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D. Dorr Buchhandlung: Thalia Stralsund
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Meine letzte Rezension Persönliche Dinge von Karolina Sulej
„Persönliche Dinge" von Karolina Sulej schildert eindrucksvoll und präzise, welche Bedeutung persönliche Gegenstände – insbesondere Kleidung – im grausamen Alltag der Konzentrationslager hatten. Sie wurden zu Symbolen von Identität und Würde in einer Umgebung, die genau diese Menschlichkeit zerstören wollte. Überraschend fand ich, wie selten in bisherigen Darstellungen der Shoah über Gegenstände gesprochen wird, obwohl es doch gerade diese Dinge waren, die Häftlinge ständig bei sich trugen. Sulej richtet den Blick bewusst auf Alltagsgegenstände, die oft mit Frauen verbunden werden, und öffnet damit einen wichtigen Zugang zur weiblichen Erfahrung im Holocaust. Dieses Buch trägt wesentlich dazu bei, eine lange bestehende Lücke zu schließen. Die Schilderungen sind teilweise grausam detailreich, aber dennoch bleibt der Sprachfluss klar. Trotz der schweren Thematik konnte ich es kaum aus der Hand legen. Für mich ist „Persönliche Dinge" das lehrreichste Sachbuch der letzten Jahre!
ab 26,00 €
Produktbild Persönliche Dinge
5/5
  • D. Dorr
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Persönliche Dinge

„Persönliche Dinge" von Karolina Sulej schildert eindrucksvoll und präzise, welche Bedeutung persönliche Gegenstände – insbesondere Kleidung – im grausamen Alltag der Konzentrationslager hatten. Sie wurden zu Symbolen von Identität und Würde in einer Umgebung, die genau diese Menschlichkeit zerstören wollte. Überraschend fand ich, wie selten in bisherigen Darstellungen der Shoah über Gegenstände gesprochen wird, obwohl es doch gerade diese Dinge waren, die Häftlinge ständig bei sich trugen. Sulej richtet den Blick bewusst auf Alltagsgegenstände, die oft mit Frauen verbunden werden, und öffnet damit einen wichtigen Zugang zur weiblichen Erfahrung im Holocaust. Dieses Buch trägt wesentlich dazu bei, eine lange bestehende Lücke zu schließen. Die Schilderungen sind teilweise grausam detailreich, aber dennoch bleibt der Sprachfluss klar. Trotz der schweren Thematik konnte ich es kaum aus der Hand legen. Für mich ist „Persönliche Dinge" das lehrreichste Sachbuch der letzten Jahre!

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Lightseekers
    • D. Dorr
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    5/5

    Lightseekers

    Mit Lightseekers legt Femi Kayode ein eindrucksvolles Debüt vor, das nicht nur als Thriller überzeugt, sondern auch einen tiefen kulturellen Einblick in ein von Konflikten gezeichnetes Nigeria bietet. Der Autor ist selbst Psychologe – und das merkt man: Seine Expertise fließt spürbar und meisterhaft in die Figurenzeichnung sowie in die Analyse kollektiver Dynamiken ein. Im Zentrum steht Dr. Philip Taiwo, Spezialist für Verbrechenspsychologie. Er wird in eine abgelegene Provinzstadt geschickt, um die grausame Ermordung dreier Studenten durch einen Lynchmob zu untersuchen. Einer der Väter zweifelt das offizielle Motiv (Diebstahl) vehement an und bittet Taiwo darum, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch vor Ort erwartet den Psychologen und seinen Assistenten nicht nur Misstrauen, sondern offene Feindseligkeit. Die Bevölkerung schweigt, die Militär ist korrupt, die Polizei unberechenbar. Kayode zeigt die Entstehung eines Lynchmobs, ohne seine Figuren herabzuwürdigen oder zu entmenschlichen. Vielmehr legt er offen, wie kulturelle, soziale und religiöse Differenzen als politische Waffe eingesetzt werden und wie leicht sich Manipulation in Gewalt verwandeln kann. Dadurch gelingt ihm ein packender, aber respektvoller Blick auf die Komplexität eines Landes, das von Stammeskonflikten, sozialer Ungleichheit und institutioneller Korruption geprägt ist. Das nigerianische Setting wirkt dabei außergewöhnlich authentisch – lebendig, intensiv und zugleich bedrückend. Der abschließende Twist ist spannend und überraschend, das Ende unerwartet, aber stimmig. Dass die Handlung auf wahren Ereignissen basiert, verleiht dem Roman eine zusätzliche Schwere und Dringlichkeit. Lightseekers vereint alles, was ein guter Thriller braucht: eine dichte, atmosphärische Handlung, eine ungewöhnliche Ermittlerfigur und Spannung bis zur letzten Seite. Absolut lesenswert!

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