Wolfenbütteler Leihbibliotheken im 19. Jahrhundert
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Sprache:Deutsch
18,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.01.1987
Abbildungen
mit 12 Abbildungen
Herausgeber
Paul RaabeVerlag
Traugott BautzSeitenzahl
132
Maße (L/B/H)
22,5/15,5/22,5 cm
Gewicht
330 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-88309-008-5
Die um die Wende zum 19. Jahrhundert vielfach geführten Klagen über die um sich greifende Lesewut bezogen sich denn zumeist auch auf die Romanlektüre. Diese Literaturgattung machte den Hauptbestand einer jeden kommerziell betriebenen Leihbibliothek aus.
Goldfriedrich zählt die von dem Exilfranzosen Jean du Sarrat 1704 in Berlin gegründete Leihbücherei zu einer der ersten in Deutschland.
Fehlendes statistisches Material lässt eine genaue Beschreibung der Ausbreitung von Leihbüchereien bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts nicht zu. Ab 1750 verbreiteten sich Leihbibliotheken im gesamten deutschsprachigen Raum. In der Blütezeit des Leihbüchereiwesens (1800-1850) fanden sich solche Betriebe auch in den kleinsten Ortschaften.
Neben der nicht zu unterschätzenden emanzipatorischen Bedeutung, die der Leihbibliothek zukam, indem sie im wortwörtlichen Sinne eine Tür zum Literaturgenuss auch für diejenigen öffnete, denen sie aus materiellen Gründen bislang verschlossen gewesen war, darf nicht übersehen werden, dass die kommerziell betriebene Leihbücherei dazu beitrug, das Buch zur Ware im eigentlichen Sinne verflachen zu lassen.
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