Christchurch/Neuseeland. Privatdetektiv Theo Tate läßt auf dem örtlichen Friedhof die Leiche
eines alten Mannes exhumieren. Doch anders als erwartet liegt im Sarg der
Körper einer jungen Frau. Kurz darauf treiben weitere Leichen im Friedhofsee. Wie kamen sie dort hin? Ein Serienmörder
ist am Werk - und Tate will ihn fassen! Der private Ermittler gerät jedoch
selbst ins Visier der Polizei und auch der Killer ist ihm auf den Fersen ...
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Tätersuche in Christchurch
Wortschätzchen aus Kreis Heidelberg am 29.04.2021
Bewertungsnummer: 1028545
Bewertet: Hörbuch-Download
Theo Tate, ehemaliger Polizist und nun Privatdetektiv, findet bei einer Exhumierung nicht die erwartete Leiche im Sarg vor, sondern den Körper einer jungen Frau. Als dann noch drei Tote an der Oberfläche des Friedhofssees auftauchen ist allen klar, dass ein Serienmörder sein Unwesen treibt. Eine Sensationsreporterin jagt Tate, der bei der Recherche nicht immer nüchtern ist und auch nicht immer ganz legal handelt. Wie sehr er selbst tatsächlich von der Sache betroffen ist, weiß sie nicht, doch sie will ihn eindeutig vernichten. Und Tate hat nichts mehr zu verlieren
Stefan Kaminski hat mich von ersten Satz an tief in die Story gezogen. Paul Cleave gibt seinen Charakteren sehr viel Raum und Leben, doch dieser Sprecher schaltet ein Kopfkino sondergleichen ein. Einzig seine Art, wie er Frauen verkörpert, gefällt mir nicht sonderlich, denn sie scheinen bei ihm alle arme Hascherl zu sein und wirken zu verschreckt, stereotyp und hilflos. Keine seiner Frauenfiguren ist tough oder selbstbewusst, wobei ich mir sehr gut vorstellen kann, dass sie es bei Paul Cleave sehr wohl sind. Dennoch er gibt Tate die perfekte Stimme und was er erzählt, bewegt mich tief. Nein, das stimmt so nicht es ist wohl eher das, was er nicht erzählt und was der Leser sich zusammenreimen muss und kann.
Ermittler mit einem mehr oder minder großen Knacks sind seit einigen Jahren in. Theo Tate hat ein wenig was von Stefan Bergmann von Hjorth und Rosenfeldt, ist aber vielleicht weil nicht skandinavisch, sondern dem völlig anders geprägten neuseeländischen Lifestyle entsprechend energischer und kämpferischer. Als Hörer ist man auch dann geneigt, ihn zu mögen, wenn er etwas macht, das man nicht gutheißen mag. Kurz: er ist trotz allem ein Sympathieträger. Seine nach und nach ans Licht kommende Vergangenheit erklärt vieles.
Die Story selbst ist spannend von Anfang bis Ende. Immer mehr zieht Cleave die Schraube enger an, sodass der Hörer atemlos den Worten lauscht. Immer verworrener und dramatischer wird es, als selbst diejenigen bei der Polizei, die Theo Tate wohlgesonnen waren, diesen ins Fadenkreuz nehmen. Es gibt keine überraschenden Wendungen, aber doch überraschende Erkenntnisse. Besonders gefällt mir die gekonnt dosierte Zugabe eine Prise bissigem, schwarzem Humor.
Es wundert nicht, dass Die Toten schweigen nicht der Auftakt einer Reihe ist. Theo Tate bietet viel Potenzial für einen besonderen Ermittler. Sein Background ist interessant und als Hörer möchte man tatsächlich gerne wissen, wie es mit ihm weitergeht und ob er in ein normales Leben zurückfinden kann. Bisher hatte ich noch kein anderes Hör-/Buch dieses Autoren genossen, werde mir den Namen aber ganz sicher gut merken!
Anfangs schleppend, dann spannend
Elke aus Heiligenhaus am 29.04.2021
Bewertungsnummer: 1487605
Bewertet: Hörbuch-Download
Im Gegensatz zum zweiten Band, bei dem es nur ganz wenige Statisten gibt, haben wir es hier mit einigen Figuren zu tun, die die Szenerie füllen. Diese sind gut skizziert, man hat beim Hören eine Vorstellung von den Persönlichkeiten. Der Ermittler verändert sich durch einen brutalen Schicksalsschlag, kündigt bei der Polizei und ermittelt fortan auf eigene Faust. Dabei gerät er selbst in den Fokus der Öffentlichkeit und der polizeilichen Ermittler. Doch die Morde haben einen Hintergrund, der erst ganz am Ende offenbar wird und mich sehr erschüttert hat.
Anfangs eher schleppend, dann zunehmend spannender geschrieben, ist das Hörbuch leider nur eine gekürzte Version. Stefan Kaminski habe ich als sehr guten Sprecher in Erinnerung mit Stimmenvielfalt und schauspielerischem Talent. Bei diesem Hörbuch jetzt direkt hat er mir nicht halb so gut gefallen, wie sonst. Zum Einen klingen wirklich alle Frauen gleich, zum Anderen habe ich nicht bei einer Lesung gesessen, wo er in ein Mikro gesprochen und es im Saal mucksmäuschenstill gewesen wäre. Ich bin auf der Autobahn gefahren, also mit Geräuschkulisse, und wenn Stefan Kaminski dann leise vor sich hin murmelt oder gar raunt… ich habe mein Autoradio schon sehr laut gestellt, aber mir sind so einige Satzfetzen entgangen.
Trotzdem hat mir das Hörbuch gerade auch wegen der Wendung gegen Ende gut gefallen. Auch hier gibt es nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch Grauschattierungen. Menschen sind nicht nur gut oder böse.
Ich gebe 08/10 Punkte und habe Band 6 bereits in der App – diesmal zum Glück ungekürzt.
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