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André Gide

Gesetz und puritanische Strenge spielten für André Gide seit seiner Geburt eine grosse Rolle. Der Vater, ein Professor der Rechte, ging mit dem Jungen streng ins Gericht. Bereits früh jedoch distanzierte sich der junge Literat von moralischen Vorschriften und erkannte bereits seit einer Reise nach Algerien und Marokko 1893-94 seine Homosexualität. Dennoch heiratete er 1895 seine Kusine und reiste mit ihr durch Europa und Afrika. Später war Gide vorrübergehend Kommunist, verabschiedete sich aber schnell wieder von diesem Denksystem, nachdem er 1936 von einer Russlandreise enttäuscht zurückkehrte. 1947 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur gewürdigt. Am 19. Februar 1951 starb er in seiner Geburtsstadt Paris. Zum Werk Gides Werk nimmt für die Moderne eine wichtige Rolle ein und ist in einem Atemzug mit dem von Proust, Joyce oder Döblin zu nennen. Er war ein leidenschaftlicher Verfechter der Rechte des Individuums und wollte dieses weder durch Moral, noch durch Kirche oder Ehe eingeschränkt sehen. Gide war ein Nonkonformist aus Prinzip und wollte in der Tradition der Aufklärung den Menschen zu seiner Freiheit führen. Sein wichtigstes Werk ist »Les Faux-monnayeurs - Die Falschmünzer«, mit dem er den psychologischen Roman experimentell erneuerte. Bei dtv ist ausserdem Gides eindrucksvolle Autobiographie »Stirb und Werde« erschienen, von der er selbst sagte: »Ich weiss im übrigen, wie sehr ich mir damit schade, dies und alles folgende zu erzählen; ich sehe voraus, wie man es gegen mich wird verwenden können. Aber mein Bericht hat nur Sinn, wenn er der Wahrheit entspricht.«.
Sylvia Spatz arbeitet als freie Lektorin und Übersetzerin aus dem Englischen, Italienischen und Französischen. Sie lebt mit ihrer Familie in Italien.

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Der Immoralist
Band 797

Der Immoralist

"Ich gebe dieses Buch für das, was es wert ist. Es ist eine Frucht voll bitterer Asche; es gleicht den Koloquinten der Wüste, die an verdorrten Orten wachsen und dem Durst nur einen wilderen Brand darbieten, doch auf dem Goldsand nicht ohne Schönheit sind. Hätte ich meinen Helden als Beispiel gegeben, so muß ich zugestehen, ich hätte meinen Willen schlecht erreicht; die wenigen, seltenen, die sich für Michels Erlebnis noch interessieren wollten, taten es, um ihn mit aller Kraft ihrer Güte zu höhnen." André Gide (Gröls-Klassiker)
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