Festlich kochen und backen
Es liegt Verheißung in der Luft … der Duft von frisch gebackenen Plätzchen, knuspriger Gans oder einem weihnachtlichen Menü der etwas anderen Art. Die Festtage laden zum Schlemmen ein: In der Adventszeit versammeln Sie sich zusammen mit der Familie und Freunden zum gemeinsamen Backen – und das Highlight der Weihnachtszeit ist das festliche Dinner am Heiligen Abend. Haben Sie schon Ideen für die kulinarische Festsaison? Hier finden Sie Inspirationen für unwiderstehliche Weihnachtsplätzchen, klassische und ausgefallene Festmenüs.
In der Weihnachtsbäckerei – Ideen für das Backvergnügen
Alle Jahre wieder duftet es aus der Küche nach Zimt und Vanille, Schokolade, Nelken und Lebkuchen. Spätestens zum ersten Advent ist es Zeit für die Weihnachtsbäckerei. Selbst gemacht schmecken Zimtsterne und Stollen, Kipferl und Spekulatius schließlich am besten – und das gemeinsame Backen ist in vielen Familien das Highlight der Adventszeit.
Rezeptklassiker ideenreich abwandeln
Sind Sie gerne kreativ und probieren neue Rezepte aus oder steht Ihnen der Sinn nach den Klassikern unter den Weihnachtsplätzchen? Verbinden Sie doch einfach beides miteinander. Eine der beliebtesten Grundlagen für festliches Gebäck ist der Mürbeteig. Aus Butter, Mehl, Zucker, Eiern und Backpulver entsteht ein Teig für alle Fälle: Er eignet sich perfekt zum Ausstechen, lässt sich mit Schokolade oder kunterbuntem Zuckerguss kreativ garnieren, mit Konfitüre füllen oder mit Kakaopulver ruckzuck in die Basis für Schokoladenplätzchen verwandeln. Tipp: Fügen Sie dem Grundteig ein wenig Zimt und braunen Zucker hinzu. So kreieren Sie köstliche Zimtkugeln, eine tolle und einfache Alternative zu den klassischen Zimtsternen.
Ein ganz besonderer Duft …
Apropos Zimt: Ohne Gewürze geht in der Weihnachtsbäckerei nichts. Neben dem Klassiker mit würzig-süßer Note duftet es beim Backen in der Adventszeit auch nach Kardamom, Nelken und Sternanis, Muskatnuss, geriebenen Orangen- und Zitronenschalen, Pfeffer und Ingwer. Sie verleihen Lebkuchen, Printen und Spekulatius ihre unvergleichlichen Aromen. Tipp: Sehr praktisch sind fertige Mischungen. Doch frisch gemahlen entfalten die Gewürze ihre betörenden Nuancen noch einmal so intensiv und lassen Ihre Küche so herrlich nach Weihnachten duften.
Backen mit Kindern – so wird ein Event daraus
Vorbereitung ist bei der Weihnachtsbäckerei alles – erst recht, wenn Sie mit Kindern backen. Wählen Sie maximal drei einfache Rezepte aus, zum Beispiel Mürbeteig-Weihnachtsplätzchen, Vanillekipferl und Spritzgebäck. Halten Sie alle Zutaten auf der Arbeitsfläche bereit, wiegen Sie sie im Vorfeld ab und füllen sie passgenau in Gläser. So gelingt das Teigmischen schon den kleinsten Weihnachtsbäckern. Auch Ausstechförmchen und Verziermaterial sollten griffbereit sein. Nach einer ausgeklügelten Vorbereitung konzentrieren Sie sich mit Ihren Kindern auf das Wesentliche: den Spaß am Backen in der Adventszeit.
Tipp: Viele Teige, darunter der Basis-Mürbeteig, sollten vor der Verarbeitung einige Stunden gekühlt werden. Damit beim Backen mit Kindern keine langen Wartezeiten entstehen, bereiten Sie diese am Vortag zu und nehmen Sie sich umso mehr Zeit zum Ausstechen und Verzieren
Weihnachtsessen mal anders – Tipps für ausgefallene Festmenüs
Gans oder gar nicht? Viele Menschen schwören auf traditionelle Rezepte für das Weihnachtsmenü. Doch es geht auch anders und das kann enorm Spaß machen – zum Beispiel, wenn sich die Familie nach der Bescherung im verschneiten Garten zum Wintergrillen versammelt. Damit es dabei allen Beteiligten kuschlig warm wird, stellen Sie zusätzlich zum Grill eine Feuertonne auf. Die sorgt zugleich für eine rustikale, gemütliche Atmosphäre. Legen Sie außerdem kuschelige Decken bereit und vergessen Sie die Wärme von innen nicht: Glühwein und Punsch, heißer Tee und dampfender Kakao verscheuchen die Kälte.
Auf die traditionelle Gans brauchen Sie beim weihnachtlichen Grillvergnügen übrigens nicht zu verzichten, denn sie gelingt auch auf dem heißen Rost. Dafür sind ein wenig Vorbereitung und idealerweise ein Bratenkorb nützlich. Andere typische Leckereien für das Weihnachtsdinner brutzeln ebenfalls gerne auf dem Grill, zum Beispiel Rehrücken oder Karpfen. Und zum Dessert passt ein mit Marzipan, Nüssen und Rosinen gefüllter Bratapfel – natürlich vom Grill.
Weihnachtliche Veggie-Küche
Fleischlos glücklich: Ein vegetarisches Weihnachtsmenü kann ganz schön raffiniert sein. Kunterbunte Salate mit kernigen Toppings treffen auf hauchdünnes Carpaccio aus delikater Roter Bete oder scharfem Sellerie. Zum Hauptgang steht ein Trüffelrisotto mit saisonalen Pilzen in cremiger Sauce auf dem Tisch. Sie möchten nicht auf den Festtagsbraten verzichten? Wie wäre es mit einer Alternative aus knackigen Nüssen oder saftigen Linsen? Dazu gesellt sich zum Beispiel ein aromatisches Süßkartoffelpüree.
Für den krönenden Abschluss des Veggie-Weihnachtsdinners gelingt Mousse au Chocolat auch in einer veganen Variante: Anstelle von Sahne und Eiern setzen Sie einfach auf herrlich cremigen – und geschmacksneutralen – Seidentofu. Der Naturtufo hat einen besonders hohen Flüssigkeitsanteil und verleiht der Mousse eine unnachahmlich fluffige Konsistenz.
Feliz Navidad! Internationale Dinner-Ideen
Und wie schlemmt man anderswo? Ein Blick in die weite Welt inspiriert zu kreativen Rezepten für ein Weihnachtsdinner der etwas anderen Art. In Japan zum Beispiel hat eine Fast-Food-Kette zu Weihnachten Hochsaison: Frittierte Hähnchenflügel sind, einer Werbekampagne in den 70er-Jahren sei Dank, traditioneller Bestandteil der weihnachtlichen Speisenfolge. Wer es festlicher mag, wirft einen Blick auf diese internationalen Dinner-Traditionen:
· Dinde aux Marons, mit Maronen garnierter Truthahn, ist das klassische Weihnachtsessen in Frankreich.
· Plumpudding in Rumsauce mit Nüssen, Rosinen und (laut traditionellem Rezept) Rindernierenfett fehlt auf keiner britischen Festtafel.
· Lutefisk, in Natron eingelegter getrockneter Kabeljau, ist die festliche Spezialität aus Norwegen.
· Tamales, in Bananenblätter gewickelter Maisbrei mit Fleisch und Gemüse, werden traditionell zum Christmas-Dinner in Costa Rica serviert.
Weitere Empfehlungen
Zum Feste das Beste – klassische Weihnachtsgerichte für das festliche Menü
Knusprige Gans oder Kartoffelsalat mit Würstchen? Die weihnachtlichen Traditionen sind hierzulande familiär sehr unterschiedlich. Manche tischen am Heiligen Abend groß auf, andere halten die Küche klein und servieren Braten und Co. am ersten Weihnachtstag. Ob am 24. oder 25. Dezember: Als Vorspeise steht auf deutschen Festtafeln häufig etwas Leichtes auf dem Tisch, wie eine Kürbissuppe oder ein knackiger gemischter Salat.
Die Hauptspeise ist das Highlight: Neben Wild gehören Gans und Ente zu den beliebtesten Weihnachtsessen der Deutschen. Unverzichtbar sind dazu Rotkohl und Knödel, die Füllung aus Äpfeln und Maronen – und die unwiderstehliche Kruste. Tipp: Probieren Sie anstelle der klassischen Bratensauce aus dem Fond doch einmal eine Orangensauce aus.
Oder steht Ihnen der Sinn nach Hausmannskost? Würstchen und Kartoffelsalat stehen in vielen Familien am Heiligen Abend auf dem Tisch. In geselligen Runden kommt der Raclettegrill oder das Fondue zum Einsatz. Der Clou: Weil jeder seine Portionen selber aussucht und am Platz zubereitet, sitzen alle zusammen – und niemand steht in der Küche.
Die Nachspeise darf zum besonderen Anlass raffiniert ausfallen. Runden Sie das Weihnachtsessen zum Beispiel mit weihnachtlichen Gewürzen ab und kreieren Sie eine schnelle und ebenso köstliche Zimtcreme mit Apfel-Topping. Eilige setzen auf cremiges Eis mit heißen Kirschen, gekauft oder mit einer Eismaschine ruckzuck selbst zubereitet.