Produktbild: Anna oder: Was von einem Leben bleibt

Anna oder: Was von einem Leben bleibt Die Geschichte meiner Urgroßmutter

141

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

10083

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.07.2025

Abbildungen

mit 17 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

205

Maße (L/B/H)

21,6/14,3/2,2 cm

Gewicht

360 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-83626-8

Beschreibung

Rezension

Zeigt uns, wie wenig wir über die Menschen von früher wissen ... großartig und anrührend erzählt.




Kölner Stadtanzeiger, Elke Heidenreich






Bewegendes Zeitgemälde und Familiengeschichte zugleich ... eine empathische Erzählung




Tagesspiegel, Gunda Bartels






Ein berührendes Buch über Zeiten, die wir Heutigen uns nur noch anhand solch schöner Bücher vorstellen können.




NZZ Bücher am Sonntag, Peer Teuwsen






Was für ein kleines, großes Jahrhundertleben.




ZEIT Magazin, Christoph Amend






Historische familiäre Recherche [...] über eine sehr eigensinnige, ungewöhnliche, mutige junge Dame




Deutschlandfunk Kultur Lesart, Joachim Scholl






Und mittendrin in dieser männlich dominierten Welt: Anna, eine Frau vor ihrer Zeit ... wird viele Leserinnen und Leser finden




BR Literally, Knut Cordsen






Ein beeindruckendes Buch über eine beeindruckende Frau.




Tagesspiegel, Denis Scheck






Sußebach holt exemplarisch die Erinnerung an seine Urgroßmutter hervor, stellvertretend für die vielen Frauen, die Großes geleistet haben




hr2 Kultur Am Morgen






Sie stellte sich gegen die Erwartungen und Regeln ihrer Zeit.




SPIEGEL Bestsellerliste






Der Autor hats drauf, einen zu fesseln ... toll, man taucht so schön ein in die Zeit, über die man eigentlich zu wenig weiß




NDR Fernsehen: DAS!, Detlef Lüdemann






Eine berührende Geschichte über Mut und Widerstand.




GALA






Setzt seiner Urgroßmutter, dieser lebensstarken Frau, ein Denkmal




Focus, Jobst-Ulrich Brand






Deutlich wird an Anna ... dass Bildung und Charakterstärke Menschen dazu befähigen, nicht im Treibsand ihrer Zeit zu versinken ... Ein schönes, gut lesbares, kluges Denkmal!




Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Jens Dirksen






Anna oder: Was von einem Leben bleibt steht auf der Bestsellerliste weit oben. Überraschend ist das in diesem Falle nicht. Henning Sußebach, im Hauptberuf preisgekrönter Reporter bei der ZEIT, porträtiert in dem nicht allzu dicken, aber gewichtigen Buch seine Urgroßmutter.




Hamburger Abendblatt, Thomas Andre






Brillant und für alle historisch Interessierten eine spannende Lektüre.




Bonner Rundschau, Christel Engeland






Am Ende glaubt man, Anna zu kennen.




Aachener Zeitung, Susanne Schramm






Erzählt von einem Frauenleben, wie es viele gegeben haben mag, und das doch einzigartig ist ... hat mich mit diesem zärtlichen, aber kraftvollen Ausflug in die deutsche Geschichte bewegt.




Emotion, Timothy Sonderhüsken






Persönliche und zugleich historische Spurensuche




Podcast Book Shot, Valerie Springer






Ein berührendes, lebendiges und reichhaltiges Buch




Der Kultur-Blog






Was für ein traumhaft schönes, zartes, herzzerreißendes Buch!




Volker Weidermann






Must-read




Podcast stOHRies, Simone Finkenwirth






Ein sehr berührendes und geschichtlich lehrreiches Buch ... ein Buchsommer-Highlight mit dem jeder etwas anfangen kann.




ARD MoMa, Thomas Schindler






Zugleich Familiengeschichte und historischer Bericht stark!




freundin, Nina George






Der Autor schafft es, sich von dem einen Leben, mit dem er sich beschäftigt, zu lösen und an die ungeheuren Möglichkeiten zu erinnern, die eigentlich jedes Leben bietet.




Hannoversche Allgemeine Zeitung, Ronald Meyer-Arlt






Es ist ein großartiges Buch, vielleicht das Sachbuch der Saison, über eine außergewöhnliche Frau. Eine Frau aus dem Leben.




Frankfurter Rundschau, Michael Hesse






Eine bewegende Familiengeschichte und Zeitgemälde zugleich.




Die ZEIT, Sachbuch-Bestenliste für September 2025






Henning Sussebach erzählt dieses rasante Leben als historische Reportage.




Kulturtipp Schweiz, Frank von Niederhäusern






Das Buch gleicht einem Puzzlespiel () Der Autor versteht es, die Welt draußen mit hereinzuholen




MDR Thüringen Kultur am Sonntagabend, Dagmar Weitbrecht






Beweist einmal mehr, dass er einer der besten Reporter des Landes ist.




Sachbuch-Bestenliste von WELT, NZZ, RBB Kultur und Radio Österreich 1 im September 2025






Starke Biografie, einfühlsam gelesen von Nina Petri. Macht Lust auf Familienforschung!




Brigitte






Henning Sußebach setzt ... dieser Frau ein verdientes literarisches Denkmal.




Tagesspiegel, Denis Scheck






Ein selbstbewusstes, emanzipiertes Leben, das nun dem Vergessen entrissen ist.




Chrismon, Rainer Moritz






Ahnensuche im Sauerland: Der ZEIT-Journalist porträtiert seine Urgroßmutter




SPIEGEL BESTSELLER Sachbuch - Herbst 2025






Henning Sußebach erzählt die Geschichte seiner Urgroßmutter vor dem Panorama ihrer Zeit. Eine kleine Geschichte in der Großen ... Präzise und mit großer Empathie vergegenwärtigt der große Erzähler Sußebach das Leben seiner Urgroßmutter.




Westart Lesen, Max Burk






Ein anrührendes Porträt einer Frau, die sich gegen die Regeln ihrer Zeit erkämpfte, was sie wollte: Männer, Beruf, Freiheit.




FALTER, Gerlinde Pölsler






liest sich sehr spannend."




Bayern2, Laury Reichart






stilistisch virtuos




General-Anzeiger, Ebba Hagenberg-Miliu






Eine elegante Mischung aus Spekulation, Familien- und Weltgeschichte




Happy media, Isabella Huber






Frisch und lebendig erzählt und deshalb so lesenswert.




Saarbrücker Zeitung






Es geht ... um die Spurensuche selbst: Was wissen wir von denen, die vor uns dieses Land bewohnten?




Der siebte Tag, Nils Minkmar






Ohne Pathos, aber mit viel Empathie ... eine literarische Geschichte von unten, nach deren Lektüre man anders auf die Vergangenheit und die eigenen Vorfahren blickt.




Rheinische Post, Thomas Gutmann






Beeindruckendes Buch über eine beeindruckende Frau




Börsenblatt, Susanne Abel



Produktdetails

Verkaufsrang

10083

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.07.2025

Abbildungen

mit 17 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

205

Maße (L/B/H)

21,6/14,3/2,2 cm

Gewicht

360 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-83626-8

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

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  • Buch_im_Koffer

    aus Münster

    5/5

    22.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegendes An-Denken an die Urgroßmutter

    Henning Sussebach erzählt anhand weniger Erbstücke, Fotos sowie intensiver Recherchen das Leben seiner Urgroßmutter Anna Kalthoff nach. Diese kam 1887 als junge Frau in das Dorf Cobbenrode im Sauerland, um dort zu unterrichten. Als Lehrerin muss sie ledig bleiben und so vergehen viele, viele Jahre, bis sie ihren ersten Mann Bernhard heiratet, ein Kind bekommt. Ein weiteres Mal heiratet. Ein weiteres Kind bekommt. Dazwischen zur erfolgreichen Geschäftsfrau und Gastwirtin wird, in einer Zeit, in der Frauen um das Wahlrecht kämpfen und Gaststuben nicht allein betreten durften. Anna war zeit ihres Lebens eine „gewöhnliche Frau“, die aber für ihre Zeit ein „außergewöhnliches Leben“ führte, ein relativ emanzipiertes, freies und selbstbewusstes Leben jenseits aller Konventionen. Sussebach reiht dabei nicht einfach nur Fakten aneinander sondern versucht, der Urgroßmutter ein Leben auf den Leib zu schreiben. Bewusst lässt er Möglichkeiten offen, Überlegungen verflechten sich mit dem wenig Bekannten, Wünsche und Hoffnungen legen sich wie ein Schutzschirm über die Geschichte. Seine Sprache ist warm, einfühlsam und geht ans Herz. Geschichtlich besonders und besonders schön: Die GleichZeitigkeiten, die Sussebach immer wieder einspielt. Große, Welt-bewegende Ereignisse, die parallel zu Annas Leben passieren und dem vermeintlich einfachen Leben eine Bedeutung innerhalb des Weltgeschehens beimessen. Zeit verläuft nicht linear und gerade mit diesen Einordnungen bekommt auch Annas Leben die Bedeutung, die es verdient und die Sussebach einfach unglaublich herzlich und wunderschön in Worte gefasst hat.

  • Bewertung

    5/5

    23.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr bewegend

    Mich hat das Buch sehr berührt. Im Alter fragen sich vermutlich einige, was von einem bleibt. Herr Sussebach hat sich seiner Urgroßmutter sehr feinfühlig genähert. Ich war erstaunt, wie akribisch er recherchiert hat, um ein möglichst stimmiges und zeitgemäßes Bild herzustellen. Seine Hinweise zum jeweiligen Zeitgeschehen haben mir geholfen Annas Handlungen besser einzuordnen. Auch wenn ihre „große Handschrift“ und deren Hintergrund schwer erträglich sind. Er hat sie nicht beschönigt und versucht Gefühle in sie hineinzuinterpretieren. Mir haben seine Überlegungen gefallen, wie eine Situation gewesen sein könnte. Mir persönlich hat auch noch einmal vor Augen geführt, wie sich die Welt nicht nur im 20. sondern auch im 19. Jahrhundert maßgeblich verändert hat. Wem ist schon wirklich bewusst, wie sich die Erfindung des Fahrrads ausgewirkt hat. Auch seine Ausführungen zu den Richtern der nachfolgenden Generationen haben mir sehr gefallen. Die Babyboomer werden heute schließlich auch von solchen Richtern bewertet. Für mich ist das Buch großes Kino!

  • Alrik Gerlach

    aus NordWestMecklenburg

    5/5

    20.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn kleine Dinge große Leben erzählen

    Was für ein Fund: Henning Sußebach gräbt in einer Schachtel mit Fotos, Poesiealbum-Einträgen und einem alten Verlobungsring und zaubert daraus das Porträt einer Frau, die mehr war als ihre Zeit erlaubte. Anna Kalthoff ist keine historische Ikone, sondern eine lebendige Widergängerin — jemand, der man gern einen Kaffee hinstellt, um anschließend stundenlang zuzuhören. Der Autor bleibt nah an den kleinen Dingen: ein Kaffeeservice, eine Postkarte, ein Satz in einem Heft — und plötzlich erzählt das Alltägliche von Mut, Trotz und einem feinen, fast frechen Selbstbestimmungswillen. Das Buch lebt von dieser Zärtlichkeit für Details und von Sußebachs klarer Stimme. Statt in verstaubten Archivbegriffen zu versinken, erzählt er mit einem Augenzwinkern und mit dem Ehrgeiz, eine Frau wieder sichtbar zu machen, die sonst im Familiengedächtnis verschwunden wäre. Die Sprache ist warm, manchmal direkt, immer persönlich — so als würde einem ein Bruder oder ein guter Freund die Familiengeschichte beichten. Emotional wird es dort, wo eigene Lebenslinien auftauchen: die Erkenntnis, dass Entscheidungen von Vorfahren sich wie verschlungene Straßen in das eigene Leben legen. Manche Stellen könnten noch tiefer graben, ein paar Zusammenhänge bleiben absichtlich offen — das ist aber eher künstlerische Zurückhaltung als Mangel. Insgesamt ein berührendes, kluges Buch über Selbstbestimmung, Liebe und die Kunst, die eigene Vergangenheit zu retten. Empfehlenswert für alle, die Familiengeschichten nicht als trockene Archivalien sehen, sondern als lebendige Erzählungen, die Mut machen.

  • Bewertung

    5/5

    25.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mehrere Blickwinkel

    Ein junges Mädchen, dem die Welt noch offen steht. So würde man aus heutiger Sicht vielleicht die Anfang zwanzig jährige Anna bezeichnen. Ende des neunzehnten Jahrhunderts bedeutet dies allerdings noch minderjährig und für unverheiratete Frauen eine Herausforderung zu sein. Dieser stellt sich Anna aber und geht als Lehrerin ins sauerländische Dörfchen Cobbenrode. Dort wächst sie zu einer geachteten und nicht ganz unumstrittenen Frau heran, die einen außergewöhnlichen Weg geht. "Anna oder: was von einem Leben bleibt" ist die wahre Geschichte der Anna Raesfeld, erzählt von Henning Sussebach, einem ihrer Nachfahren. Auf geschickte Art werden Zeitzeugnisse und Vermutungen miteinander versponnen und verschiedene Versionen der möglichen Wahrheit aufgestellt. Mir hat der Bezug zur Realität sehr gut gefallen. Die Recherche zu Anna erscheint nachhaltig und gewissenhaft. Mehrere Blickwinkel werden zugelassen und nichts einfach nur beschönigt. Ein Buch wie ein Besuch im Heimatmuseum!

  • Benni

    aus Erfurt

    5/5

    25.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mehrere Blickwinkel Ein…

    Mehrere Blickwinkel Ein junges Mädchen, dem die Welt noch offen steht. So würde man aus heutiger Sicht vielleicht die Anfang zwanzig jährige Anna bezeichnen. Ende des neunzehnten Jahrhunderts bedeutet dies allerdings noch minderjährig und für unverheiratete Frauen eine Herausforderung zu sein. Dieser stellt sich Anna aber und geht als Lehrerin ins sauerländische Dörfchen Cobbenrode. Dort wächst sie zu einer geachteten und nicht ganz unumstrittenen Frau heran, die einen außergewöhnlichen Weg geht. "Anna oder: was von einem Leben bleibt" ist die wahre Geschichte der Anna Raesfeld, erzählt von Henning Sussebach, einem ihrer Nachfahren. Auf geschickte Art werden Zeitzeugnisse und Vermutungen miteinander versponnen und verschiedene Versionen der möglichen Wahrheit aufgestellt. Mir hat der Bezug zur Realität sehr gut gefallen. Die Recherche zu Anna erscheint nachhaltig und gewissenhaft. Mehrere Blickwinkel werden zugelassen und nichts einfach nur beschönigt. Ein Buch wie ein Besuch im Heimatmuseum!

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    Christina Zimmer

    Thalia Poertgen-Herder

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So einen Urenkel wünsche ich jeder Frau

    Henning Sußebach fühlt sich in das Leben seiner Urgroßmutter ein, die Ende des 19. Jahrhunderts im Sauerland gelebt hat. Es gibt nicht viele Quellen zu dem Leben von Anna. Einige Fotos, Poesiealben und Familienerzählungen. Sußebach schafft es, die Lücken mit Phantasie und historischem Wissen zu füllen. Er gibt zu, dass er manche Begebenheiten einfach so erzählt, wie er sie sich für seine Urgroßmutter gewünscht hätte. Diese Ergänzungen sind aber immer, in der jeweiligen Zeit, mögliche Szenarien. Was mir vor allem gefallen hat, ist der feministische Blick auf ein Frauenleben im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Dies alles schreibt Sußebach in einer wunderbaren niveauvollen Sprache, so dass man Lust bekommt, das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Und am Ende traurig ist, dass es schon vorbei ist.
  • Zum Bewerterprofil von Heike Schoon

    Heike Schoon

    Thalia Aurich – Carolinenhof

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.01.2026

    eBook (ePUB)

    Anna oder was von einem Leben bleibt

    Das Buch ist sehr beeindruckend, wunderschön und informativ. Es hilft ein noch besseres Verständnis für diese Zeit zu bekommen. Frauen hatten es nicht leicht, was in diesen Buch sehr gut dargestellt wird. Es ist historisch wie biografisch überzeugend.
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike von Bargen

    Ulrike von Bargen

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.11.2025

    eBook (ePUB)

    Wenn Geschichte lebendig wird

    Von Annas Leben haben sich ein paar Postkarten, einige wenige unpersönliche Fotos und die eine oder andere Geschichte bis in die Gegenwart erhalten. Dem Urenkel und Historiker Henning Sussebach reichen diese „Schnipsel“, um ein ganzes Leben, und mit ihm eine ganze Epoche, wieder zum Leben zu erwecken. Sussebach nimmt seine Leser quasi an die Hand, betrachtet mit ihnen das Gerüst der gesicherten Tatsachen, um dann aus einer wunderbaren Mischung aus Fantasie, historischem Wissen und Ortskenntnis das aussergewöhnliche Leben von Anna im Sauerland wiedererstehen zu lassen. Lebendiger und spannender kann Vermittlung von Geschichte kaum sein, vor allem, wenn es um die der eigenen Familie geht!
  • Zum Bewerterprofil von Monika Föckeler

    Monika Föckeler

    Thalia Mayersche Castrop-Rauxel

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.11.2025

    eBook (ePUB)

    Erinnerungen an ein Leben

    Wie lange bleiben Erinnerungen an eine Person erhalten, die längst gestorben ist? Hier versucht der Autor, aus vielen kleinen Dingen, Briefen und Anekdoten ein Bild seiner Urgroßmutter zu zeichnen, die er selbst nicht gekannt hat. Er stellt Vermutungen an, wie es gewesen sein könnte, und stellt Anna als eine für die damalige Zeit ungewöhnlich starke und auch eigenwillige Frau dar. Es ist ihm sehr gut gelungen, eine komplexe Lebensgeschichte zusammenzufügen, hat geschichtliche Daten und Fakten mit seinen Gedanken komplettiert und damit seiner Urgroßmutter ein Denkmal gesetzt. Mich persönlich hat dieses Buch sehr berührt, weil ich mich frage, ob meine Oma, die im Nachbarort aufgewachsen ist und möglicherweise die Schule besucht hat, in der Anna unterrichtete, diese Frau noch kennengelernt hat. Ich kann sie leider nicht mehr fragen.
  • Zum Bewerterprofil von Violetta Hofmann

    Violetta Hofmann

    Thalia Dresden – Schillerplatz

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Familien- und Weltgeschichte

    „Jeder Mensch stirbt zweimal. Sein erster Tod ist biologisch und der, den wir meinen, wenn wir vom Sterben sprechen. (…) Der zweite Tod, nennen wir ihn den sozialen, vollzieht sich anfangs fast unmerklich.“ Bereits als Henning Sussebach auf der ersten Seite über das Vergessen von Menschen schreibt, hatte er mich damit auf sein Buch neugierig gemacht. Er schreibt hier gegen das Vergessen eines Menschen seiner Familie an: seiner Urgroßmutter Anna. Anna war das, was man einen ganz normalen Menschen nennt. Entsprechend wenige Zeugnisse und persönliche Anhaltspunkte stehen Sussebach für seine Recherche zur Verfügung; kein Tagebuch, kaum Fotos oder Briefe sind bis heute erhalten geblieben. Seine Faszination für Anna teilen bald auch wir Leser, denn der Autor lässt durch gründliche Recherche nicht nur seine Ahnin, sondern gleich eine ganze Geschichtsperiode wieder auferstehen. Dabei lenkt er die Aufmerksamkeit auf die kleinen Geschichten im Großen, ordnet den Jahreszahlen in Annas Leben immer wieder Ereignisse der Geschichte zu, achtet aber auch hier darauf, eher die „kleine“ Geschichte zu erzählen („1894 - In London wird die Tower Bridge für den Verkehr freigegeben.“) Außerdem ist das Buch interessant, da es die Generation von vor 1933 beleuchtet und damit eine Zeit, die aufgrund der Überlagerung durch die folgenden finsteren Jahre, über die so viel geschrieben wurde, für uns viel weniger greifbar ist. Fehlen Sussebach einmal die Fakten, geht er offen damit um. So schreibt er beispielsweise: „Ich stelle mir vor…“, um Annas Geschichte trotzdem die greifbare Nähe zu geben. Insgesamt ein sehr empfehlenswertes und kurzweiliges Sachbuch, welches sich beinahe wie ein Roman liest. Und vielleicht ist „Anna“ ja auch eine Einladung, sich mit der eigenen Familiengeschichte zu befassen?

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