Die Balkankriege 1912-13

Inhaltsverzeichnis

Einleitung
I. An der Schwelle des Krieges
1. Die Balkan-Frage
Die türkische Revolution und die Aufgaben des Proletariats
Die neue Türkei
Der Balkan, das kapitalistische Europa und der Zarismus
2. Die Balkanländer und der Sozialismus
Die bulgarische und die serbische Sozialdemokratie
Die Balkanfrage und die Sozialdemokratie
Vom bulgarischen Parteitag
3. Das Rätsel der bulgarischen Demokratie
In einem zurückgebliebenen Land
Der bulgarische Parlamentarismus
Demokratie und Absolutismus
II. Der Krieg
1. Serbien im Krieg
Auf dem Weg hierher
Belgrad
Erste Eindrücke
Ein Knäuel von Widersprüchen
Serbien in Umrissen (Pašić, Paču, Prodanović, Drašković)
Lazar Paču
Stojan Novaković
Nikola Pašić
Die serbische Presse
Politische Parteien
Serbien und Montenegro
Aus der Geschichte einer Brigade
Rund um den Krieg
Die Geste des Herrn Brjantschaninow
(Serbien und die russischen Slawophilen)
2. Bulgarien im Krieg.
Die erste Periode – mit den Verbündeten gegen die Türkei
Vor den Ereignissen
Der Krieg ist erklärt
Beobachtungen und Verallgemeinerungen
Die politischen Parteien und der Krieg
Presse und Zensur
Bei Kirkkilisse
Die Kehrseite des Krieges
3. Berichte von Kriegsteilnehmern
Die Verwundeten
Aus dem Munde von Kriegsteilnehmern
Bei gefangenen Offizieren
Der Bericht eines Verwundeten
Der Bericht eines Offiziers
4. Echo des Krieges
Ein langer Monat
Jutsch-Bunar
Bulgarien und die russische Diplomatie
5. Mazedonien und Armenien
Der Èetnik-Kampf und der Krieg
Die Zersetzung der Türkei und die armenische Frage
Andranik und seine Truppe
6. Die Verbrechen des Chauvinismus und die Demokratie
Die bulgarische Militärzensur
Eine Armee von Siegern
Hinter einem Zipfel des Vorhangs
Zu Hause
In den neuen Provinzen
Ein Brief von P. Todorow
Die Antwort an P. Todorow
Eine außerparlamentarische Anfrage an Herrn P. Miljukow
Die Ergebnisse der »Balkan-Anfrage«
Die Philosophie und Moral der Begünstigung
In der Natur der Dinge
Zur Verteidigung des gewissenhaften Schweigens
7. Der Krieg und die Sozialdemokratie
Ihre Arbeit
Die Tätigkeit des Proletariats
An die sozialdemokratische Fraktion im österreichischen Reichsrat
8. Bulgarien im Krieg.
Die zweite Periode – Krieg gegen die ehemaligen Verbündeten
Ein Gespräch über den Balkan
Die Organisatoren der Katastrophe
Bulgarien in der Krise
Eine große Lehre
III. Rumänien nach dem Krieg
Erste Eindrücke
Der Bukarester Friede
Die rumänisch-bulgarischen Beziehungen
Von Schwierigkeiten umgeben
Über die Reformen
Auf dem Weg in eine innere Katastrophe
Die Arbeiterpartei
Dobrogheanu-Gherea
Die Judenfrage
Eine Reise in die Dobrudscha

Die Balkankriege 1912-13

Buch (Gebundene Ausgabe)

24,90 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.1995

Verlag

Mehring Verlag

Seitenzahl

585

Maße (L/B/H)

21,6/14/4,2 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.1995

Verlag

Mehring Verlag

Seitenzahl

585

Maße (L/B/H)

21,6/14/4,2 cm

Gewicht

742 g

Reihe

Trotzki-Bibliothek

Übersetzer

  • Hannelore Georgi
  • Harald Schubärth

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-88634-065-1

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EinleitungDas russische Original dieses Buches wurde 1926 unter dem Titel »Der Balkan und die Balkankriege« als Band VI der Werke Leo Trotzkis vom sowjetischen Staatsverlag herausgegeben. Von den 23 ursprünglich geplanten Bänden erschienen nur zwölf, bevor die Werksausgabe 1927, dem Jahr, in dem die Stalinfraktion Trotzki aus der Kommunistischen Partei ausschloß, eingestellt wurde. »Die Balkankriege« erlitten danach dasselbe Schicksal wie alle Schriften des unerbittlichsten marxistischen Gegners des Stalinismus; sie verschwanden in unzugänglichen Bibliotheken und blieben einem kleinen Kreis von Eingeweihten vorbehalten. Erst 1980 erschien eine englische Übersetzung. Die vorliegende deutsche Erstausgabe macht das Buch nun auch dem deutschsprachigen Publikum zugänglich. Sie ist direkt aus dem russischen Original übertragen worden. Auch die Fußnoten und Anmerkungen stammen (bis auf die vom Übersetzer gekennzeichneten) aus dem Original.Den Schwerpunkt des Bandes bilden die Reportagen und Artikel, die der 33jährige Trotzki für verschiedene russische Zeitungen über die beiden Balkankriege von 1912 und 1913 verfaßt hat. Ihnen sind in Teil I, »An der Schwelle des Krieges«, einige Aufsätze aus den Jahren 1908 bis 1912 vorangestellt, in denen Trotzki die historischen und politischen Hintergründe der Lage auf dem Balkan beleuchtet. Sie ermöglichen es dem Leser, die Kriegsereignisse im Zusammenhang zu verstehen. Den abschließenden Teil III bilden Reportagen über Rumänien, das Trotzki während und nach dem zweiten Balkankrieg bereiste.Leo Trotzki lebte von 1907 bis 1914 im Wiener Exil. Während der ersten Russischen Revolution von 1905 hatte er an der Spitze des Petersburger Sowjets gestanden; zwölf Jahre später sollte er zu dem neben Lenin herausragendsten Führer der Oktoberrevolution werden. In Wien gab er eine Zeitung mit dem Namen »Prawda« heraus, die illegal nach Rußland geschmuggelt wurde. Außerdem verfaßte er Artikel für andere sozialistische Zeitungen, darunter die menschewistische »Lutsch« und die bolschewistische »Proletarij«. Seinen Lebensunterhalt bestritt er zu einem großen Teil aus den Einnahmen als Korrespondent für die Kiewer Tageszeitung »Kiewskaja Mysl«, die ihm im September 1912 das Angebot machte, als Kriegskorrespondent nach dem Balkan zu gehen. In ihrem Auftrag bereiste er Serbien, Bulgarien und Rumänien. Auch für eine weitere legale Zeitung, die in Odessa erscheinende »Odesskije Nowosti«, die von einem nahen Verwandten geleitet wurde, verfaßte Trotzki Beiträge. Die Artikel in diesem Buch entstammen größtenteils diesen Quellen; der genaue Ursprung ist jeweils angegeben.Trotzki liefert nicht nur hervorragend geschriebene Reportagen über die militärischen Ereignisse und ihre Auswirkung auf die Bevölkerung, anschauliche Porträts der führenden Politiker und ausdrucksvolle Bilder der Lebensbedingungen der Epoche; er dringt auch tief in jene gesellschaftlichen und politischen Hintergründe ein, die die »Balkanfrage« während des gesamten 19. und 20. Jahrhunderts zu einem Kernproblem der europäischen Politik gemacht haben, das - wie die jüngsten blutigen Ereignisse beweisen - bis heute nicht gelöst ist. Die marxistische Methode, derer er sich dabei bedient, unterscheidet sich wohltuend von jenem leblosen Schema, in das die stalinistische Bürokratie den Marxismus später verwandeln sollte. Trotzki versteht es, selbst scheinbar belanglose Einzelheiten in ihrem Zusammenhang zu erfassen und zu einem lebendigen Gesamtbild zusammenzufügen, das an politischer Schärfe und Klarheit nicht zu überbieten ist.Das trifft nicht nur auf die Artikel zu, die er für die illegale Parteipresse verfaßte, sondern auch auf jene für die »Kiewskaja Mysl«, die als legale Zeitung der zaristischen Zensur unterworfen war. Über seine Arbeit für diese auflagenstarke radikale Zeitung schrieb er später in seiner Autobiographie: »Ich schrieb in der Zeitung über die verschiedensten, mitunter im Sinne der Zensur gewagtesten Themen. Kleine Artikel waren manchmal
  • Die Balkankriege 1912-13
  • Einleitung
    I. An der Schwelle des Krieges
    1. Die Balkan-Frage
    Die türkische Revolution und die Aufgaben des Proletariats
    Die neue Türkei
    Der Balkan, das kapitalistische Europa und der Zarismus
    2. Die Balkanländer und der Sozialismus
    Die bulgarische und die serbische Sozialdemokratie
    Die Balkanfrage und die Sozialdemokratie
    Vom bulgarischen Parteitag
    3. Das Rätsel der bulgarischen Demokratie
    In einem zurückgebliebenen Land
    Der bulgarische Parlamentarismus
    Demokratie und Absolutismus
    II. Der Krieg
    1. Serbien im Krieg
    Auf dem Weg hierher
    Belgrad
    Erste Eindrücke
    Ein Knäuel von Widersprüchen
    Serbien in Umrissen (Pašić, Paču, Prodanović, Drašković)
    Lazar Paču
    Stojan Novaković
    Nikola Pašić
    Die serbische Presse
    Politische Parteien
    Serbien und Montenegro
    Aus der Geschichte einer Brigade
    Rund um den Krieg
    Die Geste des Herrn Brjantschaninow
    (Serbien und die russischen Slawophilen)
    2. Bulgarien im Krieg.
    Die erste Periode – mit den Verbündeten gegen die Türkei
    Vor den Ereignissen
    Der Krieg ist erklärt
    Beobachtungen und Verallgemeinerungen
    Die politischen Parteien und der Krieg
    Presse und Zensur
    Bei Kirkkilisse
    Die Kehrseite des Krieges
    3. Berichte von Kriegsteilnehmern
    Die Verwundeten
    Aus dem Munde von Kriegsteilnehmern
    Bei gefangenen Offizieren
    Der Bericht eines Verwundeten
    Der Bericht eines Offiziers
    4. Echo des Krieges
    Ein langer Monat
    Jutsch-Bunar
    Bulgarien und die russische Diplomatie
    5. Mazedonien und Armenien
    Der Èetnik-Kampf und der Krieg
    Die Zersetzung der Türkei und die armenische Frage
    Andranik und seine Truppe
    6. Die Verbrechen des Chauvinismus und die Demokratie
    Die bulgarische Militärzensur
    Eine Armee von Siegern
    Hinter einem Zipfel des Vorhangs
    Zu Hause
    In den neuen Provinzen
    Ein Brief von P. Todorow
    Die Antwort an P. Todorow
    Eine außerparlamentarische Anfrage an Herrn P. Miljukow
    Die Ergebnisse der »Balkan-Anfrage«
    Die Philosophie und Moral der Begünstigung
    In der Natur der Dinge
    Zur Verteidigung des gewissenhaften Schweigens
    7. Der Krieg und die Sozialdemokratie
    Ihre Arbeit
    Die Tätigkeit des Proletariats
    An die sozialdemokratische Fraktion im österreichischen Reichsrat
    8. Bulgarien im Krieg.
    Die zweite Periode – Krieg gegen die ehemaligen Verbündeten
    Ein Gespräch über den Balkan
    Die Organisatoren der Katastrophe
    Bulgarien in der Krise
    Eine große Lehre
    III. Rumänien nach dem Krieg
    Erste Eindrücke
    Der Bukarester Friede
    Die rumänisch-bulgarischen Beziehungen
    Von Schwierigkeiten umgeben
    Über die Reformen
    Auf dem Weg in eine innere Katastrophe
    Die Arbeiterpartei
    Dobrogheanu-Gherea
    Die Judenfrage
    Eine Reise in die Dobrudscha