Pflichtverletzung, Kindesexistenz und Schadensersatz. Wrongful Life, Wrongful Birth, Wrongful Pregnancy, Wrongful Adoption & Wrongful Parenthood.
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- Deutsch ausgewählt
159,90 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
18.06.2002
Verlag
Duncker & HumblotSeitenzahl
767
Maße (L/B/H)
23,8/16,1/4 cm
Gewicht
1094 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-428-10321-8
Der besondere Anspruch dieser Arbeit liegt darin, einerseits durch einen Blick in den U.S.-amerikanischen Rechtskreis die Bandbreite der ausgetauschten Argumente sowie ihre Gesellschafts- und Rechtsordnungen transzendierende Kraft aufzuzeigen. Andererseits will die Autorin im deutschen Recht mittels einer dogmatisch stringenten Lösung den Versuch einer über weltanschauliche Divergenzen hinweg überzeugenden Antwort für die aufgezeigte Fragestellung anbieten. Dies unternimmt sie auf der Grundlage der geltenden Gesetzeslage unter deutlicher Kennzeichnung wertender Elemente. Leitlinie der Arbeit ist also die dogmatische Stringenz der Begründungen und die Differenzierung gemäß dem beschriebenen Kriterium der Rechtmäßigkeit des hypothetischen Kausalverlaufs. Methodisch legt die Verfasserin den Schwerpunkt auf genaue Subsumtion, Differenzierung der Sachverhalte, Vollständigkeit der Darstellung und detaillierte Rechtsvergleichung.
In ihrem ersten Teil gibt Claudia Junker nach einem Überblick über die verwendete U.S.-amerikanische Terminologie, die für das deutsche Recht entlehnt wird, einen Abriß der historischen Entwicklung in den U.S.A. und Deutschland, um dann im zweiten Teil zunächst die Rechtslage in den U.S.A. mit Schwerpunkt auf der dortigen Rechtsprechung darzustellen.
Im dritten Teil widmet sie sich der Darstellung der deutschen Rechtslage und ihrer Bewertung unter Heranziehung rechtsvergleichender Aspekte. Dabei gelangt die Autorin u. a. zu dem Ergebnis, daß den wrongful birth- und wrongful pregnancy-Klägern, also den Eltern des behinderten oder gesunden Kindes, ein Unterhaltsschadensersatzanspruch zustehen kann, wenn die zur Verhinderung der Geburt des Kindes letztlich intendierte Maßnahme rechtmäßig gewesen wäre. In den wrongful life-Fällen bejaht die Verfasserin im Einzelfall einen Schmerzensgeldanspruch des schwerstbehinderten Kindes. Ferner können den wrongful adoption-Klägern - den Eltern eines adoptierten Kindes - Schadensersatzansprüche zustehen. Letztlich sind auch bei einseitig ungewollter Elternschaft - wrongful parenthood - möglicherweise Ansprüche des einen Elternteils gegen den anderen gegeben.
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