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Claudia Werlhof

Prof. Dr. rer. pol. Claudia von Werlhof, geboren 1943 in Berlin, ist Dipl.-Volkswirtin. 1974 promovierte sie im Fach Soziologie an der Universität Köln; 10 Jahre später Habilitation in Politikwissenschaften an der Universität Frankfurt. Sie war Gastprofessorin an verschiedenen in- und ausländischen Hochschulen und machte sich als Lateinamerikaforscherin einen Namen. Zudem war sie Mitbegründerin der Frauenforschung in Deutschland. 2007 rief sie das Forschungsinstitut für Patriarchatskritik und alternative Zivilisationen (FIPAZ) ins Leben, drei Jahre später den Verein Planetare Bewegung für Mutter Erde (PBME). Claudia von Werlhofs Forschungsarbeit darf gut und gern als prädisziplinär bezeichnet werden. Von ihrem Lehrstuhl am Institut für Politikwissenschaft der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck emeritierte sie im Folgejahr. Als Universalgelehrte ist Claudia von Werlhof Autorin von 25 Büchern. Das nun vorgelegte „Väter des Nichts“ markiert ihr Hauptwerk. Sie lebt in Innsbruck und ist Mutter, Großmutter sowie ausgebildete Dorn-Breuss-Therapeutin.

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Der unerkannte Kern der Krise Produktbild: Der unerkannte Kern der Krise

Der unerkannte Kern der Krise

Öl im Golf von Mexiko, Kernschmelze in Fukushima, Gentech-nik auf dem Vormarsch und soviel Kriegsgebiete wie noch nie …
Es geht hier nicht um allgemeines Krisengerede, sondern um die Erkenntnis, warum die Krise systematisch an die Lebensbe-dingungen als solche geht: das utopische patriarchale Projekt der Schöpfung aus Zerstörung bzw. der Zerstörung durch eine so ge-nannte „Neu-Schöpfung“ folgt einer perversen, „alchemistischen“
Logik, die zudem mit Heils- und Erlösungserwartungen verbun-den ist: Die Vernichtung des Gegebenen und natürlich Gebore-nen wird ausgeblendet und ist kollektiv unbewusst! Man schaut nur auf das von Menschen Gemachte.Die Zerstörung der Welt ist aber kein Irrtum, sondern gewollt, weil sie als Voraussetzung für eine so genannte „bessere Welt“ angesehen wird. Das ist die spezifi sch moderne Irrationalität. Verbesserungsvorschläge und Reformen aber sind ebenso „Al-chemie“ und tun so, als ob der Aufbau einer wiederum „besseren“ Welt ohne die gleichzeitig laufende Abschaffung patriarchalen Wollens, Fühlens, Denkens und Handelns bzw. des Patriarchats als System überhaupt möglich wäre.
Patriarchat jedoch ist ein bewusst gewollter, organisierter und globaler Krieg gegen das Leben und dessen Religion.Niemand weiß heute, welchen Charakter eine Bewegung ha-ben könnte, die eine neue Zivilisation aufbaut. Es wird aber et-was ganz anderes sein müssen als das, was wir bisher gekannt haben. Einiges ist inzwischen schon zu ahnen.
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