Staat und Wirtschaft im Ersten Weltkrieg. Kriegsgesellschaften als kriegswirtschaftliche Steuerungsinstrumente.
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99,90 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
31.10.1997
Verlag
Duncker & HumblotSeitenzahl
452
Maße (L/B/H)
16,5/23,5/1 cm
Gewicht
610 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-428-08709-9
Es wird gezeigt, daß die Bereitschaft staatlicher Stellen zur Intervention in den Wirtschaftsablauf sich im Laufe des Krieges verstärkte, während gleichzeitig der Spielraum zur Realisierung solcher Regulierungsmaßnahmen beständig abnahm. Treibende Kraft waren die neu errichteten militärischen Institutionen, allen voran die Kriegsrohstoffabteilung, teilweise auch das Waffen- und Munitionsbeschaffungsamt. Sie mußten sich nicht allein mit den Vertretern der Wirtschaft, sondern oft auch mit den zivilen Behörden auseinandersetzen. Was die Lastenverteilung anging, gab es eine Reihe von Maßnahmen, um die Wirtschaft an den Kosten und Risiken des Krieges zu beteiligen, wie beispielsweise die immer wieder aufflammende Diskussion um die Beschränkung von Preisen und Gewinnen deutlich macht. Aufs Ganze gesehen scheiterten diese Versuche weitgehend, denn die Befürworter, die sich auch hier vorwiegend in den neu geschaffenen militärischen Behörden fanden, trieben keine stringente Verteilungspolitik. Vielmehr standen sie ständig im Konflikt zwischen Sicherung des Rüstungsbedarfs und Sicherung des sozialen Friedens, zwei Zielen, die kaum miteinander zu vereinbaren waren.
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