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Franz M. Wuketits

Franz M. Wuketits lehrt Wissenschaftstheorie mit dem Schwerpunkt Biowissenschaften an der Universität Wien. Unter seinen zahlreichen Veröffentlichungen finden sich viele wissenschaftshistorische und biographische Beiträge.

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Franz M. Wuketits, geb. 1955. Studium der Zoologie, Paläontologie, Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Wien, Promotion 1978, Lehrbefugnis 1980 ebendort. Seither Lehrtätigkeit am Institut für Philosophie (Schwerpunkt Philosophie der Biowissenschaften) der Universität Wien sowie Lehraufträge und Gastprofessuren an mehreren anderen Universitäten (Universität Graz 1987-2004, Technische Universität Wien 1998-2003, Universität der Balearen in Palma de Mallorca, 2006, 2008, 2009, 2010). Seit 2002 Vorstandmitglied des Konrad-Lorenz-Instituts für Evolutions- und Kognitionsforschung in Altenberg an der Donau, jetzt Klosterneuburg (Niederösterreich). Wissenschaftlicher Beirat mehrerer Institutionen und Gesellschaften, u. a. FreieAkademie Berlin und Giordano-Bruno-Stiftung. Beirat in verschiedenen wissenschaftlichen Zeitschriften, u. a. „Biological Theory“, „La Nuova Critica“ „Ludus Vitalis“. Autor von über 500 Veröffentlichungen (darunter 41 Büchern) und Herausgeber oder Mitherausgeber von 15 Sammelbänden.

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Soziobiologie Produktbild: Soziobiologie

Soziobiologie

Während die Soziobiologie einerseits nach wie vor abgelehnt wird, gewinnt sie andererseits durch viele empirische Einzeisludien ein immer breiteres Fundament. So hitzig wie in den spälen siebziger und den achtziger Jahren wird sie heute zwar nicht mehr diskutiert, aber dennoch ranken sich um viele ihrer Aussagen und Schlußfolgerungen Mißverständnisse, die offenbar schwer auszurotten sind. Sie betreffen vor allem soziobiologische Erklärungen des menschlichen Verhaltens und beruhen zum Teil auf ideologischen Vorurteilen. Wohl aber ruhren sie auch daher, daß sich die Soziobiologcn eines Vokabulars und einer Methodologie bedie nen, die vielen Humanwissenschaftlern und Philosophen fremd sind. Dieses Buch soll nicht nur helfen, die um die Soziobiologie entstandenen Miß verständnisse abzubauen. Es ist von der Überzeugung getragen, daß die Sozio biologie (ungeachtet einiger noch vorhandener Schwachstellen und offener Fra gen) entscheidende Beiträge leisten kann - zum Verständnis der Evolution, indem sie deren soziale Dimension darlegt, - zum Verständnis des Verhaltens der Lebewesen über die Ansätze der klassischen Verhaltensforschung hinaus, - zum Verständnis des menschlichen Sozial verhaltens, einschließlich seiner mora lischen beziehungsweise unmoralischen Aspekte. Ziel dieses Buches ist es, zum einen profund über die Soziobiologie (ihre Grund lagen, Konzepte und ihren gegenwärtigen Stand) zu informieren, zum anderen aber auch die heiklen Punkte herauszuarbeiten, denen sich Soziobiologen in der Kon troverse mit Vertretern anderer Disziplinen nach wie vor stellen müssen. Gemeint ist damit vor allem die Frage, inwieweit menschliches Sozial verhalten genetisch bestimmt ist und welche "kulturelle Freiheit" die genetische Bestimmung erlaubt.
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Buch (Taschenbuch)

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