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L. Streithoff Buchhandlung: Thalia Nordhausen – Marktpassage

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Meine letzte Rezension Plattgemacht von Mathias Liebing
Als ich Mitte der 2000er mein Herz an Rot-Weiß Erfurt verlor, hatte ich ja keine Ahnung, worauf ich mich da einließ. Als Nachwendekind kenne ich Namen, Zahlen und Tore aus vermeintlich besseren Zeiten nur vom Hörensagen. Was ich live miterlebte, war vor allem ein langer Leidensweg: Abstiege, Insolvenzen, der Absturz in die 5. Liga und aktuell der Frust über das leidige Thema Aufstiegsreform. RWE ist dabei nur ein Beispiel für das, was mit vielen Vereinen im Osten nach der Wende passiert ist – und genau dem geht Mathias Liebing in „Plattgemacht“ nach. Besonders positiv fand ich, dass Liebing nicht einfach die Geschichte vom bösen Westen erzählt. Klar bekommen der DFB, gierige Westmanager und dubiose Investoren ihr Fett weg. Gleichzeitig zeigt er aber auch, dass die Vereine im Osten selbst Fehler machten und schlicht nicht darauf vorbereitet waren, plötzlich in einer völlig neuen Welt mit Sponsoring, Marketing und wirtschaftlichen Zwängen bestehen zu müssen. Und es geht nicht nur um Fußball: Liebing ordnet die Entwicklung in die größeren gesellschaftlichen Veränderungen der 90er und 2000er ein: den Zusammenbruch von Arbeitsplätzen und Strukturen, die wirtschaftliche Entwicklung im Osten, die WM 2006 oder Leipzigs Aufstieg zur Boomstadt. Gerade diese Verknüpfung fand ich interessant, weil dadurch deutlich wird, dass der Niedergang vieler Vereine nicht einfach nur sportliche Gründe hatte. Allerdings habe ich manchmal etwas den Überblick verloren: Die collagenartige Struktur mit den vielen Einzelporträts lässt stellenweise den roten Faden vermissen, man springt zwischen Vereinen und Personen hin und her. Trotzdem hatte ich unzählige Aha-Erlebnisse und habe mich gerade über die Anekdoten aus der wilden Zeit nach dem Mauerfall amüsiert – vom klappernden Telexgerät bis zu Reiner Calmund im Kinderzimmer der Familie Kirsten. Es geht aber nicht nur um die schwierigen Nachwendejahre und die Trümmerfelder, die sie hinterlassen haben. Liebing schaut auch darauf, wo der ostdeutsche Fußball heute steht: Viele Vereine haben gelernt, eigene Wege gefunden und feiern Erfolge – ganz egal, ob in der Regionalliga oder der Champions League. Beispiele wie Union Berlin, RB Leipzig oder auch Energie Cottbus machen jedenfalls Hoffnung, dass „Plattgemacht“ als Titel vielleicht doch etwas zu plakativ ist. (Und wer weiß, vielleicht gehört mein RWE irgendwann ja auch zu den positiven Beispielen in dieser Reihe?)
ab 22,99 €
Produktbild Plattgemacht
5/5
  • L. Streithoff
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Plattgemacht

Als ich Mitte der 2000er mein Herz an Rot-Weiß Erfurt verlor, hatte ich ja keine Ahnung, worauf ich mich da einließ. Als Nachwendekind kenne ich Namen, Zahlen und Tore aus vermeintlich besseren Zeiten nur vom Hörensagen. Was ich live miterlebte, war vor allem ein langer Leidensweg: Abstiege, Insolvenzen, der Absturz in die 5. Liga und aktuell der Frust über das leidige Thema Aufstiegsreform. RWE ist dabei nur ein Beispiel für das, was mit vielen Vereinen im Osten nach der Wende passiert ist – und genau dem geht Mathias Liebing in „Plattgemacht“ nach. Besonders positiv fand ich, dass Liebing nicht einfach die Geschichte vom bösen Westen erzählt. Klar bekommen der DFB, gierige Westmanager und dubiose Investoren ihr Fett weg. Gleichzeitig zeigt er aber auch, dass die Vereine im Osten selbst Fehler machten und schlicht nicht darauf vorbereitet waren, plötzlich in einer völlig neuen Welt mit Sponsoring, Marketing und wirtschaftlichen Zwängen bestehen zu müssen. Und es geht nicht nur um Fußball: Liebing ordnet die Entwicklung in die größeren gesellschaftlichen Veränderungen der 90er und 2000er ein: den Zusammenbruch von Arbeitsplätzen und Strukturen, die wirtschaftliche Entwicklung im Osten, die WM 2006 oder Leipzigs Aufstieg zur Boomstadt. Gerade diese Verknüpfung fand ich interessant, weil dadurch deutlich wird, dass der Niedergang vieler Vereine nicht einfach nur sportliche Gründe hatte. Allerdings habe ich manchmal etwas den Überblick verloren: Die collagenartige Struktur mit den vielen Einzelporträts lässt stellenweise den roten Faden vermissen, man springt zwischen Vereinen und Personen hin und her. Trotzdem hatte ich unzählige Aha-Erlebnisse und habe mich gerade über die Anekdoten aus der wilden Zeit nach dem Mauerfall amüsiert – vom klappernden Telexgerät bis zu Reiner Calmund im Kinderzimmer der Familie Kirsten. Es geht aber nicht nur um die schwierigen Nachwendejahre und die Trümmerfelder, die sie hinterlassen haben. Liebing schaut auch darauf, wo der ostdeutsche Fußball heute steht: Viele Vereine haben gelernt, eigene Wege gefunden und feiern Erfolge – ganz egal, ob in der Regionalliga oder der Champions League. Beispiele wie Union Berlin, RB Leipzig oder auch Energie Cottbus machen jedenfalls Hoffnung, dass „Plattgemacht“ als Titel vielleicht doch etwas zu plakativ ist. (Und wer weiß, vielleicht gehört mein RWE irgendwann ja auch zu den positiven Beispielen in dieser Reihe?)

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Ein Sommer in Prag
    • L. Streithoff
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    5/5

    Ein Sommer in Prag

    Ein fesselndes Buch, das die Leser in die düstere Ära des Stalinismus mitnimmt, eine Zeit, die geprägt war von strenger politischer Kontrolle, Zensur und Verfolgung von politischen Gegnern, in der das allgegenwärtige Spitzelsystem das Leben der Menschen durchdrang. Die junge Sängerin Jana ist eine sympathische Heldin, deren innere Kämpfe und Träume den Leser berühren. Aufgrund ihrer "politisch unzuverlässig" geltenden Haltung darf sie nicht mit ihrem Folklore-Ensamble auf Tournee ins Ausland. Sie stammt aus schwierigen Familienverhältnissen: der Vater ist in den Westen geflohen, die älteren Brüder sind im Straflager. Trotzdem gelingt es ihr, die bedrückende Atmospähre mit einem humorvollen Unterton zu überwinden und mit Leichtigkeit und Witz den Widrigkeiten zu trotzen. Die bildreiche Sprache lässt die Leser in das sommerlich heiße Prag eintauchen, während gleichzeitig der Schatten der politischen Repression überallem liegt. Die Verknüpfung von Humor und Tragik macht es zu einem eindrucksvollen Roman, der zum Nachdenken anregt und trotzdem unterhält. Zu empfehlen für alle, die sich für Geschichte und Erfahrungen in totalitären Regimen interessieren. Ein Buch, das lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleibt. Ich hoffe, dass von der Autorin noch weitere Werke übersetzt werden.

  • Produktbild Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen
    • L. Streithoff
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    5/5

    Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen

    Obwohl ich ehrlich gesagt nicht viel mit dem alten Rom anfangen konnte, hat es dieses Buch tatsächlich geschafft, mich für diese Welt zu begeistern. Mit viel Humor und Empathie führt uns Emma Southon durch die Geschichte des römischen Reiches, stellt 21 Frauen vor und beleuchtet deren Rollen in einer von Männern dominierten Welt. Dabei gelingt es ihr, komplexe historische Themen aufzugreifen und aufzulockern, ohne die Bedeutung der Ereignisse zu schmälern. Besonders der Humor, der oft Popkultur und Ironie mit ernsten Themen verbindet, bringt eine erfrischende Leichtigkeit ins Buch – auch wenn dieser Humor nicht jedermanns Geschmack trifft. Besonders spannend ist, wie Southon die oft unbekannten Frauen der römischen Geschichte lebendig werden lässt – nicht nur als Nebenfiguren großer Erzählungen, sondern als Akteurinnen ihrer Zeit. Das Buch geht nicht nur auf Macht und Politik ein, sondern auch auf Alltag, Kultur und die sozialen Strukturen der damaligen Zeit. Southon erklärt nicht nur die historischen Ereignisse, sondern reflektiert auch über die Quellenlage und die Art und Weise, wie Geschichte oft zugunsten einer männlich geprägten Erzählweise überliefert wurde. Die moderne Sprache und der Humor können manchmal etwas gewollt wirken, aber insgesamt sorgt der frische Ansatz für einen neuen Zugang zur römischen Geschichte. Ein großes Plus gibt es für das schöne Cover, das mich sofort angesprochen hat.

    • Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen
    • Emma Southon
    • ab 28,00 €
  • Produktbild Die Zeit der Kinder
    • L. Streithoff
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    5/5

    Die Zeit der Kinder

    Kinder auf der ganzen Welt besuchen heute selbstverständlich den "Kindergarten", eine Einrichtung, die aus dem modernen Bildungsalltag nicht mehr wegzudenken ist. Es ist kaum vorstellbar, wie revolutionär diese Idee einst war – und welchem gewaltigen Widerstand sie sich in ihren Anfangsjahren, bis hin zum Verbot, ausgesetzt sah. Friedrich Fröbel, der Vater des Kindergartens, musste nicht nur gegen gesellschaftliche Konventionen kämpfen, sondern auch gegen tief verwurzelte Vorstellungen von Erziehung und Bildung. Fröbel wollte, dass Kinder durch freies Spiel und kreative Entfaltung aktiv lernen und sich entwickeln. Doch diese Idee stieß auf starken Widerstand. Viele, besonders die Kirche, die Oberschicht und die Regierung, sahen in Fröbels Ansatz eine Gefahr für die traditionellen Werte und die Kontrolle über die Gesellschaft. Erzählt wird der Roman aus Sicht von zwei Frauen, die sich in dieser Zeit der Umbrüche ihren eigenen Weg bahnen. Zum einen Luise Levin, eine junge Frau aus der bürgerlichen Oberschicht, die gegen den Widerstand ihrer Familie Kindergärtnerin wird. Ihre Entscheidung, in Fröbels Institut zu arbeiten, ist nicht nur ein beruflicher Schritt, sondern ein Akt der Selbstbestimmung in einer Welt, die Frauen enge Grenzen setzt. Und dann gibt es noch Marieke, die in Armut aufwächst und eine harte Kindheit in einer Verwahranstalt hinter sich hat. Für sie ist der Kindergarten nicht nur eine neue Chance auf Bildung, sondern auch ein Hoffnungsschimmer in einer Welt, die ihr kaum Chancen bietet. Dank der sorgfältigen Recherche und des lebendigen Schreibstils wird die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts anschaulich und greifbar. Die Zeit mag heute fern erscheinen, doch der Roman erweckt sie zum Leben und lässt die revolutionären Ideen und sozialen Umbrüche der Epoche lebendig werden. Für mich war es ein spannender Ausflug in eine Zeit, die ich im Geschichtsunterricht immer als langweilig empfand, aber durch diesen Roman in einem ganz neuen Licht erschien. Es gibt in diesem vielschichtigen Roman noch so viele Aspekte und Details, die hier nicht zur Sprache kommen können – ein Grund mehr, dieses fesselnde Buch selbst zu entdecken! PS: Ein interessanter Fakt für alle Nordhäuser: Ida Seele-Vogeler, die erste Kindergärtnerin der Welt, wurde in Nordhausen geboren und starb dort auch. Sie spielte eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung von Fröbels Ideen, heute erinnert das Denkmal in "Ida´s Wald - und Wiesenkinder" Kintergarten an sie.

  • Produktbild 84, Charing Cross Road
    • L. Streithoff
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    5/5

    84, Charing Cross Road

    Im Jahr 1949 sucht die New Yorker Autorin Helene Hanff ein ganz bestimmtes Buch. Lange bevor es Internet, Amazon und Co. gibt, wendet sie sich mit einem Brief an ein Antiquariat in London. Aus dieser Anfrage entsteht ein bezaubernder Briefwechsel – ein lebendiger Austausch über Bücher, das Weltgeschehen und das Leben –, der sich über zwei Jahrzehnte zu einer tiefen Freundschaft entwickelt. Ein Klassiker voller Wärme und Esprit – klein und fein, aber eindrucksvoll

  • Produktbild Radatouille
    • L. Streithoff
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    5/5

    Radatouille

    Frankreich – unser direkter Nachbar, Sehnsuchtsort, politischer Partner, sportlicher Rivale. Doch wie gut kennen wir dieses Land wirklich? Jean-Marie Magro, Münchner mit französischen Wurzeln und passionierter Rennradfahrer, geht dieser Frage auf ganz eigene Weise nach – nämlich vom Sattel seines Fahrrads aus. Auf 3000 km mit dem Rennrad durchquert Jean-Marie Magro Frankreich und liefert ein vielschichtiges Porträt des Landes. Vom Grand Départ in Paris über die berüchtigte „Hölle des Nordens“ bis in die sonnigen Gefilde der Provence tritt Magro kräftig in die Pedale. Dabei macht er immer wieder Zwischenstopps: Er erkundet Städte, verkostet Cognac und führt Gespräche mit Landwirten, Politikern, Buchhändlern und Winzern. So wird die kulturelle, historische und politische Vielfalt Frankreichs lebendig, liebevoll und mit einer Prise Humor erzählt. Für alle, die glauben, Frankreich zu kennen – und für jene, die das Land ganz neu entdecken wollen: Maillot Jaune für dieses detailreiche, charmante Frankreich-Porträt!

  • Produktbild Weltgeschichte(n) - Die letzte Pharaonin: Kleopatra
    • L. Streithoff
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    5/5

    Weltgeschichte(n) - Die letzte Pharaonin: Kleopatra

    Mit den Büchern von Dominic Sandbrook wird Geschichte für pfiffige Kinder lebendig. Spannend wie ein Abenteuerroman, sorgfältig recherchiert wie ein Sachbuch, entführt die Reihe die Leser an bedeutende Schauplätze der Weltgeschichte, mitten hinein in historische Ereignisse. In "Kleopatra: Die letzte Pharaonin" reisen wir in die faszinierende Welt des Alten Ägyptens. Kleopatra VII. war die letzte Königin von Ägypten und eine der berühmtesten Figuren der Antike. Sie war eine kluge Herrscherin, die ihr Land durch schwierige Zeiten führte, in ihrer Familie gab es viele Intrigen und Machtkämpfe, Kleopatra musste oft um ihren Thron kämpfen. Legendär sind ihre Beziehungen zu Julius Cäsar und Marcus Antonius, mit denen sie versuchte das Schicksal Ägyptens zu beeinflussen. Sandbrook versteht es detaillierte historische Fakten mit fesselnden Erzählungen zu verweben, sodass man das Gefühl hat, selbst Teil der Geschichte zu sein. Ein kleiner Kritikpunkt: der Verlag empfiehlt das Buch schon ab 10 Jahren, ich würde es erst ab 12 Jahren empfehlen, da einige Szenen mit Machtkämpfen, Intrigen und Kriegen dramatisch und manchmal auch beängstigend sein könnten.

    • Weltgeschichte(n) - Die letzte Pharaonin: Kleopatra
    • Dominic Sandbrook
    • ab 10,99 €
  • Produktbild Kleopatras Grab
    • L. Streithoff
    • Buchhändler/-in

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    4/5

    Kleopatras Grab

    „Kleopatras Grab“ entführt den Leser in das moderne Alexandria, während es gleichzeitig die geheimnisvolle Vergangenheit der Stadt lebendig werden lässt. Im Zentrum steht die junge Kommissarin Theodora Costanda, die einen Mordfall aufklären soll, der sie auf eine spannende Reise in die Welt von Verschwörungen, geheimen Ritualen und der Jagd nach dem sagenumwobenen Grab der Kleopatra führt. Besonders stark ist die Darstellung Alexandrias: einem Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen – eine Kulisse, die dem Roman eine besondere, mystische Atmosphäre verleiht. Viel faszinierendes Hintergrundwissen fließt durch die gründliche Recherche ins Buch ein. Trotz dieser Stärken weist der Roman auch einige Schwächen auf. Die Handlung wirkt an manchen Stellen sprunghaft und die Vielzahl an Geheimnissen und Verschwörungen macht die Erzählung etwas unübersichtlich. Die Ermittlungen treten zurück, während geheime Rituale und Verschwörungen dominieren. Die Auflösung des Mordfalls wirkt dadurch etwas abrupt, da sich die Geschichte mehr auf Bruderschaften und historische Entdeckungen konzentriert.Dennoch bleibt die Spannung bis zum Ende erhalten, und einige unerwartete Wendungen sorgen für zusätzliche Überraschungen. Trotz Schwächen in der Krimihandlung kommen vor allem Fans von Ägypten und Archäologie auf ihre Kosten. Die zahlreichen historischen Anspielungen und die gründliche Recherche machen den Roman besonders interessant. Besonders packend sind die Passagen zur Suche nach Kleopatras Grab. Schreiber versteht es, Spannung zu erzeugen und den Leser mit unerwarteten Wendungen zu überraschen – was Neugier auf die Fortsetzung weckt.

  • Produktbild Mord im alten Athen
    • L. Streithoff
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    4/5

    Mord im alten Athen

    Margaret Doodys historischer Krimi führt ins antike Athen zur Zeit Aristoteles’. Der junge Stephanos wird in eine Intrige verwickelt, bei der sein Cousin Philemon des Mordes verdächtigt wird. Mit Hilfe seines Mentors Aristoteles versucht er, die Wahrheit aufzudecken. Der lebendige Stil und die authentischen Figuren machen die Geschichte fesselnd. Besonders faszinierend sind die Einblicke in den Alltag, die Denkweise und die gesellschaftlichen Strukturen des alten Athens – der Wiege unserer Kultur. Außerdem erfährt man viel über die antike Justiz und deren Rechtsprechung. Einziger kleiner Kritikpunkt sind stellenweise Erzähl-Längen, die den Lesefluss kurz unterbrechen, aber die spannende Handlung und die historischen Einblicke gleichen das problemlos aus. Für alle Fans klassischer Who-dunnit-Krimis, die gerne miträtseln, wer der Täter war. Nebenbei macht der Krimi Lust, noch mehr über das Alte Griechenland zu erfahren. Der Roman wurde bereits 1978 erstmals veröffentlicht und war der Auftakt zu einer 11-teiligen Serie – ich hoffe, dass bald auch die restlichen Bände neu aufgelegt werden.

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