Innerhalb weniger Tage wird die Berliner Kripo mit zwei Morden konfrontiert. Die vierzig Jahre alten Männer wurden brutal hingerichtet, und um beide Opfer hatte der Täter einen Kreidekreis gezogen.
Bei seinen eigenwilligen Recherchen stößt Kommissar Rochas, der Neue im Team von Engels und Bär, auf die scheinbar unabhängigen Geschichten zweier Familien.
Im Zuge der Ermittlung fügen sich diese dramatisch zusammen und offenbaren den Blick auf eine Tragödie, die bereits zwei Jahrzehnte zurückliegt.
Schnell wird klar: Der Mörder befindet sich bereits in unmittelbarer Nähe seines nächsten Opfers. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
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Zwei Morde. Ein Kreidekreis. Und eine Vergangenheit, die zurückschlägt.
CleoBe aus Berlin am 23.02.2026
Bewertungsnummer: 3055995
Bewertet: Hörbuch-Download
Kreide auf Asphalt, die Vergangenheit erwacht, zwei Morde, ein Schweigen in dunkler Nacht. Engels und Bär im Wettlauf der Zeit und eine Vergangenheit, die sich nicht länger zum Schweigen bringen lässt…
Blutkreide zieht Kreise und du kannst nicht weg. Ein Hörbuch, das bleibt.
Wenn ein Zeichen am Boden mehr sagt als tausend Worte – Es gibt Kriminalgeschichten, die beginnen laut. Mit Sirenen, mit Chaos, mit Schreien. Und dann gibt es jene, die mit einem stillen Symbol starten – einem Kreidekreis um einen leblosen Körper. Ein Zeichen, das Fragen aufwirft. Ein Kreis, der nicht schützt, sondern anklagt. „Blutkreide – Ein neuer Fall für Engels und Bär“ von Rose-Mary Hein gehört genau in diese zweite Kategorie. Schon zu Beginn wird deutlich: Hier geht es nicht nur um Mord. Hier geht es um Erinnerung, um alte Wunden und um Schuld, die nie wirklich verjährt. Hier haben wir eine Geschichte, die sich wie ein Schatten über Berlin legt und den Hörer mit einer drängenden Frage zurücklässt: Was, wenn die Vergangenheit niemals wirklich endet? Wenn du jetzt neugierig geworden bist, dann komm doch mit auf eine Buchlänge nach Berlin. Auf geht’s…
Ein Team unter Spannung: neue Dynamiken, alte Abgründe – Innerhalb weniger Tage wird die Berliner Kripo mit zwei brutalen Hinrichtungen konfrontiert. Beide Opfer sind vierzig Jahre alt. Beide wurden mit erschreckender Präzision getötet. Und um beide zieht der Täter einen Kreidekreis – beinahe ritualhaft, beinahe demonstrativ. Schnell wird klar: Das ist kein Zufall. Und es wird nicht bei zwei Opfern bleiben. Das Ermittlerduo Engels und Bär steht erneut vor einem hochbrisanten Fall. Doch dieses Mal ist etwas anders: Mit Kommissar Rochas kommt ein neuer Kollege ins Team.
Und genau diese Konstellation bringt eine spürbare Dynamik mit sich. Rochas recherchiert eigenwillig, denkt quer, stellt Fragen, die unbequem sind. Während Engels und Bär mit Erfahrung und Intuition arbeiten, bringt Rochas einen frischen Blick auf die Dinge und stößt dabei auf scheinbar unabhängige Familiengeschichten. Was zunächst wie lose Puzzleteile wirkt, fügt sich nach und nach zu einem erschütternden Gesamtbild zusammen.
Zwei Familien. Zwei Lebenswege. Eine Tragödie, die zwanzig Jahre zurückliegt. Und ein Motiv, das tief unter der Oberfläche gärt. Rose-Mary Hein gelingt es, diese Verbindungen mit großer Sorgfalt aufzubauen. Nichts wirkt konstruiert, nichts überhastet. Stattdessen entsteht ein fein gesponnenes Netz aus Vergangenheit und Gegenwart, aus Schuld und Konsequenz.
Spannung, die sich leise steigert – Was diesen Krimi besonders macht, ist sein Tempo. Es ist kein reines Actionfeuerwerk. Die Spannung entsteht durch Recherche, durch Gespräche, durch das allmähliche Erkennen von Zusammenhängen. Man spürt die Zeit im Nacken der Ermittler. Spürt, wie sich der Kreis – im wahrsten Sinne des Wortes – enger zieht.
Als deutlich wird, dass der Täter sich bereits in unmittelbarer Nähe seines nächsten Opfers befindet, kippt die Atmosphäre endgültig. Aus Ermittlungsarbeit wird ein Wettlauf gegen die Uhr. Und plötzlich zählt jede Entscheidung. Der Schluss kommt überraschend, aber nicht willkürlich. Er ist logisch, konsequent und zugleich emotional aufgeladen. Ein Ende, das nicht nur aufklärt, sondern nachwirkt.
Berlin als stiller Mitspieler – Die Hauptstadt bildet dabei mehr als nur eine Kulisse. Berlin wirkt kühl, urban, manchmal distanziert und gerade deshalb passend. Zwischen Altbauten, Hinterhöfen und anonymen Straßenzügen entfaltet sich eine Geschichte, die zeigt, wie dicht Menschen nebeneinander leben und wie wenig sie oft voneinander wissen. Rose-Mary Heinschreibt klar, präzise und ohne unnötige Ausschmückungen. Ihre Sprache ist schnörkellos, aber niemals emotionslos. Sie vertraut auf ihre Figuren und auf die Kraft der Geschichte und genau das macht diesen Krimi so authentisch.
Parker Heimlich: eine Stimme, die trägt – Und dann ist da diese Stimme. Parker Heimlich liest nicht einfach, er gestaltet. Jede Figur erhält durch seine Interpretation eine eigene Nuance. Engels klingt erfahren und konzentriert, Bär ruhig und bedacht, Rochas suchend und zugleich entschlossen. Die Dialoge wirken lebendig, die Spannung greifbar. Besonders in den ruhigeren Momenten entfaltet sich seine Stärke. Wenn Zweifel hörbar werden. Wenn ein Gedanke nachhallt. Wenn ein Satz einen Abgrund öffnet.
Seine Stimme gibt der Geschichte Tiefe und Intensität und macht aus einem sehr guten Krimi ein fesselndes Hörerlebnis. Ich konnte nicht pausieren. Nicht, weil ich keine Zeit gehabt hätte, sondern weil ich nicht wollte. Dieses Hörbuch zieht hinein und lässt einen erst wieder los, wenn der letzte Ton verklungen ist.
FAZIT: Mehr als ein Fall. Eine Geschichte über Vergänglichkeit und Konsequenz – Dieses Hörbuch – dieser Krimi – dieser tolle Roman bekommt von mir eine absolute Lese- und Hör-Empfehlung. „Blutkreide – Ein neuer Fall für Engels und Bär“ von Rose-Mary Hein ist ein durchdachter, atmosphärisch dichter Kriminalroman, der mit psychologischer Tiefe und kluger Konstruktion überzeugt. Die Handlung ist spannend von der ersten bis zur letzten Minute, die Figuren glaubwürdig und vielschichtig. Besonders beeindruckend ist die Art, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben werden. Die Geschichte zeigt, dass Taten ihre Spuren hinterlassen, manchmal unsichtbar, manchmal in Form eines Kreidekreises auf kaltem Asphalt. Und dass Gerechtigkeit nicht immer geradlinig verläuft. In Kombination mit der intensiven, feinfühligen Lesung von Parker Heimlich entsteht ein Hörbuch, das unter die Haut geht. Es ist spannend, berührend und zugleich nachdenklich machend. Für Krimifreunde ist dieses Werk eine klare Empfehlung. Für mich persönlich war es ein Hörgenuss mit Sogwirkung – eines dieser Hörbücher, bei denen man am Ende kurz innehält und denkt: „Wow.“
Persönliches Schlusswort – Dieses Hörbuch hat mich nicht nur wegen seiner Spannung gepackt, sondern wegen seiner Emotionalität im Hintergrund. Hinter all der Ermittlungsarbeit steht eine Geschichte über Verletzungen, über verlorene Jahre und über die Frage, wie lange Schuld wirklich schweigt. Ich habe jede Minute genossen, die düstere Atmosphäre, die klugen Wendungen und vor allem die Stimme von Parker Heimlich, die der Geschichte Leben eingehaucht hat. „Blutkreide“ ist für mich kein Krimi zum Nebenbei-Hören. Es ist einer, den man bewusst erlebt. Und während der letzte Satz noch nachklang, war mein erster Gedanke: Bitte mehr davon. Mir bleibt jetzt nur dir eine schöne Lese- oder Hörreise zu wünschen, denn so manche Kreide lässt sich wegwischen. Aber diese Geschichte bleibt.
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