Margit Koemeda wurde als Österreicherin in Nürnberg geboren und ist dort aufgewachsen. Ein Jahr lang lebte sie in den USA. Seit vielen Jahren wohnt und arbeitet sie in der Schweiz - am Bodensee. Sie ist Psychotherapeutin, als Ausbildnerin und berufspolitisch tätig. Verheiratet, Mutter von zwei erwachsenen Töchtern. Margit Koemeda hat fünf Romane, zwei Erzählbände, Theatertexte, außerdem mehrere psychologisch-psychotherapeutische Fachbeiträge und Bücher publiziert.
Zoom als Technik zur Raum-Vernichtung ist ein Herbeizwingen von Ferne: Männer- an Frauenherzen, Flugzeuge an Felsen, die Pandemietoten ins eigene Leben. Einer Frau ist die Welt in Stücke gesprungen. Aus Erinnerungsfragmenten, Mail-Texten und Sprachnachrichten versucht sie, was sie erlebt hat, neu zusammenzusetzen. Mit ihrer Team-Kollegin Anna verwickelt sie das Publikum in ihre Bemühungen, sich einen Reim auf die kaleidoskopartig angeordneten Szenen zu machen. Digitale Nähe trifft auf analogen Tod. Ein Vexierbild.