Im Jahr 2000 hatte sich der traditionelle Heavy Metal, vom Doom bis zum Speed Metal, noch nicht von den Neunzigern erholt. Einem Jahrzehnt, in dem die alten Werte dieser Musikrichtung nicht mehr hoch angesehen waren und Grunge, Crossover und dann auch Gothic Metal für einige Jahre übernahmen. In den USA mag die Situation vielleicht noch härter gewesen sein, was auch ein paar Highschool Kids aus Olympia, Washington, zu spüren bekamen. In den ausführlichen Liner Notes zum Album Power Castle erfährt man, dass man in der Tat als eine Art Schülerband angefangen hat, auch wenn die einzelnen jungen Musiker bereits außergewöhnlich talentiert waren. Relativ schnell erfolgten die ersten Besetzungswechsel und man begann die nun als Power Castle benannte Band äußerst ernst zu nehmen. Ein restauriertes Demo aus dieser Zeit befindet sich auf der CD Version als Bonus. Hier kann man den Hunger und die pure Überzeugung zu jeder Sekunde heraushören, auch wenn man noch nicht perfekt war. Man spielte Auftritte und begann sogar, eine durchaus aufwändige Show zu produzieren alles ohne Plattenvertrag und mauserte sich zu einem angesagten lokalen Act. Trotzdem fiel die Band zeitweise auseinander, und man tauchte zunächst nur 2005 und 2012 kurzfristig wieder auf. 2017 entschloss man sich, die frühen Tracks aufzunehmen, die nun erstmals via Golden Core auf CD und LP vorliegen und das eigentliche Debütalbum ausmachen. Da es dieses Produkt nur digital auf Bandcamp und auf einer Handvoll gebrannten CDRs gab, können wir auch nicht von einem typischen Rerelease sprechen. Das Material der heute erfahrenen Musiker ist die perfekte Mischung aus US-Metal und dem Sound von Iron Maiden.
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