachwissen in den Dienst der Unterhaltung der breiten Masse zu stellen. Er bespricht die Themen so, dass es den Anfänger für dieses Themengebiet begeistern könnte. Die Themenauswahl fällt auch entsprechend aus: Sexualität und Homosexualität wurden ganz am Anfang besprochen. „Ein hoher IQ“, „Gehirnerkrankungen bei Künstlern“, wie Hieronymus Bosch zu seinen sonderbaren Visionen kam, die er in seinen Bildern zeigte und unsterblich wurde, auch „Die Alzheimer- Krankheit und andere Formen der Demenz“ uvm. sind dabei. Die Vielfalt an Themen ist schon beachtlich. Manches ist aber zu flach, zu vereinfacht dargestellt worden. Neues ist rar, es gibt recht viele Allgemeinplätze. Manche These erschien mir zu steil und wenig begründet, manches auf Missverständnissen basiert, in etwa, auf welcher Grundlage die Russen ein Gesetz bezüglich der Verbreitung der Homosexualität verabschiedet hatten. Hier erschien mir die Integrität des werten Autors doch eher angeknackst. Erst brüstet er sich damit, welch enormes Interesse und großen Erfolg er in Moskau mit seinem Buch zelebrieren konnte, um dann zu erklären, wie verkehrt und rückständig er die Russen doch findet, a lá: Das viele Geld nehme ich schön mit, in der Heimat sind die Leute ja nicht so leicht zu begeistern, und hinterrücks lästere ich über euch. Es ist nichts Neues. Solch chauvinistische Handhabe hat eine lange Tradition, gehört in Europa nach wie vor „zum guten Ton“. Aber dass man sich selbst dabei nicht seltsam vorkommt und damit noch prahlt! Kopfschüttel. Auch Swaabs Umgang mit Quellen rief bei mir ähnliche Reaktion, denn sie fehlten komplett. Hinten im Buch gibt es nach Glossar von 9 S. „Literatur“ erst allgemein, paar Titel, dann nach Kapiteln sortiert, aber ohne jede Referenz zur jeweiligen Seite. Man kann sich also kaum zusammenreimen, wo genau er manche steile These herhat und worauf sich seine Ausführungen insg. stützen. Das Buch ist sonst schön gestaltet: Festeinband in Türkis, Umschlagblatt. Es ist normal groß, wiegt 1440gr. Kommt durchaus als Geschenk infrage. Fazit: Für Laien, die primär Unterhaltung suchen und doch noch etwas über das Gehirn und seine Funktionsweise erfahren möchten, um damit in etwa auf einer Party aufzutrumpfen, ist dieses Buch prima geeignet. Die vielen bunten Bilder, kurze Unterkapitel, v.a. die Art der Stoffdarbietung sprechen dafür. Auch die Anfänger, die einen leichteren Einstieg ins komplexe Thema Gehirn suchen, werden hier gut bedient. Trotz mancher Schwächen vergebe ich mit viel Wohlwollen 4 Sterne.

  • Raumzeitreisender

    aus Ahaus

    4/5

    12.11.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Gehirn erforscht sich…

    Das Gehirn erforscht sich selbst Sind wir mehr als unser Gehirn? Hirnforscher Dick Swaab dämpft in seinem Buch die Erwartungen spirituell eingestellter Menschen und legt den Fokus auf die kreativen Leistungen des Gehirns, die zu hundert Prozent auf einer Interaktion zwischen Vererbung und Umgebung beruhen. (21) Das Gehirn ist zu komplex für eine zentrale Steuerung, es entwickelt sich wie ein selbstorganisierendes System. Selbstorganisation funktioniert in der Natur und auch in Unternehmen. (46/47) Die Gehirne von Jungen und Mädchen unterscheiden sich bereits in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft. (62) Diese frühe geschlechtliche Differenzierung des Gehirns wird von vielen Feministinnen geleugnet, die das Geschlecht für ein soziales Konstrukt halten. Auch hat das soziale Umfeld keinerlei Einfluss auf die sexuelle Orientierung. Insofern sind sämtliche Behandlungen mit dem Ziel, hieran etwas zu ändern, zum Scheitern verurteilt. Es beeinflusst daher auch nicht die sexuelle Orientierung, wenn Kinder bei homosexuellen Eltern aufwachsen. Kultur ist keine Erfindung des Menschen. Eine kulturelle Wissensvermittlung ist auch in der Tierwelt erkennbar, wenn z.B. Werkzeuge für die Nahrungssuche benutzt werden. Menschenaffen kennen moralische Regeln, Affen können sich altruistisch verhalten und Elefanten kennen Trauer. Swaab macht deutlich, dass moralische Regeln genetisch verankert sind, weil sie für das Funktionieren einer Gruppe bedeutend sind. Diese Regeln sind älter als die Bibel. (96/97) Wird sich das Gehirn des Homo sapiens evolutionär weiterentwickeln? Hierzu schreibt der Autor: „Mutationen haben gegenwärtig nicht mehr die Chance, sich in einer isolierten Gruppe auszubreiten“. (137) Das klingt plausibel. Wenn er schreibt, dass Mutationen erst einmal die Möglichkeit bekommen müssen, sich zu vervielfältigen und dies nur in der Isolation passieren kann, kommen mir Zweifel. Fehlende Isolation bedeutet doch nur, dass sich keine neuen Arten entwickeln können; eine evolutionäre Weiterentwicklung der Art selbst ist dennoch möglich. Swaab verfügt über ein breites Wissen, welches er auch anschaulich vermittelt. So macht er deutlich, wo der evolutionäre Vorteil der Kunst liegt (150) und was die abstrakte Kunst von z.B. Piet Mondrian im Gehirn bewirkt. (173) Er beschreibt die Auswirkungen von Gehirnerkrankungen auf die Kunst und analysiert die Voraussetzungen für Kreativität. Auf vielen Seiten beschreibt er die Wirkungen der Musik auf das Gehirn. Letztlich sind Kunst und Musik – ebenso wie die Sprache – Kommunikationssysteme und aus dem Blickwinkel der Evolution mit (Überlebens-)Vorteilen verknüpft. Swaab argumentiert naturalistisch. In der Evolution ist kein Platz für Teleologie; einen Sinn können wir uns nur selbst geben. Nahtodeserfahrungen beruhen auf einer mangelhaften Blutversorgung der Augäpfel und können in einer Zentrifuge simuliert werden. (431) Der Autor vermutet, dass manche der religiösen Persönlichkeiten in der Menschheitsgeschichte unter einer besonderen Form der Epilepsie litten, die zu Halluzinationen führt. Der freie Wille ist eine Illusion, wie verschiedene Experimente belegen. Das Bewusstsein interpretiert nachträglich unbewusste Entscheidungen des Gehirns. (460) Die Ausführungen von Swaab können auf religiöse Menschen provozierend wirken. Sie beruhen aber auf dem aktuellen Stand der Naturwissenschaften und sind empirisch überprüfbar. Naturalismus und Esoterik schließen sich gegenseitig aus. Der Autor präsentiert sich offen und lässt Ausschnitte seiner Biografie einfließen. Swaab glänzt mit interdisziplinärem Wissen und versteht es, Zusammenhänge plausibel darzustellen, die Bandbreite seiner Themen ist gewaltig.

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