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Marie Luise Kaschnitz

Marie Luise Kaschnitz wurde am 31. Januar 1901 in Karlsruhe geboren und wuchs in Potsdam und Berlin auf. Nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin arbeitete sie beim O.C. Recht Verlag in München und in einem Antiquariat in Rom. Nachdem sie den Archäologen Guido Kaschnitz von Weinberg geheiratet hatte, begleitete sie ihn auf mehrere seiner Forschungsreisen und wohnte u.a. in Rom, Marburg und Königsberg, nach 1941 vor allem in Frankfurt am Main. Nach der Geburt ihrer Tochter 1928 begann sie zu schreiben – Romane, Erzählungen, Essays und Gedichte. Ihr erster Roman Liebe beginnt erschien 1933. Ab 1950 widmete sie sich zudem zunehmend dem Hörspiel. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und war Mitglied u.a. des P.E.N.-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Sie starb am 10. Oktober 1974 in Rom..
Peter Huchel (1903-1981), einer der bedeutendsten deutschen Lyriker nach 1945. Lange Jahre Chefredakteur der Zeitschrift »Sinn und Form«, 1962 aus ideologischen Gründen zum Rücktritt gezwungen, durfte er nach weiterhin anhaltenden Auseinandersetzungen mit dem DDR-Regime 1971 ausreisen..
Peter Huchel (1903-1981), einer der bedeutendsten deutschen Lyriker nach 1945. Lange Jahre Chefredakteur der Zeitschrift »Sinn und Form«, 1962 aus ideologischen Gründen zum Rücktritt gezwungen, durfte er nach weiterhin anhaltenden Auseinandersetzungen mit dem DDR-Regime 1971 ausreisen.

Eisbären von Marie Luise Kaschnitz

Zuletzt erschienen

Eisbären

Eisbären

Buch (Gebundene Ausgabe)

ab 22,00€

»Sie zweifelte nicht daran, dass es ihr, wenn sie nur ihre Arme um seinen Hals legen konnte, gelingen würde, ihn davon zu überzeugen, dass es so etwas gab, dass eine Liebe erwachen und jeden Tag wachsen kann, während eine andere abstirbt und am Ende nichts ist als ein Kadaver, vor dem es einem graut.«  
 
Marie Luise Kaschnitz’ Erzählung handelt von einer Frau und ihrem Mann, den sie damals geheiratet hat, um nicht allein zu sein und den sie heute doch liebt. Dem klar war, dass sie jedes Mal nach einem anderen Ausschau hielt, wenn sie ihren Kopf nach rechts und nach links wendete wie die Eisbären, an deren Gehege im Zoo sie sich kennengelernt hatten. Er nannte sie seinen Eisbären – ein Verdacht, den sie für einen Kosenamen hielt. In dieser Nacht sprechen sie über ihr gemeinsames Leben, über die Liebe und die Lügen, bis eine andere Wahrheit ans Licht kommt. 
Erstmals 1966 veröffentlicht, schenkt Minden der Kurzgeschichte Kaschnitz‘ in dieser Neuausgabe eine eindringliche Bildebene. Mit ihren feinen Bleistiftillustrationen lässt sie die Leser an den Gefühlen und den Erinnerungen der Protagonistin teilhaben.

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