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Violetta Hofmann Buchhandlung: Thalia Dresden – Schillerplatz
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Meine letzte Rezension Chicken Survivor - Hühnchen süßsauer von Massuda Kassem
Also eines meiner liebsten Vorlesebücher für dieses Frühjahr habe ich nun offiziell gefunden. Den Hühnern der Familie Power geht es bestens. Sie haben ein entspanntes Leben mit reichlich Zerstreuung und mindestens 1 x pro Woche ist Spaghettitag. Eines dieser Hühnchen ist Vindaloo, benannt nach dem weltweit bekannten, feurig-scharfen Currygericht. Dieses Geflügelidyll hat ein Ende, als eines Tages der Fuchs in den leider nicht entsprechend gesicherten Stall einbricht, und einige Hühner reißt. Denn das ist nun mal Fuchsmanier, der ja ebenfalls seine Kinder zu ernähren hat. (Und außerdem wird in diesem Buch nur die Wahrheit geschrieben und nichts beschönigt. ) Als sich der Fuchs nun Vindaloo vorknöpfen will, erlebt er sein blaues Wunder, denn dieses Huhn ist mehr als nur wehrhaft. Wir Leser lernen nun voller Staunen und Sympathie, dass man als Huhn auch prima mit nur einem Flügel auskommt und überhaupt, wie es mit Vindaloo und ihren Mithühnchen weiterging. „Chicken Survivor“ ist eine Bilderbuchgeschichte mit einer gleichwohl lustigen wie realistischen Geschichte und mit witzigen Illustrationen. Sachwissen, rund um die sichere Hühnerhaltung, gibt es genauso, wie zwei leckere Hühnchengerichte – eines davon zur Sicherheit auch ganz ohne Huhn. Kinder ab 5 Jahren dürften hier genauso begeistert sein, wie die vorlesenden Erwachsenen. Ich war es jedenfalls und empfehle jetzt fröhlich allen „Chicken Survivor“.
ab 16,00 €
Produktbild Chicken Survivor - Hühnchen süßsauer
5/5
  • Violetta Hofmann
  • Buchhändler/-in

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5/5

Chicken Survivor - Hühnchen süßsauer

Also eines meiner liebsten Vorlesebücher für dieses Frühjahr habe ich nun offiziell gefunden. Den Hühnern der Familie Power geht es bestens. Sie haben ein entspanntes Leben mit reichlich Zerstreuung und mindestens 1 x pro Woche ist Spaghettitag. Eines dieser Hühnchen ist Vindaloo, benannt nach dem weltweit bekannten, feurig-scharfen Currygericht. Dieses Geflügelidyll hat ein Ende, als eines Tages der Fuchs in den leider nicht entsprechend gesicherten Stall einbricht, und einige Hühner reißt. Denn das ist nun mal Fuchsmanier, der ja ebenfalls seine Kinder zu ernähren hat. (Und außerdem wird in diesem Buch nur die Wahrheit geschrieben und nichts beschönigt. ) Als sich der Fuchs nun Vindaloo vorknöpfen will, erlebt er sein blaues Wunder, denn dieses Huhn ist mehr als nur wehrhaft. Wir Leser lernen nun voller Staunen und Sympathie, dass man als Huhn auch prima mit nur einem Flügel auskommt und überhaupt, wie es mit Vindaloo und ihren Mithühnchen weiterging. „Chicken Survivor“ ist eine Bilderbuchgeschichte mit einer gleichwohl lustigen wie realistischen Geschichte und mit witzigen Illustrationen. Sachwissen, rund um die sichere Hühnerhaltung, gibt es genauso, wie zwei leckere Hühnchengerichte – eines davon zur Sicherheit auch ganz ohne Huhn. Kinder ab 5 Jahren dürften hier genauso begeistert sein, wie die vorlesenden Erwachsenen. Ich war es jedenfalls und empfehle jetzt fröhlich allen „Chicken Survivor“.

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Zwei Seiten eines Augenblicks
    • Violetta Hofmann
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    5/5

    Zwei Seiten eines Augenblicks

    Seit ich in meiner Ausbildung „Kaputte Suppe“ gelesen habe, bin ich Jenny Valentine verfallen. Sogar ihre Kinderbücher um die kleine Joy fand ich Klasse. (Schaut da besser gleich mal rein ;) .) Nun endlich erscheint aber mit „Zwei Seiten eines Augenblicks“ wieder ein neues Jugendbuch von ihr und das hat mich einfach nur umgehauen. Dieses Buch ist ein emotionaler Schleudergang und gleichzeitig wie eine warme Decke an feuchtkalten Regentagen. Ich schreibe absichtlich nichts zum Inhalt, denn jedes Wort würde hier schon zuviel verraten. Dafür kann ich sagen, es ist eine Geschichte randvoll mit Liebe, Freundschaft, Traurigkeit und ganz viel Glück. Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen und während der letzten Kapitel bitterlich geweint. Ein Herzensbuch!

  • Produktbild Anna oder: Was von einem Leben bleibt
    • Violetta Hofmann
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    5/5

    Anna oder: Was von einem Leben bleibt

    „Jeder Mensch stirbt zweimal. Sein erster Tod ist biologisch und der, den wir meinen, wenn wir vom Sterben sprechen. (…) Der zweite Tod, nennen wir ihn den sozialen, vollzieht sich anfangs fast unmerklich.“ Bereits als Henning Sussebach auf der ersten Seite über das Vergessen von Menschen schreibt, hatte er mich damit auf sein Buch neugierig gemacht. Er schreibt hier gegen das Vergessen eines Menschen seiner Familie an: seiner Urgroßmutter Anna. Anna war das, was man einen ganz normalen Menschen nennt. Entsprechend wenige Zeugnisse und persönliche Anhaltspunkte stehen Sussebach für seine Recherche zur Verfügung; kein Tagebuch, kaum Fotos oder Briefe sind bis heute erhalten geblieben. Seine Faszination für Anna teilen bald auch wir Leser, denn der Autor lässt durch gründliche Recherche nicht nur seine Ahnin, sondern gleich eine ganze Geschichtsperiode wieder auferstehen. Dabei lenkt er die Aufmerksamkeit auf die kleinen Geschichten im Großen, ordnet den Jahreszahlen in Annas Leben immer wieder Ereignisse der Geschichte zu, achtet aber auch hier darauf, eher die „kleine“ Geschichte zu erzählen („1894 - In London wird die Tower Bridge für den Verkehr freigegeben.“) Außerdem ist das Buch interessant, da es die Generation von vor 1933 beleuchtet und damit eine Zeit, die aufgrund der Überlagerung durch die folgenden finsteren Jahre, über die so viel geschrieben wurde, für uns viel weniger greifbar ist. Fehlen Sussebach einmal die Fakten, geht er offen damit um. So schreibt er beispielsweise: „Ich stelle mir vor…“, um Annas Geschichte trotzdem die greifbare Nähe zu geben. Insgesamt ein sehr empfehlenswertes und kurzweiliges Sachbuch, welches sich beinahe wie ein Roman liest. Und vielleicht ist „Anna“ ja auch eine Einladung, sich mit der eigenen Familiengeschichte zu befassen?

    • Anna oder: Was von einem Leben bleibt
    • Henning Sussebach
    • ab 23,00 €
  • Produktbild Dienstmädchen für ein Jahr
    • Violetta Hofmann
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    5/5

    Dienstmädchen für ein Jahr

    Welch tolle (Wieder-)Entdeckung ist doch dieses Buch! Der neuste Streich aus der Reihe RoRoRo Entdeckungen, herausgegeben von Magda Birkmann und Nicole Seifert, hat mir herrlich lustige Lesestunden beschert. Immer wieder musste ich schmunzeln oder gar laut vor mich hin kichern (Merke: Kein Buch für öffentliche Verkehrsmittel .). Aber worum geht’s? Helga, Mädchen aus gutem Hause, geht auf einer Gesellschaft eine Wette mit ihrem Beinahe-Verlobten ein. Nachdem die Herren der Runde den Damen vorgeworfen haben, für echte Arbeit nicht zu taugen, verpflichtet sich Helga dazu anonym als Dienstmädchen für ein Jahr zu arbeiten. Sie sucht sich also eine Anstellung und stürzt sich in Tätigkeiten, die sie bisher – naja – eher aus wohl berechneter Ferne registriert hat. Von welcher Seite des Federviehs nimmt man so eine Gans eigentlich aus? Wie macht man den Kaffee klar? Alles nicht so einfach. Doch Helga nimmt ihre Aufgabe sehr ernst und erstattet in regelmäßigen Briefen ihrer Freundin Grete Bericht. Und welch ein Vergnügen! Helga ist eine herrlich amüsante Briefeschreiberin, eine scharfe Beobachterin und ein Mensch, der das Leben und vor allem sich selbst nicht zu ernst nimmt. Das Buch ist 1930 zum ersten Mal in Norwegen erschienen und der Vergleich mit „Downton Abbey“ drängt sich natürlich im ersten Moment geradezu auf. Sprachlich – vom humoristischen Ton herrührend - bin ich vor allem bei der briefeschreibenden Jane Austen. Auf jeden Fall ist „Dienstmädchen für ein Jahr“ ein echtes Lesetrüffel. Liebe Herausgeberinnen dieser Buchreihe, gerne mehr davon!

  • Produktbild Katzen können Geister sehen
    • Violetta Hofmann
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    5/5

    Katzen können Geister sehen

    „Meine Katze starrt furchtbar oft auf irgendetwas in der Luft. Vor Kurzem wurde mir nun klar: Was sie sieht, ist für mich nicht da.“ Und damit nicht genug. Wie der Blitz rennt die Mieze plötzlich durch die Wohnung, springt, tobt und faucht so lange, bis der für uns unsichtbare Gegner „erlegt“ ist. Dann rollt sich Katze friedlich zusammen, als wäre nichts gewesen. Wer schon mal eine Katze hatte, oder hat, wird diese Szenen kennen. Bilderbuchautorin Emily Joe hat dieses Spektakel nun in wunderbaren Illustrationen treffend festgehalten. Man spürt die Spannung, die Energie der schwarzen Jägerin und schließlich auch die schnurrende Zufriedenheit. „Katzen können Geister sehen“ ist mein Lieblingsbilderbuch dieser Saison und meine Empfehlung für Katzenfans jeden Alters.

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