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Aydan Arabulan Buchhandlung: Thalia Berlin – Tauentzienstraße

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Meine letzte Rezension Die Verdammten dieser Erde von Frantz Fanon
Die Verdammten dieser Erde hat mich vor allem deshalb beschäftigt, weil Fanon Kolonialismus nicht nur als politische Herrschaft betrachtet. Er zeigt, wie tief koloniale Strukturen in eine Gesellschaft eingreifen können. In ihre wirtschaftlichen Verhältnisse, ihre sozialen Hierarchien, ihre Kultur und schließlich auch in die Selbstwahrnehmung der Menschen. Koloniale Herrschaft bedeutet bei Fanon deshalb nicht nur die Ausbeutung von Land, Ressourcen und Arbeitskraft. Sie hinterlässt auch psychologische Spuren. Menschen können von ihrer eigenen Kultur und Identität entfremdet werden und beginnen, die Vorstellungen und Vorurteile der Kolonisatoren selbst zu verinnerlichen. Ich fand vor allem seinen Gedanken darüber eindringlich, dass eine politische Unabhängigkeit deshalb noch nicht automatisch vollständige Befreiung bedeutet. Dekolonisierung betrifft für ihn auch die psychologische und moralische Ebene einer Gesellschaft: die Rückgewinnung der eigenen Identität und die Überwindung der Strukturen, die koloniale Herrschaft hinterlassen hat. Schwierig und gleichzeitig zentral ist dabei seine Auseinandersetzung mit Gewalt und Befreiung. Seine Überlegungen dazu sind radikal und nicht einfach zu lesen gerade weil Gewalt bei ihm immer im Zusammenhang mit einer bereits gewaltsam geschaffenen kolonialen Ordnung steht. Ein Werk, das einen mit vielen unbequemen Fragen zurücklässt und zeigt, dass Kolonialismus für Fanon weit mehr bedeutet als ein abgeschlossenes Kapitel politischer Geschichte.
ab 12,00 €
Produktbild Die Verdammten dieser Erde
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4/5

Die Verdammten dieser Erde

Die Verdammten dieser Erde hat mich vor allem deshalb beschäftigt, weil Fanon Kolonialismus nicht nur als politische Herrschaft betrachtet. Er zeigt, wie tief koloniale Strukturen in eine Gesellschaft eingreifen können. In ihre wirtschaftlichen Verhältnisse, ihre sozialen Hierarchien, ihre Kultur und schließlich auch in die Selbstwahrnehmung der Menschen. Koloniale Herrschaft bedeutet bei Fanon deshalb nicht nur die Ausbeutung von Land, Ressourcen und Arbeitskraft. Sie hinterlässt auch psychologische Spuren. Menschen können von ihrer eigenen Kultur und Identität entfremdet werden und beginnen, die Vorstellungen und Vorurteile der Kolonisatoren selbst zu verinnerlichen. Ich fand vor allem seinen Gedanken darüber eindringlich, dass eine politische Unabhängigkeit deshalb noch nicht automatisch vollständige Befreiung bedeutet. Dekolonisierung betrifft für ihn auch die psychologische und moralische Ebene einer Gesellschaft: die Rückgewinnung der eigenen Identität und die Überwindung der Strukturen, die koloniale Herrschaft hinterlassen hat. Schwierig und gleichzeitig zentral ist dabei seine Auseinandersetzung mit Gewalt und Befreiung. Seine Überlegungen dazu sind radikal und nicht einfach zu lesen gerade weil Gewalt bei ihm immer im Zusammenhang mit einer bereits gewaltsam geschaffenen kolonialen Ordnung steht. Ein Werk, das einen mit vielen unbequemen Fragen zurücklässt und zeigt, dass Kolonialismus für Fanon weit mehr bedeutet als ein abgeschlossenes Kapitel politischer Geschichte.

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