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Chayenne Theiß Buchhandlung: Thalia Gießen

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Meine letzte Rezension Mit beiden Händen den Himmel stützen von Lilli Tollkien
Tollkiens Debütroman ist eine bewegende Coming-Of-Age Geschichte um Lale, deren Mutter drogenabhängig und deren Vater im Gefängnis ist. Lale wächst in einer linken Berliner Männer Kommune auf und genießt auf den ersten Blick alle dort gewährten Freiheiten. Doch mit diesen Freiheiten kommen auch Einsamkeit, Vernachlässigung und Misshandlung. Tollkien schreibt ehrlich und rau, die Geschehnisse werden aus Lales Perspektive nüchtern beschrieben und es wird nicht viel hinterfragt: für die Protagonistin ist die erschreckende Kindheit Normalität, die sie nicht anders kennt. Trotzdem fiebert man extrem mit und bekommt oft das Gefühl in die Geschichte einsteigen zu wollen: die Männer, die sich selbst als intellektuelle Weltretter sehen, anschreien und Lale aus diesem Horror retten. Der Roman behandelt historisch und gesellschaftlich sehr wichtige und wenig beachtete Themen, die nur schwer zu ertragen sind, er macht wütend und erschüttert. Es gibt immer wieder poetische und hoffnungsvolle Einschübe, die einen weiterlesen und weiter wünschen lassen. Dennoch ist das Buch wirklich harte Kost und man muss wissen worauf man sich einlässt.
ab 24,00 €
Produktbild Mit beiden Händen den Himmel stützen
5/5
  • Chayenne Theiß
  • Buchhändler/-in

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5/5

Mit beiden Händen den Himmel stützen

Tollkiens Debütroman ist eine bewegende Coming-Of-Age Geschichte um Lale, deren Mutter drogenabhängig und deren Vater im Gefängnis ist. Lale wächst in einer linken Berliner Männer Kommune auf und genießt auf den ersten Blick alle dort gewährten Freiheiten. Doch mit diesen Freiheiten kommen auch Einsamkeit, Vernachlässigung und Misshandlung. Tollkien schreibt ehrlich und rau, die Geschehnisse werden aus Lales Perspektive nüchtern beschrieben und es wird nicht viel hinterfragt: für die Protagonistin ist die erschreckende Kindheit Normalität, die sie nicht anders kennt. Trotzdem fiebert man extrem mit und bekommt oft das Gefühl in die Geschichte einsteigen zu wollen: die Männer, die sich selbst als intellektuelle Weltretter sehen, anschreien und Lale aus diesem Horror retten. Der Roman behandelt historisch und gesellschaftlich sehr wichtige und wenig beachtete Themen, die nur schwer zu ertragen sind, er macht wütend und erschüttert. Es gibt immer wieder poetische und hoffnungsvolle Einschübe, die einen weiterlesen und weiter wünschen lassen. Dennoch ist das Buch wirklich harte Kost und man muss wissen worauf man sich einlässt.

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