Hörbuchempfehlung für Mark Dawson Fans: Hört euch auch unbedingt die Winter-Black Serie die weltweite Bestseller Reihe von Mary Stone an!
Das rote Zimmer:
Der Privatdetektiv Atticus Priest soll mehr über den Tod eines Mannes herausfinden, der vom Turm der Katehdrale in Salisbury gestürzt ist. Als kurz darauf eine Lokalzeitung ein Video erhält, das zeigt, wie der Tote Sex mit einem Minderjährigen hat, wird Atticus schnell klar, dass es an dem Fall mehr dran ist, als er zunächst angenommen hat.
Geht es um Erpressung? War es ein Suizid? Oder Mord?
Bald tauchen zwei weitere Leichen und zwei weitere Videos auf. Atticus und seiner früheren Chefin Detective Chief Inspector Mackenzie Jones bleibt nicht viel Zeit, den Täter zu fassen, bevor er wieder zuschlägt. Jede weitere Enthüllung zwingt Atticus und Mack, sich ihren eigenen Dämonen zu stellen – und ihren komplizierten Gefühlen füreinander.
Aus dem Englischen übersetzt von Marco Mewes
Während die Ermittlung immer gefährlicher wird, riskieren Atticus und Mack alles, um das Geheimnis der rätselhaften Tode zu lüften. Aber können sie den Täter rechtzeitig schnappen?
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Rüdiger Kaufmann
5/5
04.04.2026
Hörbuch-Download (MP3)
„Das rote Zimmer“ Ein dritter Teil, der die Spannungsschraube weiter anzieht**
Auch im dritten Band der Reihe beweist der Autor erneut, wie konsequent er seine Leser fesseln kann. Die Geschichte setzt die Suche nach dem Täter fort, der bereits im vorherigen Teil im Mittelpunkt stand — und sofort ist man wieder mitten im Geschehen. Die Frage, die einen durch das gesamte Hörbuch begleitet, lautet: Schaffen sie es diesmal endlich, ihn zu finden? Doch genauso drängend bleibt die zweite: Werden sie auch den übergeordneten Fall lösen können?
Atticus Priest steht diesmal unter noch größerem Druck. Ihm werden Steine in den Weg gelegt, Hindernisse, die nicht nur seine Arbeit erschweren, sondern ihn mehrfach selbst in Gefahr bringen. Genau das sorgt dafür, dass man wieder mitfiebert, mitleidet und manchmal sogar die Luft anhält. Die Spannung entsteht nicht nur durch den Fall, sondern auch durch die persönliche Bedrohung, die über Atticus schwebt.
Die emotionale Wirkung ist enorm: Man wird wütend, man möchte eingreifen, man möchte die Figuren warnen oder unterstützen — doch als Leser bleibt man, wie so oft, machtlos und kann nur hoffen, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Diese Mischung aus Ohnmacht und Mitfiebern macht den dritten Teil besonders intensiv.
Und das Ende?
Ganz im Stil der Reihe lässt es einen mit einem großen Fragezeichen zurück. Nicht frustriert, sondern elektrisiert. Man weiß, dass man weiterlesen muss, weil die offenen Fragen einen nicht loslassen.
Ein kleiner Kritikpunkt betrifft allerdings nicht die Geschichte selbst, sondern die Produktion des Hörbuchs: Am Ende wird Werbung für eine andere Reihe eingespielt — an sich völlig legitim. Doch die Formulierung, man habe „vielleicht eine Reihe, die noch besser ist als das, was Sie gerade gehört haben“, wirkt in diesem Kontext befremdlich. Besonders, weil die Atticus‑Priest‑Reihe zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist. Das nimmt dem Moment etwas von seiner Wirkung, auch wenn es den Inhalt des Buches selbstverständlich nicht schmälert.
Nicole Thöne
aus Castrop-Rauxel
5/5
21.09.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Echt gut
Die Empfehlung, die Werke in der richtigen Reihenfolge zu hören, verdeutlicht die Bedeutung des Zusammenhangs zwischen den einzelnen Teilen, insbesondere im Hinblick auf die Beziehung zwischen Mac und Atticus. Während ich das Hörbuch als informativ und ansprechend empfunden habe, da es Antworten auf zahlreiche Fragen lieferte, blieb dennoch der flüssige Schreibstil nicht ohne Kritik. Die Dynamik der Ermittlungen litt unter einer gewissen Monotonie, besonders durch die häufigen Dialoge, in denen Mac Atticus immer wieder daran erinnerte, sich an die Regeln zu halten. Diese ständigen Wiederholungen konnten schnell als eintönig wahrgenommen werden und trugen nicht zur Spannung bei.
Ein weiteres Manko stellte der übermäßige Einsatz von Detailbeschreibungen dar. So wurde die Zubereitung eines Frühstücks unnötig ausführlich geschildert, was den Lesefluss erheblich verlangsamte. Hier wäre es wünschenswert gewesen, den Figuren mehr Freizeitmomente zu gönnen, um die Beziehung zwischen Mac und Atticus außerhalb ihres beruflichen Umfeldes zu beleuchten. Solche Szenen könnten der Geschichte neue Facetten verleihen und die gesprochene Narration auflockern. Zudem könnte eine Berücksichtigung positiver Wetterbedingungen in zukünftigen Fortsetzungen dazu beitragen, der vorherrschenden düsteren Atmosphäre entgegenzuwirken.
Trotz dieser Kritikpunkte wurden die spannenden Handlungsstränge und die gut ausgearbeitete Differenzierung der Charaktere positiv hervorgehoben. Der erste Mord war herausragend inszeniert; jedoch blieb der Wunsch nach einer stärkeren sprachlichen Differenzierung der Protagonisten. Die Inhalte waren gut dosiert und überstrapazierten nicht das Kopfkino der Krimifans. Abschließend ist die Leistung der Sprecher hervorzuheben, die exzellente Arbeit geleistet haben und somit zur Gesamterfahrung maßgeblich beitrugen.
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