Sie folgte dem weißen Kaninchen.
Nicht aus Neugier. Aus Hunger.
Ihr Leben war makellos, kontrolliert, leer - bis ein schwarzer
Umschlag alles veränderte. Bis ein Name in ihr brannte,
den sie nicht kannte. Bis sie eine Tür betrat, hinter der keine
Regeln mehr galten.
Wonderland ist kein Ort. Es ist ein Spiegel.
Und Matthew Hatter ist der Mann, der sie zwingt
hineinzusehen.
Hier wird ihr nichts erspart werden. Keine Zweifel, keine
Entscheidungen, keine Momente, in denen sie nicht mehr weiß,
wo sie aufhört und er beginnt.
Du erlebst alles so, wie ich sie erlebt hat - nah, ungefiltert,
unausweichlich.
Denn Wonderland gibt nichts zurück.
Außer dem, was man zu finden bereit ist.
Expliziter Inhalt. Ab 18.
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Der Spielemacher von Wonderland...
Nicole_Leseeule aus Am Mellensee am 09.06.2026
Bewertungsnummer: 3163232
Bewertet: eBook (ePUB)
„Welchen Weg soll ich nehmen?, fragte Alice im Wunderland an einer Kreuzung die Katze. Das hängt davon ab, wohin du willst!„
(Lewis Carroll, aus Alice im Wunderland)
Ich liebe „Alice im Wunderland“ und all ihre verschiedenen Facetten. Von Kind an, hat mich diese Geschichte fasziniert. Anna Dawn hat sich nun ihr eigenes Wonderland geschrieben. Die Reihe ist ein Dark-Romance-Retelling – düster, sinnlich, kompromisslos. Vier Bände, zwei Eröffnungstermine: Band 1 Whispers of Wonderland und Band 2 Echoes of Wonderland am 01.06.2023 sowie Band 3 Shadows of Wonderland und Band 4 Secrets of Wonderland am 01.08.2026. Das Besondere: Jede Geschichte wird zweimal erzählt – einmal in der Ich-Perspektive (Whispers & Secrets), einmal aus der Erzählerperspektive (Echoes & Shadows). Zwei Blickwinkel, eine Welt, doppelte Wahrheit.
Obwohl ich lieber in der Ich-Perspektive lese, habe ich mich bewusst für die Erzählvariante entschieden. Echoes beobachtet. Kühl. Allwissend. Ein Blick von außen auf dasselbe Dunkel — und sieht dabei Dinge, die Alessandra selbst nie sehen konnte. Vor allem spiegeln sich hier verschiedene Sichtweisen wieder und gerade das war mit im Wonderland wichtig. Denn jeder, der sich bereits in irgend einer Weise mit dieser Welt auseinander gesetzt hat, weiß wie verwirrend, komplex und vielseitig sie sein kann und hier ist es mir wichtig zu verstehen. Doch ob mir das gelungen ist, keine Ahnung. Wonderland zieht dich mit herein in seine dunklen Abgründe, in seine Welt, in seine Sicht der Wahrheiten oder der Verwirrungen.
Alessandra Libell lebt und arbeitet in New York. Sie erhält eine Einladung in einem geheimnisvollen schwarzen Umschlag mit goldener Schrift direkt ins Wonderland. Natürlich ist sie viel zu neugierig, um der Einladung nicht zu folgen. Doch auf das was sie erwartet war sie nicht vorbereitet. Es ist ein Spiel mit den Sinnen, mit der Wahrheit, mit der Vergangenheit und einer möglichen Zukunft. Dort wird sie als Alice betitelt. Doch von wem kommen diese Einladungen wirklich? Wer spielt dieses Spiel nach welchen Regeln und was ist das Ziel des ganzen? Viele Vermutungen, Halbwahrheiten und eine vertuschte Wahrnehmung. Willkommen im Wonderland, mach dir deinen eigenen Eindruck davon. Und es wird absolut sinnlich, doch nicht ausschließlich. Ohne die Fortsetzung wirst du nicht verstehen, was hier wirklich gespielt wird.
Der Schreibstil ist sehr einnehmend, direkt, komplex und in seiner Erzählvariante einfach faszinierend. Es ist ungefiltert, echt und ohne jede Scharm. Die einzelnen Kapitel tragen passende Überschriften und haben eine unterschiedliche, aber überwiegend kurze Leselänge. Die einzelnen Beschreibungen sind detailliert und allumfassend, auch wenn ich mich manchmal wieder orientieren musste, da einfach viel und auch rasant an Geschwindigkeit verschiedenen Dinge passieren. Die sinnlichen Szenen sind abwechslungsreich, machtvoll und voller Hingabe. Und es ist absolut spannend, fesselnd und beeindruckend zugleich. Die typischen Figuren aus Alice finden sich auch im Buch wieder, manchmal musste ich zwar rätseln, aber ich habe sie wieder gefunden.
Das Buchcover ist in Grün gehalten, mit einer Schachfigur, Rosen und einfach nur beeindruckend, geheimnisvoll und verschleiert, was sich genau hinter den einzelnen Seiten verstecken mag. Auch eine Playlist ist am Ende zu finden.
„Denn Wonderland war kein Ort, an dem man einfach nur stand und beobachtete. Wonderland sah dich an.“
Mein Fazit: Absolut einnehmend und beeindruckend. Etwas zum Kopf anstrengen und entwirren. In diesem Genre völlig neu für mich, aber dennoch geliebt wie alles andere davon. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
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