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Unterleuten

Roman

Juli Zeh

(75)
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Beschreibung


Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Claudia Hüllmann, Literatur-Expertin Thalia:
"Unterleuten" ist der Name eines Dorfes in Brandenburg, und dieser Name ist gleichzeitig Programm. Es gibt zahlreiche handelnde Personen, die alle, mehr oder weniger, miteinander verbunden sind. Zwei junge Paare, die vor Kurzem hierher gezogen sind und nun versuchen, in der Gemeinschaft Fuß zu fassen - und zwei seit Ewigkeiten hier lebende verbohrte alte Männer, die aus ihrer Feindschaft keinen Hehl machen. Wiederum andere, die von diesen mehr oder weniger abhängig sind und Partei ergreifen. Juli Zeh schafft ein umfangreiches Spektrum von Charakteren, und auf den 640 Seiten, die dieser Roman umfasst, hat sie sich die Zeit genommen, diese in ihren Handlungen und Befindlichkeiten auf das Gründlichste zu beschreiben. Der Roman beginnt in der Wendezeit; diese schuf Tatsachen und Probleme, mit denen einige überfordert sind. Andere nutzten ihre Chance, wie Gombrowski, der aus der heruntergewirtschafteten LPG ein florierendes landwirtschaftliches Unternehmen machte. Kron, sein Gegner in der Gemeinschaft, der aus seiner Feindschaft keinen Hehl macht, provoziert und sabotiert ihn, wann immer sich eine Gelegenheit bietet. Als von übergeordneter Stelle der Beschluss gefasst wird, hier einen Windpark zu etablieren, schafft das Stoff für neue Konflikte. Im weitesten Sinne ist das auch einer der Gründe, warum Frederik, der Partner von Linda, eines der beiden Paare, die sich hier eine Zukunft aufbauen wollten, ums Leben kommt. Der Roman ist sehr lesenswert, die Fülle der Facetten, mit denen Juli Zeh ihre Personen ausstattet, ist beeindruckend, die Handlung voller Spannung, manchmal komponiert wie ein Stück Musik. Nicht zuletzt spielt bei der Beschreibung der Natur auch die Liebe der Autorin zu ihrer Heimat eine Rolle, einem Dorf in Brandenburg.


"Mitreißend geschrieben, lebendig und spannend - ein großer Roman." Natascha Geier / ARD Das Erste (ttt -titel thesen temperamente)

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 640
Erscheinungsdatum 08.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87487-6
Verlag Luchterhand
Maße (L/B/H) 22,1/13,9/5,3 cm
Gewicht 837 g
Verkaufsrang 19614

Buchhändler-Empfehlungen

Eva Lamberth, Thalia-Buchhandlung

Juli Zeh führt uns in diesem vielschichtigen modernen Gesellschaftsroman in das fiktive Dorf Unterleuten, in dem es eine ganz eigene Hierarchie gibt und jeder Bewohner seine eigenen speziellen Marotten und Probleme hat. Großartig geschrieben und fesselnd bis zur letzten Seite!

Ein Gesellschaftsroman, der auch noch in 10 Jahren aktuell sein wird.

Sarah Strehle, Thalia-Buchhandlung Ahrensfelde

"Das Dorf verhielt sich wie ein Kind, das von Hautausschlag befallen war. Die Klatschsucht war ein Juckreiz, und das Dorf kratzte sich." (Arne Seidel, Bürgermeister von Unterleuten) Ein idyllisches Dorf in der Nähe Berlins mit Wald und Wiesen, die zum Wandern einladen, frische saubere Luft, so weit die Lunge reicht. Dazu ein Vogelschutzgebiet, wo begeisterte (Hobby-)Ornithologen den Kampfläufer beobachten können. Im Dorf kennt und (miss-)traut man sich. Und dann taucht so eine Firma auf und will einen Windpark bauen. Plötzlich bricht emotionsgeladenes Chaos zwischen den Dörflern aus, alte Fehden erwachen zu neuem Leben, neue Streitereien werden entfacht und dann verschwindet auch noch ein Kind... Fast wie ein Krimi liest sich Juli Zehs Gesellschaftsroman, dabei spielt er in einer solch schönen Idylle. Aber der Schein trügt ja bekanntlich. Die Autorin nimmt den Leser mit in das Seelenleben ihrer 11 Figuren, lässt ihn tief blicken auf die Oberflächlichkeit, den Egoismus, die Sturheit, den Wahnsinn, die Weltfremdheit, die Selbstüberschätzung. Innerhalb weniger Zeilen hat man genau ein Bild der jeweiligen Charaktere vor Augen. Das ist großartiges Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite. Großartig!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
75 Bewertungen
Übersicht
56
15
2
1
1

Langatmig und ohne Spannung
von einer Kundin/einem Kunden aus Neverin am 10.10.2020
Bewertet: Medium: Hörbuch-Download

Ich liebe Hörbücher, die mich beim Walken so fesseln oder so unterhaltsam sind (z. Bsp. Thomas Gottschalks Biografie), dass ich den langen Laufweg vergesse. "Unter Leuten" erzählt ganz gewöhnliche Geschichten. Es kommen mir auch zu viele Personen vor, ich habe keine richtigen Hauptdarsteller ausmachen können. Schade ums Geld! Ic... Ich liebe Hörbücher, die mich beim Walken so fesseln oder so unterhaltsam sind (z. Bsp. Thomas Gottschalks Biografie), dass ich den langen Laufweg vergesse. "Unter Leuten" erzählt ganz gewöhnliche Geschichten. Es kommen mir auch zu viele Personen vor, ich habe keine richtigen Hauptdarsteller ausmachen können. Schade ums Geld! Ich habe bei Kapitel 37 abgebrochen.

Wie der Kampf um erneuerbare Energien die Gesellschaft spaltet
von einer Kundin/einem Kunden aus Kirkel am 15.08.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

In diesem Buch von Juli Zeh wird deutlich, wie uns dieses Thema spaltet. Eine packende Geschichte, nur das Ende hätte ich mir etwas ausführlicher vorgestellt. Aber man sollte dieses Buch unbedingt gelesen haben.

Dieses Buch hat mich überwältigt. Es ist für mich der gesellschaftskritische Roman des Jahres 2018, wenn nicht sogar des Jahrzehnts.
von das_lese_wesen am 19.04.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein Roman, der mich 2018 sehr bewegt hat. Warum? Weil er auf sehr beeindruckende Art und Weise, im Kleinen die großen Probleme unserer Gesellschaft beschreibt. Da sind zum einen die sich im Stich gelassen fühlenden Ostdeutschen, an denen Globalisierung und Digitalisierung viel zu schnell vorüber geht. Zum anderen sind da profitg... Ein Roman, der mich 2018 sehr bewegt hat. Warum? Weil er auf sehr beeindruckende Art und Weise, im Kleinen die großen Probleme unserer Gesellschaft beschreibt. Da sind zum einen die sich im Stich gelassen fühlenden Ostdeutschen, an denen Globalisierung und Digitalisierung viel zu schnell vorüber geht. Zum anderen sind da profitgierige Männer und Frauen, die bereit sind, für das eigene Fortkommen einen hohen Preis zu bezahlen - auch auf Kosten Anderer. Was bleibt ist der Bruch jahrelanger Freundschaften, Beziehungen und irgendwo auch ein tiefer Riss in der Gesellschaft. Im Buch, wie in der Realität. Das Buch ist für mich ein großer Gesellschaftsroman, der die Probleme und Konflikte unserer Zeit extrem gut darstellt. Und der irgendwie auch als Spiegel fungiert hat, für das eigene Verhalten und für das von Bekannten, Freunden und Familie. Wer ihn noch nicht gelesen hat, sollte dies schleunigst nachholen. [Unbezahlte Werbung, da Verlagsnennung] Schaut doch gerne mal auf unserem Instagram-Blog (das_lese_wesen) vorbei


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