Deutsche Predigten und Traktate
detebe Band 20642

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Beschreibung

›Das sind die Reden, die der Vikar von Thüringen, der Prior von Erfurt, Bruder Eckehart, Predigerordens, mit solchen (geistlichen) Kindern geführt hat, die ihn zu diesen Reden nach vielem fragten, als sie zu abendlichen Lehrgesprächen beieinander saßen.‹

"Der größte Theologe und gefeiertste Lehrer seiner Zeit; die zentrale Gestalt der deutschen Mystik. Seine 'Deutschen Trakate' sind Kronperlen der deutschen Mystik." (Handbuch der Weltliteratur)

Geboren um 1260 in Hochheim bei Gotha, gestorben zwischen 1327 und 1328 in Köln oder Avignon.

Die Beschaulichkeit seines Lebens im Dienst seines Ordens und der Lehre wurde kurz vor seinem Tod durch die Anklage der Gotteslästerung erschüttert. In Avignon verteidigte sich Johannes Eckehart persönlich vor dem Papst, erlebte es jedoch nicht mehr, daß dieser 28 Sätze aus seinen Schriften verurteilte. In ihnen hatte er etwa behauptet, daß »die Welt von Ewigkeit her gewesen ist«, oder: »Gott liebt die Seelen, nicht das äußere Werk.« Eckehart wurde um 1260 in Hochheim bei Gotha aus ritterlichem Geschlecht geboren und trat in Erfurt sehr jung den Dominikanern bei. Seine Predigten machten ihn berühmt. Er leitete verschiedene Klöster und war Professor an der Sorbonne (daher der Zusatz ›Meister‹, der für ›magister‹ steht). Mit seinen auf deutsch geschriebenen Traktaten und Predigten gilt der Mystiker als einer der Begründer der deutschen Prosa.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.05.1990

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

11,1/17,7/3,5 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.05.1990

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

11,1/17,7/3,5 cm

Gewicht

365 g

Auflage

22. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-20642-5

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DAS Meisterwerk des bedeutendsten Christlichen Mystikers

Bewertung am 21.12.2005

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Meister Eckeharts geschliffene und klare Analyse des christlichen Glaubens ist alles andere als eine trockene Abhandlung, wie das der Titel dieses Meisterwerkes vielleicht befürchten lässt. Auch verliert er sich in den 59 Predigten dieses Buches nicht in verworrene Er,- oder Verklärung. Seine lebendige Mystik ist Ausdruck einer verinnerlichten und gelebten Spiritualität, wie man sie heute nur selten findet. Eine echte Rarität unter der geistigen Literatur des Abendlandes! Interkulturell lässt sich das Denken Eckehart´s in die Tradition des "Advaita-Vedanta" einordnen, wie schon Schopenhauer erkannte, und er steht damit dem buddhistischen Weltbild nahe. Durch den Einfluss dieser Non-dualen Sicht verschwinden die Subjekt-Objekt Grenzen und Eckehart erkennt in seiner Erleuchtung "daß ich und Gott eins sind", was ihm die Kritik von Papst Johannes XXII einbrachte, der sagte, dass Meister Eckehart "mehr wissen wollte als nötig war". Ja, Eckehart war ein Wissender, aber nicht nur das: Er war auch ein Liebender. Und ein radikaler dazu! INFO für Advanced Leser: Wenn man auf der Suche ist nach intellektuellem Ausdruck mystischen Erlebens, wird man an Eckhart nicht vorbei kommen, da es etwas Vergleichbares innerhalb westlicher Literatur nicht gibt. Aber es bedarf einiger (Lese-)Übung und einer kräftigen Portion Selbst-Erfahrung um die feinen Nuancen zu erkennen, die Eckehart von einem Angelus Silesius, einer Theresa von Avile oder einem Hans Urs von Balthasar unterscheiden. Für die einen (die Aufgeklärten) ist Eckehart jener schriftstellernde Theologe, der sie für alle Zeiten unfähig macht, die christliche Kernaussage zu begreifen, da er sie zurückwirft in ihren aufgeklärten Einheitsbrei, für die anderen (die Post-Aufgeklärten) ist er unverzichtbare Hilfe, die Vorurteile auf beiden Seiten ("Einheits"-Mystiker VS Persönlichkeitsanhänger) zu verstehen. Möge der Tag kommen, an dem der Wert dieser von Eckehart vorgelegten Vorstufenerkenntnis als Wegstrecke zur vollen Gottesbewusstheit gewürdigt wird, ohne darin ein Werk des Teufels zu sehen, über das nicht gesprochen werden darf. Und möge auf der anderen Seite die Illusion einer Weltenseele als allerletztes, überweltliches und transzendentes Prinzip, endlich zugunsten einer Anschauung der reinen und finalen Wahrheit des einen, persönlichen Gottes enden. Nachdem Meister Eckehart vor ein paar Jahren aus den Bibliotheken der geisteswissenschaftlichen Fakultäten (vielleicht zurecht) ausgemustert wurde, werden seine Bücher vermutlich erst in 150-200 Jahren wieder intensiv gelesen, und dann -hoffentlich- auch verstanden werden. Das Problem ist, dass man, um Eckehart richtig zu verstehen (d.h. so wie er sich selbst verstanden hat), nicht nur die geistige und kulturelle Entwicklung bis zu seiner Zeit durchschritten, sowie die orientalischen Religionen studiert haben muss, sondern auch, und insbesondere -deren Irrwege.

DAS Meisterwerk des bedeutendsten Christlichen Mystikers

Bewertung am 21.12.2005
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Meister Eckeharts geschliffene und klare Analyse des christlichen Glaubens ist alles andere als eine trockene Abhandlung, wie das der Titel dieses Meisterwerkes vielleicht befürchten lässt. Auch verliert er sich in den 59 Predigten dieses Buches nicht in verworrene Er,- oder Verklärung. Seine lebendige Mystik ist Ausdruck einer verinnerlichten und gelebten Spiritualität, wie man sie heute nur selten findet. Eine echte Rarität unter der geistigen Literatur des Abendlandes! Interkulturell lässt sich das Denken Eckehart´s in die Tradition des "Advaita-Vedanta" einordnen, wie schon Schopenhauer erkannte, und er steht damit dem buddhistischen Weltbild nahe. Durch den Einfluss dieser Non-dualen Sicht verschwinden die Subjekt-Objekt Grenzen und Eckehart erkennt in seiner Erleuchtung "daß ich und Gott eins sind", was ihm die Kritik von Papst Johannes XXII einbrachte, der sagte, dass Meister Eckehart "mehr wissen wollte als nötig war". Ja, Eckehart war ein Wissender, aber nicht nur das: Er war auch ein Liebender. Und ein radikaler dazu! INFO für Advanced Leser: Wenn man auf der Suche ist nach intellektuellem Ausdruck mystischen Erlebens, wird man an Eckhart nicht vorbei kommen, da es etwas Vergleichbares innerhalb westlicher Literatur nicht gibt. Aber es bedarf einiger (Lese-)Übung und einer kräftigen Portion Selbst-Erfahrung um die feinen Nuancen zu erkennen, die Eckehart von einem Angelus Silesius, einer Theresa von Avile oder einem Hans Urs von Balthasar unterscheiden. Für die einen (die Aufgeklärten) ist Eckehart jener schriftstellernde Theologe, der sie für alle Zeiten unfähig macht, die christliche Kernaussage zu begreifen, da er sie zurückwirft in ihren aufgeklärten Einheitsbrei, für die anderen (die Post-Aufgeklärten) ist er unverzichtbare Hilfe, die Vorurteile auf beiden Seiten ("Einheits"-Mystiker VS Persönlichkeitsanhänger) zu verstehen. Möge der Tag kommen, an dem der Wert dieser von Eckehart vorgelegten Vorstufenerkenntnis als Wegstrecke zur vollen Gottesbewusstheit gewürdigt wird, ohne darin ein Werk des Teufels zu sehen, über das nicht gesprochen werden darf. Und möge auf der anderen Seite die Illusion einer Weltenseele als allerletztes, überweltliches und transzendentes Prinzip, endlich zugunsten einer Anschauung der reinen und finalen Wahrheit des einen, persönlichen Gottes enden. Nachdem Meister Eckehart vor ein paar Jahren aus den Bibliotheken der geisteswissenschaftlichen Fakultäten (vielleicht zurecht) ausgemustert wurde, werden seine Bücher vermutlich erst in 150-200 Jahren wieder intensiv gelesen, und dann -hoffentlich- auch verstanden werden. Das Problem ist, dass man, um Eckehart richtig zu verstehen (d.h. so wie er sich selbst verstanden hat), nicht nur die geistige und kulturelle Entwicklung bis zu seiner Zeit durchschritten, sowie die orientalischen Religionen studiert haben muss, sondern auch, und insbesondere -deren Irrwege.

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