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Band 13510

Unter dem Vulkan

2

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.1994

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

18,8/12,7/3,5 cm

Gewicht

342 g

Farbe

Elfenbein / Schwarz

Auflage

16. Auflage, Neuausgabe

Originaltitel

Under the Volcano

Übersetzt von

Susanna Rademacher

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-13510-1

Beschreibung

Rezension

Eines der unvergesslichsten (...) Werke moderner Literatur. ("The New York Times")
A Faustian masterpiece. ("Anthony Burgess")
«Unter dem Vulkan» ist der Roman, den ich wohl am häufigsten in meinem Leben gelesen habe. Ich würde ihn in Zukunft gerne nicht mehr lesen, aber das wäre unmöglich, denn ich werde keine Ruhe finden, bis ich ergründet habe, worin sein verborgener Zauber liegt. ("Gabriel Garcia Márquez")
Dieser eruptive Schreib-Stil, der selbst wie ein Vulkan-Ausbruch anmutet, wie ein radikales Umstülpen, Überlaufen des Unterbewusstseins, stilistisch abgestempelt als 'innerer Monolog' - diese Ausdrucks-Form macht aus Lowrys Aufnahme eines menschlich trüben Tatbestandes ein Stück glutheißer Dichtung. ("Der Spiegel")
Der Roman eines zweifellos ganz ursprünglich dichterisch begabten zeitgenössischen Schreibers. ("Der Spiegel")
Über Lowrys «Unter dem Vulkan» braut sich die Weltkatastrophe zusammen: kein Tag wie jeder andere, nicht Durchgangs-, sondern Endstation, Finale. ("Die Zeit")
Ein großartiges, ein unwiderstehliches Buch! ("Robert Penn Warren")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.1994

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

18,8/12,7/3,5 cm

Gewicht

342 g

Farbe

Elfenbein / Schwarz

Auflage

16. Auflage, Neuausgabe

Originaltitel

Under the Volcano

Übersetzt von

Susanna Rademacher

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-13510-1

Herstelleradresse

Rowohlt Taschenbuch
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Bories vom Berg

    aus München

    5/5

    07.03.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Der Trinker als soziologische…

    Der Trinker als soziologische Parabel Fest zum Kanon englischsprachiger Literatur gehört der berühmte Klassiker «Unter dem Vulkan» von Malcom Lowry. Mit dem ‹Ulysses› hat er gemeinsam, dass nur ein einzelner Tag im Leben des Protagonisten geschildert wird, hier ist es Allerseelen im Jahre 1938, Dia de Muertos, einer der wichtigsten Feiertage in Mexiko. Weitere Gemeinsamkeiten sind eine nur rudimentär vorhandene Handlung sowie die Erzählweise als Bewusstseinsstrom, also als eine ungeordnete Folge von Gedankenfetzen und spontanen Wahrnehmungen. Diese oft eruptiv aufscheinenden und damit auf den Titel verweisenden Erinnerungsfetzen sind hier scheinbar willkürlich aneinander gereiht und zusätzlich mit einer Fülle von häufig fremdsprachigen Zitaten angereichert. Zwischen dem Autor und seiner Hauptfigur gibt es biografische Parallelen, beide sind Alkoholiker mit gescheiterten Ehen, und wie der Autor soll auch sein tragischer Held auf Wunsch seiner Frau mit ihr in Kanada in einer einsamen Blockhütte am See leben. Lowry selbst hatte die vierte Fassung seines Romans nach zehn Jahren Schreibarbeit 1947 in einer solchen einfachen Squatterhütte in der Nähe von Vancouver fertig gestellt. Ort des Roman-Geschehens ist Cuernavaca, die Stadt des ewigen Frühlings, wie Alexander von Humboldt sie des milden Klimas wegen genannt hat, titelgebender und von dort aus ständig sichtbarer Vulkan, ein leitmotivisch häufig verwendetes, drohendes Symbol, ist der 5452 Meter hohe Popocatepetl. In einem vorspielartigen ersten Kapitel unterhalten sich ein Regisseur und ein Arzt über das tragische Schicksal des alkoholkranken britischen Ex-Konsuls Geoffrey Firmin, der im Roman fast ausschließlich ‹der Konsul› genannt wird. Der lebte nach der Scheidung von seiner Frau Yvonne, einer ehemals erfolgreichen Filmschauspielerin, ziel- und tatenlos vor sich hin. Bis vor genau einem Jahr - und damit beginnt der eigentliche Plot - seine Ex-Frau plötzlich aus den USA anreiste. In einem letzten Versuch will sie ihm aus seiner Säuferkarriere heraushelfen und in eine - alkoholfreie - Wildnis Kanadas locken. Am Dia de Muertos kommt auch sein jüngerer Halbbruder Hugh von einer Reise zurück, ein dem Sozialismus zugeneigter Journalist mit einer abenteuerlichen Vergangenheit als Musiker und Seemann, der seinen jetzigen Job zutiefst verachtet. In einem Vorwort betont Malcom Lowry seine Absicht, damit «den Zugang zu diesem Buch zu erleichtern». Und weiter: «Jedenfalls sind diese Seiten nicht gedacht, Ihre Intelligenz zu kränken. Sie zeigen vielmehr, dass an mancher Stelle der Autor die seine in Frage stellt». Sein Buch sei «auf zahlreichen Ebenen geschrieben», es sei «eine Prophetie, eine politische Warnung, ein Kryptogramm, ein irrer Film, ein Menetekel, eine Wandparole». Was wir lesen in diesem Roman sind unzählige Einzelszenen aus dem Leben des Konsuls, wechselweise erzählt aus den Perspektiven der drei Protagonisten. Wobei Vieles in einer üppigen Symbolik versteckt ist, zu der das Riesenrad auf dem Fest gehört, mit dem man sinnlos immer an der gleichen Stelle vorbeikommt, ebenso die verwilderten Gärten als ewige Verlierer im Kampf mit der grandios geschilderten Natur. Als der Konsul irgendwo gefragt wird, warum er hier eigentlich stehe, erklärt er nonchalant: «Da die Welt sich dreht, warte ich hier so lange, bis mein Haus vorbeikommt». Die selbstzerstörerische Höllenreise des versoffenen Konsuls steht stellvertretend für das Unvermögen eines aus den Fugen geratenen, ebenso trunkenen Kapitalismus. In dieser großartigen Parabel wird eindringlich ein erschreckendes Bild der neurotischen Aspekte einer modernen Welt vermittelt. Aber die scheint hundert Jahre später, das heutige Mexiko mit ungebremster Korruption, Drogenkartellen und Migrationsthematik zeugt davon, keinen Deut besser zu sein. In der Tat, dieser halluzinatorische Sturzbach von Erinnerungen eines notorischen Trinkers ist nicht leicht zu lesen, - aber es lohnt sich, und zwar in jeder Hinsicht!

  • Polar

    aus Aachen

    5/5

    01.10.2008

    Buch (Taschenbuch)

    Die Hölle

    Was für ein Roman. Was für eine Kraft. Was für eine Tragödie. Selbst Jahre, nachdem man ihn gelesen hat, ergreifen einen seine Bilder immer noch. In Unter dem Vulkan treffen Mythos und Wirklichkeit zusammen. Ein Schriftsteller und sein Werk spiegeln den aussichtslosen Kampf gegen den Alkohol wieder. Seien die Gründe auch noch so verschieden, immer zur Flasche greifen zu müssen, sich selbst dafür zu hassen, Familie, Arbeit, alle Kraft zu verlieren, Malcolm Lowry ist ein faszinierend ehrlicher, sprachlich meisterhafter Roman gelungen, der sich auf der Schattenseite umsieht, nachdem man sich aufgegeben hat. Lowry selbst spricht von dem unbekannten Land, in das man vordringt und aus dem man nicht zurückkehren kann. Seine Geschichte spielt in Mexiko, dreht sich um einen Ex-Konsul, seine von ihm getrennt lebende Frau und eine Liebe, die scheinbar verloren, wie wahnsinnig nach ihr schreit. Das Leben ist für den Konsul nur noch im Rausch zu ertragen. Freundschaften, Verpflichtungen, Nähe sind darin untergegangen. Wir stehen am Vorabend des Zweiten Weltkrieges, der alles mit sich in den Abgrund reißen wird. Warum dann sich nicht selbst zerstören? Nur kann eine solche Reise im Alkohol lange dauern und Dämonen tauchen auf, die immer wieder dieselbe Sehnsucht, Fragen, blassen Antworten aufwerfen. Den Konsul beim Trinken zuzusehen, seine Hilflosigkeit, die verloren geglaubte Frau zurückzugewinnen, ist erschreckend zu lesen, und verleiht einem ein Gefühl dafür, wie abgrundtief die Schwäche in einem wüten muss, um die Welt gegen sich selbst richten zu können. Lowrys Roman ist keine Anklage, er ist aus der Mitte der Hölle geschrieben. Sein Autor hat all seine Kraft darauf verwandt, ihn zu Ende zu schreiben. Und so bleibt der nie abgeschickte Brief an die Frau des Konsuls der letzte Aufschrei aus dem Nichts, bevor das Leben darin versinkt. Die Leser jedoch bekommen ein Geschenk gemacht, indem sie in sich die Nähe zum eigenen Untergang begeben, während dieser eine Allerseelentag in Quauhnahuac für den Konsul die Erlösung bringt.

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