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Karin Lipski Buchhandlung: Thalia Solingen – EKZ Hofgarten

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Meine letzte Rezension She's a Lamb! von Meredith Hambrock
Ein Buch, das mich richtig überrascht hat. „She‘s A Lamb“ von Meredith Hambrock startet recht verhalten und entwickelt sich dann zu einem mitreißenden Fiebertraum. Der Roman könnte eigentlich wirklich langweilig sein. Eine Protagonistin, die unbedingt auf die große Bühne möchte. Hat man schon oft gelesen, auch in vielen Variationen. Doch hier spitzt sich das ambitionierte Ellbogenprinzip rasant zu und kombiniert gekonnt die satirische Kritik an patriarchalen Strukturen, dem Verlust der Realität, einer Manie mit den Folgen einer immer wieder verletzten und gebrochenen Persönlichkeit. Auch wenn hier kaum jemand gut wegkommt, ist die Betrachtung der Ereignisse durch die Eindrücke unserer (sehr) unzuverlässigen Erzählerin mehr als packend und man fiebert trotzdem mit. Dabei ist es teilweise wirklich erschreckend, wie man diese zunehmend gefährliche Art in ihrem Verhalten aufkommen sieht. Für mich ein absolut gelungenes Buch, das oberflächlich für viel Schockmomente sorgt, darüber hinaus aber eine psychologische Raffinesse beweist.
ab 15,19 €
Produktbild She's a Lamb!
5/5
  • Karin Lipski
  • Buchhändler/-in

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5/5

She's a Lamb!

Ein Buch, das mich richtig überrascht hat. „She‘s A Lamb“ von Meredith Hambrock startet recht verhalten und entwickelt sich dann zu einem mitreißenden Fiebertraum. Der Roman könnte eigentlich wirklich langweilig sein. Eine Protagonistin, die unbedingt auf die große Bühne möchte. Hat man schon oft gelesen, auch in vielen Variationen. Doch hier spitzt sich das ambitionierte Ellbogenprinzip rasant zu und kombiniert gekonnt die satirische Kritik an patriarchalen Strukturen, dem Verlust der Realität, einer Manie mit den Folgen einer immer wieder verletzten und gebrochenen Persönlichkeit. Auch wenn hier kaum jemand gut wegkommt, ist die Betrachtung der Ereignisse durch die Eindrücke unserer (sehr) unzuverlässigen Erzählerin mehr als packend und man fiebert trotzdem mit. Dabei ist es teilweise wirklich erschreckend, wie man diese zunehmend gefährliche Art in ihrem Verhalten aufkommen sieht. Für mich ein absolut gelungenes Buch, das oberflächlich für viel Schockmomente sorgt, darüber hinaus aber eine psychologische Raffinesse beweist.

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild I Who Have Never Known Men
    • Karin Lipski
    • Buchhändler/-in

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    5/5

    I Who Have Never Known Men

    Es gibt Romane, die sind und bleiben vermutlich zeitlos. „I Who Have Never Known Men“ von Jacqueline Harpman ist ein fantastisches Beispiel dafür. Bereits 1995 veröffentlicht, erzählt es die Geschichte von 40 Frauen, gefangen in einem Bunker, bewacht von Männern, die jedoch absolut keine wirkliche Kommunikation zulassen. Sie bekommen Essen gereicht, dürfen sich aber nicht berühren. Keine von ihnen kennt den Grund dafür. Plötzlich wurden sie aus einem uns ähnlichen Lebensstil gerissen. Alles, was sie bisher kannten, wurde ihnen genommen. Auch die Familie. Und genau dort, mitten im Geschehen, setzt der Roman an. Was machen die Frauen aus dieser Situation? Welche Aufgaben werden zur Routine? Wie sieht ihr sogenanntes neues Leben aus? Mich hat die Geschichte und auch die Erzählweise sofort gepackt. Erinnert hat es mich zudem an Yoko Ogawas „The Memory Police“, das erstaunlicherweise im Jahre 1994 erschienen ist (War es die Zeit, die sich mit dem Thema der Isolation auseinandergesetzt hat?). Hier begegnen uns Themen und Fragen nach der Menschlichkeit, dem inneren Bedürfnis nach einer Bestimmung, einem Sinn des Lebens und natürlich der Freiheit. Obwohl sich die Erzählung schnell weiterbewegt und sehr viele Jahre abdeckt werden, drängt es die Leser*in nach einer Antwort. Ich nehme tatsächlich vorweg: die bekommen wir nicht. Und dennoch mindert es nicht die Macht des Romans. Ist es überhaupt wichtig, was geschehen ist? Wo sich die Frauen befinden und was sich noch verändern wird? Letztlich ist es die Situation selbst und auch die Sozialisation, derer sie sich in der kleinen Gruppe ausgesetzt sehen, die es spannend macht. Wir schauen fast bildlich dabei zu, wie sie kommunizieren und wie anders die Kommunikation zwischen der sehr jungen Protagonistin ist, die sich an kein anderes Leben erinnern kann und denen, die sich nach dem alten Leben und Gewohnheiten sehen. Vor allem aber der Privatsphäre sowie gleichzeitig der Nähe zu geliebten Menschen. Wer ein Buch sucht, das wirklich auf emotionaler Basis bewegt und essenzielle Fragen des Daseins als Mensch aufgreift, dem ist das Buch definitiv zu empfehlen! Ich habe es vor einigen Tagen beendet und bin davon immer noch ganz eingenommen. Man kann die Wirkung der Erzählung nicht in Worte fassen, man muss es selbst lesen. Allen, die sich mit in den Bunker wagen, wünsche ich "viel Spaß".

  • Produktbild Piranesi
    • Karin Lipski
    • Buchhändler/-in

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    5/5

    Piranesi

    Habe es vor Jahren das erste Mal kurz nach Erscheinen gelesen und es ist immer noch eines meiner absoluten Lieblingsbücher! Der beste Tipp: Startet mit der Geschichte ohne viel darüber zu wissen. Wenn man sich selbst voranarbeitet und die Geheimnisse des Erzählers im gleichen Moment entdeckt, wirkt das Buch ganz anders. Eine Mischung zwischen Mythologie und Dark Academia, mit einer Prise Mystery-Fieber und Magic Realism. Perfekt für dunkle Abende mit ganz viel Kerzenschein.

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