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Lore Lerch Buchhandlung: Thalia Hildesheim
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Meine letzte Rezension Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman
Wie würde die Menschheit aussehen, wenn sie so gut wie ausgestorben wäre? Wenn von ihr nichts mehr übrig bliebe als 40 Frauen, die in einer nicht endenden Landschaft von Bergen und Tälern nach den letzten Anzeichen einer Zivilisation suchen? Was macht uns als Gesellschaft aus, und was ist der Sinn unseres Daseins? Ist das Leben als solches sinnvoll, oder wird ihm erst durch eine Aufgabe bzw. ein Ziel Sinn verliehen? Das sind nur einige von vielen Fragen, die ich mir gestellt habe, nachdem ich „Ich, die ich Männer nicht kannte“ zu Ende gelesen hatte. Der Roman lässt einen mit einem merkwürdigen Gefühl der Stille und Einsamkeit zurück. Einer Stille, die sich in einer Leere mit vielen unbeantworteten Fragen ausdrückt. Wenngleich genau dies der Grund ist, weshalb man das Buch kaum aus der Hand legen kann: Auf der Suche nach Antworten auf all die offenen Fragen treibt es einen dazu, immer weiterzulesen, und lässt einen dennoch mit einem unbefriedigten Gefühl zurück. Denn die Geschichte lebt davon, sich in ihren vagen Zügen zu behaupten und Raum für mögliche Interpretationsansätze zu lassen. So kann sie für den einen feministische Züge haben, für den anderen die Grundlagen gesellschaftlicher Strukturen erläutern usw. In jedem Fall ist es ein Buch, das nachklingt und einen somit noch eine Weile mit den eigenen Gedanken begleitet. Das ist für mich ein Aspekt, der große Literatur ausmacht. Wir betrachten die Geschichte aus der Sicht der jüngsten Protagonistin der 40 Frauen. Schon seit geraumer Zeit sind diese in einem Keller eingesperrt und werden rund um die Uhr von Wärtern bewacht. Der Grund dafür ist ihnen unbekannt – sie leben in stiller Übereinkunft zusammen, zehren von der Erinnerung an ein früheres, besseres Leben und versuchen, das jetzige so sinnvoll wie möglich zu gestalten. Doch plötzlich ändert sich ihre Lage, und sie können ihr Gefängnis verlassen. Mit diesem neuen Gefühl von Freiheit und Hoffnung begeben sie sich auf Erkundung, nur um mit der Zeit festzustellen, dass diese Welt da draußen vielleicht gar nicht die ihre ist …
ab 24,00 €
Produktbild Ich, die ich Männer nicht kannte
4/5
  • Lore Lerch
  • Buchhändler/-in

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4/5

Ich, die ich Männer nicht kannte

Wie würde die Menschheit aussehen, wenn sie so gut wie ausgestorben wäre? Wenn von ihr nichts mehr übrig bliebe als 40 Frauen, die in einer nicht endenden Landschaft von Bergen und Tälern nach den letzten Anzeichen einer Zivilisation suchen? Was macht uns als Gesellschaft aus, und was ist der Sinn unseres Daseins? Ist das Leben als solches sinnvoll, oder wird ihm erst durch eine Aufgabe bzw. ein Ziel Sinn verliehen? Das sind nur einige von vielen Fragen, die ich mir gestellt habe, nachdem ich „Ich, die ich Männer nicht kannte“ zu Ende gelesen hatte. Der Roman lässt einen mit einem merkwürdigen Gefühl der Stille und Einsamkeit zurück. Einer Stille, die sich in einer Leere mit vielen unbeantworteten Fragen ausdrückt. Wenngleich genau dies der Grund ist, weshalb man das Buch kaum aus der Hand legen kann: Auf der Suche nach Antworten auf all die offenen Fragen treibt es einen dazu, immer weiterzulesen, und lässt einen dennoch mit einem unbefriedigten Gefühl zurück. Denn die Geschichte lebt davon, sich in ihren vagen Zügen zu behaupten und Raum für mögliche Interpretationsansätze zu lassen. So kann sie für den einen feministische Züge haben, für den anderen die Grundlagen gesellschaftlicher Strukturen erläutern usw. In jedem Fall ist es ein Buch, das nachklingt und einen somit noch eine Weile mit den eigenen Gedanken begleitet. Das ist für mich ein Aspekt, der große Literatur ausmacht. Wir betrachten die Geschichte aus der Sicht der jüngsten Protagonistin der 40 Frauen. Schon seit geraumer Zeit sind diese in einem Keller eingesperrt und werden rund um die Uhr von Wärtern bewacht. Der Grund dafür ist ihnen unbekannt – sie leben in stiller Übereinkunft zusammen, zehren von der Erinnerung an ein früheres, besseres Leben und versuchen, das jetzige so sinnvoll wie möglich zu gestalten. Doch plötzlich ändert sich ihre Lage, und sie können ihr Gefängnis verlassen. Mit diesem neuen Gefühl von Freiheit und Hoffnung begeben sie sich auf Erkundung, nur um mit der Zeit festzustellen, dass diese Welt da draußen vielleicht gar nicht die ihre ist …

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Der Alchimist
    • Lore Lerch
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    5/5

    Der Alchimist

    „Der Alchimist“ von Paulo Coelho ist ein inspirierender Roman über Träume, Selbstfindung und den Mut, den eigenen Lebensweg zu gehen. Santiago ist ein einfacher Hirte, als er eines Tages einem König begegnet, der ihn dazu ermutigt, die Zeichen zu deuten und seinen persönlichen Lebensweg zu beschreiten. Sein wiederkehrender Traum, der ihn bereits seit mehreren Nächten begleitet, besagt, dass er einen Schatz bei den ägyptischen Pyramiden finden wird. So einfach, wie es im Traum erscheint, gestaltet sich seine Reise dorthin jedoch nicht: Über mehrere Etappen und Abenteuer hinweg wächst Santiago über sich hinaus und findet immer mehr zu sich selbst. Er lernt die Weltenseele kennen und lernt, die Sprache der Zeichen zu verstehen, die ihm hilft, seinen Lebensweg zu gehen. „Der Alchimist“ beschreibt die beeindruckende Geschichte eines Mannes, der seinen Weg findet, und vermittelt eine Botschaft, die auf jeden Menschen übertragbar ist. Das Buch erinnert uns daran, unsere eigenen Träume nicht aufzugeben, sondern trotz aller Hindernisse für sie einzustehen. Denn wenn wir etwas wirklich wollen, wird das Universum uns dabei unterstützen. Ich kann jedem nur empfehlen, dieses Buch einmal gelesen zu haben!

  • Produktbild Das falsche Leben
    • Lore Lerch
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    5/5

    Das falsche Leben

    Thomas verliert das Vertrauen in seinen Vater, als er erfährt, dass dieser jahrelang für die DDR spioniert hat. Nach der Enthüllung bleibt der Familie keine andere Wahl: Sie müssen selbst in den Osten fliehen – in der Hoffnung, dort ein neues Leben beginnen zu können. Doch schon bald erkennt auch sein Vater Armin Raufeisen, überzeugter Kommunist, dass die Realität fernab der Versprechungen der „Aktuellen Kamera“ liegt. Als ein Fluchtversuch zurück in den Westen scheitert, spitzt sich die Lage zu. Die Familie gerät zunehmend in Gefahr – jede Entscheidung wird zur Gratwanderung zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Ein beeindruckendes Buch! Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt es nicht nur vom persönlichen Schicksal einer Familie, sondern vermittelt eindrucksvoll die Lebensrealität in einem unterdrückenden System. Ich war tief erschüttert über die Ereignisse, die sich damals abgespielt haben. Obwohl ich mich schon mit der DDR-Zeit befasst habe, hat mich diese Erzählung emotional stark berührt und auf eine neue Weise sensibilisiert. Unbedingt lesen – bewegend, informativ und kraftvoll erzählt.

  • Produktbild Vom Ende der Einsamkeit
    • Lore Lerch
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    5/5

    Vom Ende der Einsamkeit

    Vom Ende der Einsamkeit ist eine bewegende Geschichte darüber, wie sehr einzelne Ereignisse ein ganzes Leben prägen können. Im Mittelpunkt steht Jules, der nach dem plötzlichen Tod seiner Eltern gemeinsam mit seinen Geschwistern auf ein Internat kommt. Dort lernt er Alva kennen, zu der er schnell eine besondere Verbindung aufbaut. Doch das Leben führt die beiden zunächst in unterschiedliche Richtungen. Der Roman erzählt nicht nur von Verlust und Trauer, sondern auch vom Erwachsenwerden und davon, sich selbst und seinen Platz im Leben zu suchen. Besonders gelungen ist dabei die Darstellung der unterschiedlichen Wege, die die drei Geschwister einschlagen und wie sie mit ihrem Schicksal umgehen. Gleichzeitig ist das Buch eine Liebesgeschichte, aber auch eine Geschichte über Familie, Freundschaft und die Wiederentdeckung eigener Talente und Leidenschaften. Eine berührende Erzählung, die zeigt, wie eng Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden sein können und wie sehr uns unsere Erfahrungen prägen.

  • Produktbild Statt aus dem Fenster zu schauen
    • Lore Lerch
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    5/5

    Statt aus dem Fenster zu schauen

    Schon ihr ganzes Leben lang hat Sophie gehört, dass aus ihr einmal etwas werden würde. Doch was das eigentlich bedeutet und ob sie diesen Erwartungen überhaupt entsprechen möchte, weiß sie selbst nicht. Als sie sich eines Tages in ihrem Praktikum festgefahren fühlt, trifft sie kurzerhand eine ungewöhnliche Entscheidung: Für einen erstaunlich günstigen Preis kauft sie ein verfallenes Haus auf dem Land. Ohne großen Plan beginnt sie, es Schritt für Schritt zu renovieren und sich dort ein neues Zuhause aufzubauen. Während der Arbeit am Haus lernt Sophie nicht nur praktische Dinge, sondern setzt sich auch immer mehr mit sich selbst, ihren Wünschen und den Erwartungen anderer auseinander. Dabei hinterfragt sie, welchen Weg sie im Leben eigentlich gehen möchte und was ihr wirklich wichtig ist. Die Geschichte wirkt entschleunigend und regt dazu an, über die eigenen Prioritäten nachzudenken. Besonders gefallen hat mir, wie Sophie nicht plötzlich alle Antworten findet, sondern ihren Weg nach und nach entdeckt. Das Buch zeigt, dass man nicht immer einen festen Plan haben muss und dass es manchmal lohnt, bekannte Wege zu verlassen. Eine warmherzige Geschichte über Selbstfindung, Neuanfänge und die Frage, was im Leben wirklich zählt.

    • Statt aus dem Fenster zu schauen
    • Anna Katharina Scheidemantel
    • ab 22,00 €
  • Produktbild Mimik
    • Lore Lerch
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    5/5

    Mimik

    Ein hochinteressanter und spannender Psychothriller, der nicht nur fesselt, sondern auch lehrreich ist. Für mich zählt dieses Buch zu den besten Romanen, die ich von Sebastian Fitzek gelesen habe. Im Mittelpunkt steht Hannah, eine Mimikresonanz-Expertin, die die besondere Fähigkeit besitzt, anderen Menschen anzusehen, ob sie lügen oder die Wahrheit sagen. Doch als sie sich plötzlich in einer äußerst vertrackten Situation wiederfindet und unter vorübergehender Amnesie leidet, kann sie nicht einmal mehr sich selbst vertrauen. Sie steht unter dem Verdacht, eine grausame Tat begangen zu haben – aber ist sie wirklich die Täterin? Mit wenigen Anhaltspunkten versucht Hannah, die Ereignisse vor der Tat zu rekonstruieren und die Wahrheit herauszufinden. Dabei entsteht eine durchgehend dichte und packende Spannung. Besonders gelungen ist, dass der Roman nicht auf eine Aneinanderreihung von Schockmomenten setzt, sondern einen konstanten Spannungsbogen aufbaut. Gleichzeitig vermittelt das Buch interessante Einblicke in die menschliche Psyche sowie in unbewusste Mimik und Ausdrucksreaktionen, die sich nicht kontrollieren lassen. Eine klare Leseempfehlung für alle, die Psychothriller mit Tiefgang schätzen.

  • Produktbild Und alles zerbricht (Paper Hearts 1)
    • Lore Lerch
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    5/5

    Und alles zerbricht (Paper Hearts 1)

    Zunächst scheint Milas Leben perfekt zu sein: Gemeinsam mit ihrer Familie lebt sie in Berlin direkt an einem See, ihre beste Freundin wohnt nebenan und die Vorfreude auf ihren 16. Geburtstag ist groß. Doch plötzlich verändert sich alles. Aufgrund der beruflichen Situation ihrer Mutter muss die Familie innerhalb weniger Tage in die Schweiz ziehen – ein Neuanfang, den Mila nur schwer akzeptieren kann. Die neue Umgebung bleibt ihr fremd, in der Schule fühlt sie sich fehl am Platz und auch der Kontakt zu ihrer besten Freundin wird immer weniger. Mila verliert zunehmend den Halt und versucht, wenigstens einen Bereich ihres Lebens kontrollieren zu können. Was zunächst harmlos erscheint, entwickelt sich nach und nach zu einer ernsthaften Essstörung. Besonders beeindruckend an diesem Buch ist, dass es weit mehr als nur eine typische Jugend- oder Liebesgeschichte erzählt. Zwar enthält die Handlung auch romantische Momente, im Mittelpunkt stehen jedoch psychische Belastungen, Selbstzweifel und der schleichende Weg in eine Essstörung. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie schnell junge Menschen in eine solche Krankheit geraten können – oft ohne es selbst bewusst wahrzunehmen. Gleichzeitig bleibt die Geschichte nicht ausschließlich düster. Neben den tragischen und emotional belastenden Momenten vermittelt sie auch Hoffnung und zeigt, dass Heilung ein langer Prozess mit Rückschlägen, aber auch Fortschritten sein kann. Gerade diese ehrliche und sensible Darstellung macht das Buch besonders lesenswert. Mich persönlich hat die Geschichte sehr positiv überrascht, da ich anfangs eine deutlich leichtere Romance-Handlung erwartet hatte. Aufgrund der intensiven Thematik und der teilweise sehr belastenden Gedanken sollte das Buch jedoch mit Bedacht gelesen werden. Für Betroffene kann der Inhalt möglicherweise triggernd wirken. Besonders für jüngere Lesende kann es sinnvoll sein, im Anschluss mit Familie oder vertrauten Personen über die angesprochenen Themen zu sprechen. Gerade dadurch leistet das Buch einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über psychische Erkrankungen und Essstörungen.

  • Produktbild Der Spurenfinder
    • Lore Lerch
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    5/5

    Der Spurenfinder

    Nach vielen Jahren als erfolgreicher Spurenfinder sehnt sich Elos von Bergen nach Ruhe – nach einem friedlichen Leben mit seinen Kindern in einem kleinen Dorf. Doch diese Ruhe währt nicht lange. Schon bald machen er und seine Zwillinge Ada und Naru sich erneut auf die Spurensuche, diesmal nach einem Mordfall. Mit jedem Indiz entfernen sie sich nicht nur räumlich vom Dorfkern, sondern erkennen auch, dass hinter der Tat etwas viel Größeres steckt. Marc-Uwe Kling erzählt die Geschichte mit Charme, Leichtigkeit und viel Herz. Besonders macht das Buch, dass er es gemeinsam mit seinen Töchtern geschrieben hat. Diese persönliche Note spürt man auf jeder Seite: Die Dynamik zwischen Vater und Kindern, das liebevolle Chaos und die kleinen Momente voller Humor und Wärme wirken besonders authentisch. Text und Illustrationen erzeugen ein wohlig-warmes, familiäres Gefühl, das die Lesenden tief in die fantasievolle Welt Friedhofens zieht. Die spannende Spurensuche, gepaart mit Herz, Humor und familiärer Nähe, macht das Buch zu einem einzigartigen Leseerlebnis – absolut empfehlenswert für Jung und Alt.

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