Produktbild: Thomas Selle (1599-1663)

Thomas Selle (1599-1663) Beiträge zu Leben und Werk des Hamburger Kantors und Komponisten anlässlich seines 400. Geburtstages

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.1999

Verlag

Traugott Bautz

Seitenzahl

200

Maße (L/B/H)

22,5/15,6/2,4 cm

Gewicht

300 g

Sprache

Deutsch, Englisch

ISBN

978-3-88309-078-8

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.1999

Verlag

Traugott Bautz

Seitenzahl

200

Maße (L/B/H)

22,5/15,6/2,4 cm

Gewicht

300 g

Sprache

Deutsch, Englisch

ISBN

978-3-88309-078-8

Herstelleradresse

Verlag Traugott Bautz GmbH
Ellernstr. 1
99734 Nordhausen
DE
bautz@bautz.de

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  • Produktbild: Thomas Selle (1599-1663)
  • INHALT

    Franz Josef Ratte
    Thomas Selle: Leben und Werk zwischen Tradition und Weiterentwicklung
    Gisela Jaacks
    "Exhibet hanc faciem". Das Porträt Thomas Selles von 1653
    Das Bildnis erweist sich bei detaillierter ikonologischer Analyse als Ausdruck des Selbstverständnisses Selles, der sich als Musiker und Gelehrter dem Ideal des "musicus perfectus" entsprechend präsentiert. Die symbolische Bedeutung des ornamentalen Beiwerks läßt sich zwar nicht mit letzter Sicherheit klären unterstreicht jedoch auf jeden Fall den Bekenntnischarakter des Porträts.

    Barbara Wiermann
    Musik zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges: Thomas Selles Schaffen in Wesselburen

    Frederick K. Gable
    Style and Performance Alternatives in the Monophonia harmonico-latina (1633/34) of Thomas Selle
    Thomas Selle's Monophonia contains 15 settings of antiphons and Latin hymns for tenor voice, treble instruments, and organ continuo. All were later copied into Selle's manuscript Opera omnia, five with enlarged instrumentations. The article discusses several cantus firmus works and four free concertos in detail. Unusual are three Mass movements for solo voice, continuo, and treble instruments. Their style, found also in the five hymn settings, resembles most closely a three-part organ cantus firmus movement, but seems to have no clear compositional model. The seven free concertos mix the older motet vocal style with more modern, Italianate characteristics in interesting combinations, but are more conservative than comparable works by M. Praetorius, Schein, Scheidt, and Schütz. Of major interest are Selle's performance alternatives: voice alternatives, instrument alternatives, optional six-voice ritornellos, and added instruments and voices in the Opera omnia
    versions. FredGable@aol.com

    Jürgen Neubacher
    Thomas Selle als Organisator der Kirchenmusik in Hamburg
    Thomas Selle wirkte von 1641 bis 1663 in der Position des städtischen Kantors und "Chori Musici directore" in Hamburg. Seine Aufgaben bestanden in der Erteilung des Musikunterrichts in den oberen Klassen der Lateinschule (Johanneum), und ihm oblag die Gesamtverantwortung für die vokale Kirchenmusik an den Haupt- und Nebenkirchen, ab 1642 auch am Dom. In den ersten Hamburger Jahren setzte Selle wesentliche Verbesserungen der vorhandenen organisatorischen Strukturen durch: Er erreichte eine noch stärkere Beteiligung als bisher der acht Ratsmusikanten und weiterer Instrumentalisten an der Kirchenmusik. Im vokalen Bereich wurde ein internatsähnliches Convictorium für bis zu acht besoldete Sänger eingerichtet. Die in verschiedenen Schriftstücken an Vorgesetzte oder
    Untergebene niedergelegten Auffassungen Selles zur Kirchenmusik, deren Organisation, Konflikte und Probleme werden durch erstmalige vollständige Edition dieser und anderer Archivalien umfassend dokumentiert.

    Joanna Carter
    Die Lehrmethode und die Anleitung zur Singekunst (um 1642) des Hamburger Kantors Thomas Selle Als Kantor am Anfang des siebzehnten Jahrhunderts in Hamburg benutzte Thomas Selle (1599-1663) zwei handschriftliche Lehrbücher, mit deren Hilfe er seine Schüler an der Johannisschule in Gesang und grundlegender Musiktheorie unterrichtete. Zusätzlich zu Briefen und anderen zeitgenössischen Dokumenten vermittelt das von ihm selbst geschriebene Lehrbuch, die Anleitung zur Singekunst, Informationen über die musiktheoretischen Kenntnisse der Schüler, Probleme beim Unterrichten und Proben sowie die Bemühungen des Kantors, die Qualität von Aufführungen und Kirchenmusik durch seine pragmatische Herangehensweise zu verbessern. Insbesondere befürwortet Selle beim Trainieren der musikalischen Intervalle die Verwendung von Buchstabenbezeichnungen an Stelle von Solmisationssilben, eine Ableitung der Mehode seines eigenen Lehrers, des Musiktheoretikers Seth Calvisius. Allgemein deutet Selles Methode sowohl auf seine progressive Gestaltung des Musikunterrichts als auch auf ein Bewusstsein seiner eigenen Rolle beim Vermitteln und Gestalten musikalischer Tradition hin.

    Holger Eichhorn
    Thomas Selle und seine Choralbearbeitungen

    Jürgen Neubacher
    Übersicht der handschriftlich oder gedruckt überlieferten Werke von Thomas Selle