Meine letzte RezensionHollywood, Endingvon John Green
John Green ist zurück!
Vor vielen Jahren war „The Fault in Our Stars“ DAS Buch, das mich zu Beginn der Bookstagram-Zeit begleitet hat. Der Hype war immens und seine Geschichten, gerade für junge Leser*innen, ein sicherer Ort mit viel Herz.
Also war ich natürlich sehr gespannt, wie nun sein erster „Erwachsenenroman“ werden würde. Vielleicht hatte ich etwas zu hohe Erwartungen, dennoch mochte ich das Buch gerne.
Was für mich nicht ganz funktionieren wollte, oder mir etwas merkwürdig vorkam: Während der ersten Kapiel, die aus Junipers Sicht erzählt werden, hatte ich ein unfassbar starkes Gefühl, als würde ich Jeanette McCurdys Memoir „I‘m Glad My Mom Died“ lesen. Ich kann nicht genau beschreiben, warum ich es daher irgendwie merkwürdig fand, hier eine romamhafte Version davon zu lesen, aber irgendwie gefiel es mir nicht so gut.
Nach und nach lernen wir Juniper und ihre Ziele besser kennen, ebenso wie ihren anschließenden Co-Star Kai. Der Wechsel der Perspektiven und auch der Erzählweise hat mir sehr gut gefallen. Man merkt, wie sehr man die Seite der- oder desjenigen einnimmt, in der man sich gerade befindet. Green schafft es hier wirklich, Empathie auf die Seiten zu bringen, die im Showbiz und vielleicht auch aktuell in der Welt allgemein fehlt.
Man muss beide Seiten der Geschichte kennen.
Hier und da wiederholt sich der Romam durch die Interviews und Abläufe, aber es gibt schöne Stellen und nachdenkliche Passagen, die ich sehr mochte.
Zwar ist es trotz aller beschriebener Skandale und Traumata seitens der Schauspieler*innen tiefgründig und ernst, gleichzeitig aber auch hoffnungsvoll und ETWAS sehr optimistisch im Abgang.
Ein schöner Roman über eine aufkommende Liebe im Filmgeschäft.