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Die Nacht der grauen Katzen

Friedrich Gontard

Lilo Beil

(1)
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Beschreibung

"Nun mache ich den Gegenbesuch." Gontard sah die Frau nicht. Die Stimme kam ihm zuerst nicht bekannt vor. Ob er sich doch aus dem Dunkel herauswagen sollte? Was hoffte er zu hören? Irgendetwas in ihrer Stimme veranlasste ihn zu zögern, sich nicht zu erkennen zu geben.

Wir schreiben das Jahr 1988, Friedrich Gontard fehlt noch ein Jahr zum Ruhestand. Als die Leiche eines jungen Mannes gefunden wird, zieht Gontard den Fall an sich. Er hatte das Opfer in der Nähe der alten Arzt-Villa in den Weinbergen noch lebend gesehen. Nun nimmt er die Hinterlassenschaften in der Villa unter die Lupe. Es tauchen Hinweise auf eine Verstrickung des Arztes in die Euthanasiepolitik der Nazis auf. Gontard muss lernen, dass die Geschichte sich ihre Geheimnisse nicht so einfach entreißen lässt.

Im vierten Gontard-Krimi entwirft Lilo Beil ein Zeitgemälde der Achtzigerjahre.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 195 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783956020384
Verlag Conte Verlag
Dateigröße 2568 KB
Verkaufsrang 50378

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Rasant und gut komponiert
von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 01.06.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Kommissar Friedrich Gontard, Ludwigshafen, hat das "Glück" vieler Krimi-Kommissare. Als er privat unterwegs ist, trifft er Thomas Postel lebend, als Kommissar wird er mit dessen Leiche konfrontiert. Wie immer in ihren Krimis greift die Autorin ein brennendes Thema auf. Diesmal sind es die braunen Flecken auf mancher Weste der ... Kommissar Friedrich Gontard, Ludwigshafen, hat das "Glück" vieler Krimi-Kommissare. Als er privat unterwegs ist, trifft er Thomas Postel lebend, als Kommissar wird er mit dessen Leiche konfrontiert. Wie immer in ihren Krimis greift die Autorin ein brennendes Thema auf. Diesmal sind es die braunen Flecken auf mancher Weste der bundesrepublikanischen Honoratioren. Hier handelt es sich grossenteils um Ärzte, denn es geht um Euthanasie und den sozialdarwinischen Wahn der NS-Zeit. Für Gontard und die Leser fügen sich im Laufe der Recherchearbeit die Mosaiksteine zusammen. Doch die Autorin sorgt auch für manche Überraschung. Die Handlung schwingt zwischen Pfalz, Ludwigshafen und dem südlichen Odenwald. Der Beil/Gontard-Leser hat sich an diese Umgebung gewöhnt und möchte sie nicht missen. Allerdings gibt es etwas viel Tote (schon vor der eigentlichen Handlung; aber keine abstossenden Serienmorde!), gerade im Umfeld des Thomas Postel. Die meisten sind durch die raffinierte Konstruktion der Vorgeschichte gut motiviert. Einige Schablonen (Neureiche mit Designercouch; 50-er Jahre mit Nierentisch und tütenfömigen Wandlampen) steckt man als Leser weg. Wenn man an die sozialdarwinischen Thesen des Thilo Sarrazin und seinem massiven Zuspruch aus dem Volke denkt, hat Lilo Beil ganz unaufgeregt wieder ein aktuelles Thema verarbeitet. Der bisher rasanteste Gontard-Krimi kann all denen bestens empfohlen werden, die einen soliden Krimi lesen wollen, ganz ohne brutale, groteske Todesarten. Der Stoff aus der Mitte des letzten Jahrhunderts ist makaber genug.


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